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Schiesssport

Saltendorf visiert das Finale an

Luftgewehr-Team braucht in der Bundesliga noch einen Sieg, um sich für die Endrunde in Paderborn zu qualifizieren.
Von Werner Artmann

Julia Helgert rückt in die 1. Mannschaft der SG Saltendorf auf. Foto: Werner Artmann
Julia Helgert rückt in die 1. Mannschaft der SG Saltendorf auf. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Für den Tabellenführer in der Luftgewehr-Bundesliga Süd, Eichenlaub Saltendorf, geht es beim anstehenden letzten Bundesligawochenende im schwäbischen Vöhringen um alles oder nichts. Mindestens ein Sieg wird benötigt, will man beim Bundesligafinale Anfang Februar in Paderborn dabei sein. Bei der momentanen Tabellensituation haben noch acht Mannschaften die Möglichkeit, einen der ersten vier Plätze zu erreichen, die ausschlaggebend für den Endkampf sind.

„Für meine veränderte Mannschaft scheint der Kampf am Samstag gegen den Aufsteiger FSG Kempten und momentan Vorletzten der Liga, der Leichtere zu sein“, so Trainer Robert Senft. Allerdings steht an diesem Kampfwochenende dem Saltendorfer Team kein Ausländer zur Verfügung. Alexander Schmirl und Nikolaus Blamauer müssen in Salzburg bei der internen österreichischen Ausscheidung antreten, um sich für die nächste Europameisterschaft in Kroatien zu qualifizieren. Auch der dritte Ausländer, der Ungar Peter Somogyl, muss in Ungarn die Qualifikation für die Europameisterschaft schießen.

Im Gegensatz zu den Saltendorfern kann der Gegner Kempten auf alle seine Ausländer zurückgreifen. Die Frage ist offen, ob der starke Russe, Nazar Luginets, oder der erfahrene Schweizer, Christoph Dürr, zum Einsatz kommen. Diese Entscheidung wird sicherlich erst kurz vor dem Wettkampfstart fallen. Für den Tabellenführer Saltendorf sind die altbewährten Kräfte wie Julia Simon, Claudia Brunner, Helmut Kächele und Andreas Preis im Einsatz und gesetzt. Für den Österreicher Alexander Schmirl rückt Julia Helgert aus der 2. Mannschaft ins 1. Team auf.

Helgert ist eine der Stärksten

Julia Helgert kann in der 2. Bundesliga mit Saltendorf auf eine sehr gute Saison zurückblicken und ist mit einem Schnitt von 392 Ringen eine der Stärksten in dieser Liga. Aber auch Bundesliga-Luft hat sie schon geschnuppert, war sie doch eine der großen Stützen beim Aufstieg vor zwei Jahren. In den bisherigen zwei Bundesliga-Saisonen der Saltendorfer Schützen hat sie immer ihre Wettkämpfe auf hohen Niveau ausgetragen und gute Schießergebnisse erzielt.

Am Sonntag beim letzten Wettkampf der Vorrunde wird die Bundesliga-Schießwelt nach Vöhringen schauen, wenn es zum direkten Top-Duell der beiden Ausnahmeschützen Julia Simon (Saltendorf) und dem Weltmeister und der internationalen Nummer eins den Russen Seergei Kamenskiy kommt. „Erster gegen Zweiten“ lautet die Schlagzeile und alles steht im Lichte der beiden Ausnahmeschützen dieser Saison. Julia Simon erzielte bisher bei neun Starts neun Siege, und Weltmeister Sergei Kamenskiy ist ebenfalls ungeschlagen.

LG-Wettkampf

  • Erster Tag:

    Am Samstag um 15 Uhr trifft Eichenlaub Saltendorf auf FSG Kempten. Die Saltendorfer Luftgewehrschützen sind als Spitzenreiter gegen den Tabellenvorletzten natürlich Favorit.

  • Zweiter Tag:

    Am Sonntag um 14 Uhr misst sich Eichenlaub Saltendorf mit dem Gastgeber SV Pfeil Vöhringen, der sich als Tabellenzweiter auch noch Chancen auf die Finalteilnahme ausrechnet.

Für die Gesamtsiege bei den Schießwettkämpfen sind allerdings nicht alleine die Erfolge auf Position „eins“ ausschlaggebend. „Wichtig ist eine geschlossene Mannschaftsleistung auf allen Positionen“, so Trainer Robert Senft. Beim direkten Vergleich in der Setzliste hat nach dem Ausfall von Alexander Schmirl der Gegner SV Pfeil Vöhringen die Nase vorne.

Auf Position zwei haben die Vöhringer mit Hannah Steffen die Entdeckung dieser Saison in ihren Reihen. Mit 398 Ringen als Top-Ergebnis und einen Schnitt von 394,4 Ringen ist sie die stärkste Position „zwei“ im Teilnehmerfeld. Da wird es für Claudia Brunner sehr schwer, aber vielleicht gelingt ihr die Überraschung. Auch sie kann 397 Ringe als Spitzenergebnis vorweisen und ihr Schnitt ist mit 392,7 Ringen nur wenig schwächer.

Sieben Siege für Preis

Auf Position drei liegt im Schnitt Helmut Kächele (Saltendorf) auch nur knapp hinter Andreas Renz zurück. An einem guten Tag ist da sicherlich auch für Kächele einiges drin.

Auf Position vier schießt der junge Andreas Preis auf Saltendorfer Seite, der in seiner ersten Bundesligasaison hervorragend auftritt und schon sieben Siege zu verzeichnen hat. Mit dem starken Florian Krumm wird es für ihn eine sehr schwierige Aufgabe, etwas Zählbares für Saltendorf zu holen.

Auch die neu in die Saltendorfer-Mannschaft gekommene Julia Helgert dürfte einen sehr schweren Stand gegen die international erfahrene Constanze Rötsch haben. Diese verfügt schon über acht Jahre Ligaerfahrung.

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