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Sport aus Schwandorf
Donnerstag, 26. April 2018 15° 3

Schach

Schachklub Schwandorf überrascht Rivalen

Erste und zweite Mannschaft gewinnen – und die dritte ringt dem favorisierten Gastgeber Roding ein Unentschieden ab.

Daniel Scharf ist im Moment der erfolgreichste Punktesammler der zweiten Mannschaft des Schachklubs Schwandorf in der Bezirksliga – und er trug auch diesmal zum klaren Erfolg über den SC Cham bei. Foto: sst

Schwandorf.Sehr erfolgreich verlief der vierte Spieltag für die Mannschaften des Schachklubs Schwandorf. Die erste Mannschaft gewann in der bayerischen Regionalliga Nordost gegen den SW Nürnberg Süd II mit 5:3, und sie überwintert somit als Tabellenführer. Und auch die zweite Mannschaft bleibt nach dem 6:2-Sieg beim SC Cham in der Bezirksliga Nord in der Spitzengruppe. Die dritte Mannschaft schließlich überraschte in der Kreisliga I Nord mit einem 3:3-Unentschieden beim Tabellenführer SF Roding II.

Gegen spielstarke mittelfränkische Gäste von Schwarz-Weiß Nürnberg Süd II musste die erste Mannschaft des Schachklubs zeigen, wohin die Reise in dieser Saison noch gehen könnte. Die Schwandorfer lagen mit 5:1 Punkten an der Tabellenspitze, während die Gäste mit 4:2 Zählern in der Lauerposition lagen. Mit einem letztlich verdienten 5:3 konnten die Schwandorfer ihre Tabellenführung behaupten – und einen Verfolger vorerst abschütteln.

Der Schachklub trat erneut in Bestbesetzung an; aber auch die Gäste waren fast komplett, so dass ein spannender Kampf zu erwarten war. Zuerst endete die Partie von Werner Mühling an Brett 8 mit einem gerechten Remis. Dann gab es den ersten Rückschlag, als Jürgen Lautner (Brett 5) das Nachsehen hatte. Dr. Norbert Barth (Brett 2) besorgte den Ausgleich, als er in verwickelter Position die Ruhe behielt und entscheidenden Materialvorteil hatte.

Der siegbringende Königsangriff

Eine gerechte Punkteteilung holte Pavel Votruba an Brett 3, dessen Gewinnbemühungen allesamt geschickt abgewehrt wurden. Beim Stand von 2:2 stellten die Schwandorfer per Doppelschlag die Weichen auf Sieg. Für die Führung sorgte Martin Rieger (Brett 7), der sein Gegenüber von Beginn an unter Druck setzte und letztlich mit einem schönen taktischen Schlag den Widerstand brechen konnte.

Fast zeitgleich konnte sich auch Johannes Paar (Brett 6) durchsetzen, der in verschachtelter Stellung dann das Kommando übernahm und letztlich den siegbringenden Königsangriff starten konnte. Damit war der Wettkampf beim Stand von 4:2 für die Schwandorfer gelaufen, denn Petr Zvara hatte am Spitzenbrett eine aussichtsreiche Position, die er letztlich zum Erfolg nutzen konnte. Danach fiel die Niederlage von Stephan Stöckl (Brett 4) nicht mehr ins Gewicht, der in Zeitnot seine gut stehende Partie falsch abwickelte.

Mit diesem hart erkämpften Sieg verteidigte der SK Schwandorf bei jetzt 7:1 Punkten seine Tabellenführung vor dem SV Altensittenbach, SC Windischeschenbach (beide 6:2), SG Büchenbach/Roth und SC Erlangen II (beide 5:3). Am 21.1. steht das schwere Auswärtsspiel beim SV Altensittenbach in Hersbruck auf dem Programm.

Souverän herausgespielter Erfolg

Auch die zweite Mannschaft des Schachklubs Schwandorf bleibt in der Bezirksliga Nord in der Spitzengruppe. Der Aufsteiger gewann souverän mit 6:2 beim SC Cham und bleibt damit auch im vierten Spiel ungeschlagen.

Nach einer Punkteteilung von Maximilian Stöckl (Brett 5) brachte Bernd Eichinger die Schwandorfer an Brett 8 in tadelloser Leistung in Front. Es folgte eine weitere Punkteteilung in der Partie von Oliver Schmidt (Brett 4). Daniel Scharf (Brett 3) baute nach einem nie gefährdeten Sieg die Führung auf 3:1 aus. Eric Steger sorgte dann an Brett 6 mit seinem souverän herausgespielten Erfolg für das 4:1, womit der Wettkampf gelaufen war, denn an keinem der drei noch andauernden Partien waren die Schwandorfer in Verlustgefahr. So waren die beiden Unentschieden von Christian Elitzke (Brett 7) und Guido Wagner an Brett 2 die logische Konsequenz. Der Schlusspunkt zum 6:2 war dann Sache des zurzeit formstarken Ernst Dotzauer am Spitzenbrett, der erneut einen deutlich favorisierten Kontrahenten bezwingen konnte.

Nun rangiert die zweite Mannschaft des SK Schwandorf mit ihren 7:1 Punkten auf Platz zwei hinter Oberpfalzligaabsteiger Furth i.W. (8:0) und vor dem SC Erbendorf (6:2). Am nächsten Spieltag (21.1.) empfangen die Schwandorfer den SC Furth zum Spitzenspiel.

Nach Ungenauigkeit kippte die Partie

Die dritte Mannschaft überraschte in der Kreisliga I Nord beim Tabellenführer SF Roding II mit einem 3:3. Eigentlich war die Ausgangslage eindeutig, Roding hatte die ersten drei Spiele gewonnen, während die Schwandorfer die ersten drei Wettkämpfe verloren hatten. Doch der Schwandorfer Liganeuling spielte sehr stark auf – und am Ende mussten die Gastgeber in Roding sogar noch froh sein über das 3:3.

Zwar geriet das SK-Team nach der Niederlage von Markus Bruckmeier an Brett 6 in Rückstand, doch Timo Mandl (Brett 5) konnte dies durch seinen überzeugenden Sieg wieder ausgleichen. Nach einem Unentschieden von Sulejman Licina (Brett 2) gerieten die Schwandorfer erneut in Rückstand. Walter Adlhoch schien an sich klar auf der Siegerstraße, doch nach einer Ungenauigkeit kippte die Partie. Mit dem weiteren Unentschieden von Karlheinz Obermeier an Brett 2) hing beim 2:3-Zwischenstand alles von der letzten laufenden Partie ab – von Laura-Maria Baumgärtel (Brett 1). Sie hatte einen kleinen Materialvorteil und konnte diesen nach fünf Stunden Spielzeit zum hochverdienten Sieg ummünzen.

Nach dem ersten Punktgewinn und 1:7 Punkten liegt das Team auf Rang sieben der Tabelle und hat nun am 28.1. die DJK Amberg II zu Gast.

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