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Pretzl verteidigt den WM-Titel

Die Prembergerin setzt sich im Wintertriathlon in Asiago erneut in der W 30 durch. Im Gesamtklassement wird sie Dritte.
Von Franz Pretzl

Mit starken Doppelstockschüben ging es für Helena Pretzl Richtung Ziel. Foto: Franz Pretzl
Mit starken Doppelstockschüben ging es für Helena Pretzl Richtung Ziel. Foto: Franz Pretzl

Burglengenfeld.Was kann es Schöneres geben, als bei sportlichen Wettkämpfen ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Im italienischen Asiago rannte, bikte und skatete Helena Pretzl – unterstützt vom Trainer und zwei Helfern – im Wintertriathlon zum Weltmeistertitel.

Bei strahlend blauem Himmel startete die Spätzünderin in Sachen Triathlonsport bei den Wintertriathlon World Championships auf dem 1400 Meter hoch gelegenen Plato Campolongo-Rotzo bei Asiago in Italien. Bereits 2019 hatte die Prembergerin dort völlig überraschend den Weltmeister-Titel gewonnen und letzten Sonntag gelang ihr das Kunststück, diesen zu verteidigen.

Nur eine Nuance besser war sie 2019, denn dieses Jahr finishte sie als Gesamtdritte aller Amateurinnen im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als sie als Gesamterste ins Ziel stürmte. Doch dieser kleine Lapsus machte der freudestrahlenden Ausdauermehrkämpferin nichts aus, mischten doch die nur knapp vor ihr ins Ziel eilenden Gegnerinnen vergangene Saison noch im Profifrauenfeld mit.

Beim Bike bewies Helena Pretzl ihre Extraklasse.  Foto: Franz Pretzl
Beim Bike bewies Helena Pretzl ihre Extraklasse. Foto: Franz Pretzl

Unter den besten Amateuren

Mit Rang drei bei den Crosstriathlonweltmeisterschaften 2018 in Dänemark, 2019 in Asiago als Erste und vergangenen Sonntag wieder als Drittschnellste, bewies das Burglengenfelder TV-Aushängeschild in Sachen Triathlon, das sie zu den besten Amateurinnen der Welt gehört. Sie liebt die Wintervariante des Triathlons, erfordert diese doch viel Gefühl und Technik, vor allem in der Abschlussdisziplin, dem Skaten. Das 3,6 Kilometer lange Snowrunning, das sechs Kilometer lange Snowbiking und das 5,2 Kilometer lange Crosscountry-Skating waren zudem mit vielen Höhenmetern gespickt.

Wintertriathlon

  • Wettkampf:

    Der Wintertriathlon im italienischen Asiago wurd auf 1400 Meter Höhe gestartet.

  • Zeiten:

    Run 17.57 min, Wechsel 43 sec, Bike 17.50 min, Wechsel 54 sec, Ski 17.26 min, Gesamt 54.49 min

  • Platzierungen:

    Helena Pretzl wurde bei den Amateuren Gesamtdritte. In ihrer Altersklasse, W 30, belegte sie wie schon im Vorjahr Platz eins.

Nach dem Starthorn stürmte sie auf der gewalzten Schneepiste gleich im dicht gedrängten Frauenfeld unter den Top Fünf auf den ersten steilen Hügel des sehr kupierten Laufparcours zu. Letztendlich auf Rang sieben liegend, freute sie sich nach dem kräftezehrenden Schneegeläufe schon auf den Ritt mit dem Mountainbike.

Kaum saß sie im Sattel, kurbelte sie auf dem schnellen Schneeuntergrund vehement los und blies zur Aufholjagd. Furchtlos, als wenn sie auf Teer unterwegs wäre, flog sie bergab an ihren Konkurrentinnen vorbei, nahm die Kurven auf den zwei hügeligen Runden mit Volldampf und gab selbst einigen Männern das Nachsehen. So preschte sie mit einer der besten Bikezeiten an die Spitze des Frauenfeldes.

Hervorragende Motivation

Nach einem Blitzwechsel schob sie sich mit kräftigen Doppelstockschüben aus der Wechselzone in die schnelle, teils eisige Loipe. Ihre Skating-Skier liefen exzellent, ihre Motivation als Führende war hervorragend, doch hatte sie einige Körner auf dem Mountainbike zu viel verbraucht. Nach rund einem Kilometer musste sie dann die von hinten heran sausende spätere Gesamtsiegerin trotz heftiger Gegenwehr ziehen lassen. Doch mit ihrer Zähigkeit biss sie sich in einem gewissen Abstand an ihr fest.

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Auch wenn sie kurz vor dem Ziel noch eine ehemalige Profifrau vorbei lassen musste, freute sie sich riesig über ihren Weltmeistertitel in W 30 und den dritten Gesamtrang. Ihre nächsten Ziele sind ungewiss, denn für 2020 hatte sie sich diese Weltmeisterschaften als Top-Ziel gesetzt, und das hatte sie mit Bravour gelöst.

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