MyMz

Triathlon

Pretzl düpiert Konkurrenz

Prembergerin überrascht erneut die Triathlonszene. Michael Schaller und Helena Pretzl qualifizieren sich für Hawaii.
Von Franz Pretzl

  • Helena Pretzl gewann den internationalen XTERRA-Malta-Crosstriathlon und deklassierte selbst die Frauenprofis. Foto: Franz Pretzl
  • Michael Schaller freut sich über seinen Sieg und die Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf Hawaii. Foto: Franz Pretzl

Burglengenfeld.Keiner hatte sie auf der Rechnung, doch die Prembergerin Helena Pretzl gewann die gesamte Frauenkonkurrenz beim internationalen XTERRA-Crosstriathlon auf der Insel Malta. Und ihr Vereinskollege vom TV Burglengenfeld, Michael Schaller, freute sich über den Sieg in seiner Altersklasse. So fahren beide jetzt zusammen mit ihrem TV-Kameraden Thomas Kerner zu den Crosstriathlon-Weltmeisterschaften auf Hawaii.

Pünktlich um 9.30 Uhr stürzten sich Burglengenfelds TV-Triathleten Michael Schaller und Helena Pretzl ins nur 18 Grad warme Wasser im Norden Maltas. Bei nur leichtem Wellengang in der windgeschützten Bucht überraschte der Dietldorfer Michael Schaller mit einer nicht erwarteten Schwimmleistung auf den zwei Runden á 750 Meter. So blieb er an den Fersen seiner Vereinskollegin und beide stürmten nach einem kurzen Sandabschnitt die rund 100 Stufen zur Wechselzone hoch.

Ein wahres Martyrium war die knochenharte Mountainbikestrecke, die zu 70 Prozent von Singletrails geprägt war, für sein Hardtail. So hieß das oberste Gebot für Schaller, auf dem felsigen und mit vielen losen Steinen übersäten Untergrund den Lenker festzuhalten. Dennoch überstand er die zwei Runden tapfer und steuerte mit einer starken kämpferischen Leistung die Wechselzone an. Mit Wechselbestzeit düste er so auf den noch mehr fordernden 10-Kilometer-Crosslaufkurs. In seiner Spezialdisziplin ließ er, trotz extremer Windböen auf dem Plateau oberhalb der Golden Bay Bucht, nichts mehr anbrennen und rannte mit kraftvollen Schritten durchs Ziel. Auch der von der Sonne rot eingefärbte Rücken im geöffneten schweißdurchtränkten Triathlonanzug konnte die Freude über seinen Sieg in seiner Altersklasse nicht trüben.

Mit der drittbesten Schwimmzeit und nach der besten Wechselzeit saß die Premberger Outdoorspezialistin bereits auf ihrem Race-Fully. Für den landschaftlich schönen 30-Kilometer-Bikekurs, der durch die reizvolle Landschaft auf dem karstigen Boden entlang der Klippen führte, hatte sie allerdings kein Auge. Zu anspruchsvoll waren die zwei Bikerunden, die durch zwei Tragepassagen noch zusätzlich Körner kosteten.

Viele Männer staunten nicht schlecht, als sie mit viel Geschick an ihnen vorbei kurvte und dann mit Tagesbestzeit in die Wechselzone brauste. Rund acht Minuten fuhr sie gegen ihre Konkurrenz heraus, und so verließ sie diese ebenfalls mit Tagesbestzeit als führende Amateurin.

Hoch motiviert machte sie sich dann auch noch auf die Verfolgung auf die Führende bei den Frauenprofis, die zwei Minuten vor ihr gestartet waren. Das nur noch ca. 300 Meter große Loch lief sie dann auf den ersten drei beinharten Singletrail-Kilometern mit 120 Höhenmetern zu, heftete sich dann erst einmal noch drei Kilometer an ihre Fersen, ehe sie sich aus dem Staub machte. Am Ende schlug sie die Beste der Profis um sieben Minuten und gewann mit Laufbestzeit den Crosstriathlon-XTERRA-Malta. Nach dem schon mehr als überraschenden Gewinn der Wintertriathlonweltmeisterschaften machte die Prembergerin erneut die Crosstriathlonszene mit dieser famosen Leistung auf sich aufmerksam.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht