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Basketball

Schwandorfer hoffen auf eine Trendwende

Nach einer schwächeren Phase im Dezember versucht der TSV, im Derby beim ASV Cham an bessere Zeiten anzuknüpfen.

Leon Krampert ist bisher der beste Punktesammler des TSV Schwandorf. Im Hinspiel gegen Cham markierte er 18 Zähler. Foto: Matthias Karl
Leon Krampert ist bisher der beste Punktesammler des TSV Schwandorf. Im Hinspiel gegen Cham markierte er 18 Zähler. Foto: Matthias Karl

Schwandorf.Für die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf beginnt am Sonntag das Basketballjahr 2019. Das Team um Spielertrainer Sebastian Fischer muss dabei im Oberpfalzderby beim ASV Cham antreten. Nach zuletzt schwachen Bayernligaergebnissen vor Weihnachten will der TSV Schwandorf zurück in die Erfolgsspur. Spielbeginn ist am Sonntag um 15 Uhr in der Chamer Zweifachturnhalle beim Hallenbad.

Der bisherige Saisonverlauf der beiden Oberpfälzer Mannschaft könnte nicht unterschiedlicher sein. Bereits am ersten Spieltag trafen Schwandorf und Cham in der Oberpfalzhalle aufeinander und der TSV setzte mit einem 96:68 ein erstes Ausrufezeichen. Bis Ende November waren dann die Schwandorfer in der Erfolgsspur und fuhren weitere fünf Siege aus den nächsten sechs Partien ein.

„Es war sicherlich eines unserer schlechtesten Spiele“, fasst ASV-Kapitän Andreas Koller die 68:96-Auftaktniederlage von Ende September zusammen. Gleich 14 erfolgreiche Dreier verwandelten die Hausherren damals in eigener Halle und schienen aus allen Lagen zu treffen.

Cham hingegen verlor fünf von sieben Spielen zum Auftakt. Doch ab Dezember änderte sich das Bild: Der ASV Cham gewann bis Weihnachten die letzten drei Spiele in Folge und glich seine Bilanz bei 5:5 aus. Vor allem der 91:76-Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Augsburg sorgte für großes Aufsehen.

Für Aufsehen gesorgt

Mit fünf Siegen und fünf Niederlagen stehen die Chamer im gesicherten Mittelfeld und auf einem soliden sechsten Tabellenplatz. „Knappe und unnötige Niederlagen haben uns eine bessere Platzierung gekostet“, ärgert sich ASV-Kapitän Andreas Koller. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wie der Trainerwechsel und die kurze Vorbereitung sowie die Integration neuer Spieler steht man voll im Soll.

Der TSV Schwandorf verlor alle Bayernligapartien im Dezember und rutschte in der Tabelle auf den fünften Platz (6:4) ab. Aber auch Schwandorf gelang kurz vor Weihnachten noch mal ein positives Zeichen: Gegen den Regionalligisten aus Neustadt setzte sich der TSV im Bayernpokal mit 67:58 durch.

Schwandorfer sind gewarnt

  • Derby:

    Spielbeginn für das Oberpfalzderby ist am Sonntag um 15 Uhr in der Zweifachturnhalle beim Hallenbad in Cham. Der ASV hat aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit den Schwandorfern offen.

  • Kader:

    Für den TSV spielen: Stefan Beer, Christopher Bias, Vaidas Butkus, Philipp Feldbauer, Sebastian Fischer, Ali Kellecioglu, Leon Krampert, Felix Müller, Alwin Prainer und Andreas Schindwolf.

Jetzt soll es auch in der Bayernliga wieder mit einem Erfolg klappen: „Wir hatten vor Weihnachten auf der einen Seite mit vielen Ausfällen zu kämpfen und auf der anderen Seite auch nicht gut genug gespielt“, weiß auch TSV-Coach Fischer. „Wir müssen uns deswegen jetzt wieder auf unsere Stärken in der Verteidigung konzentrieren, dann feiern wir auch wieder Erfolge.“

Doch gerade in Cham wird ein Sieg eine sehr schwierige Aufgabe: Der ASV ist extrem heimstark und hat in dieser Saison vier von fünf Spielen vor eigenen Publikum gewonnen. Vor allem auf drei Spieler kann sich der Chamer Trainer Bradley Melton dabei verlassen: Gabriel Wiedemann (21,1 Punkte pro Partie), Karel Ausprunk (19,4) und Simon Zierl (16,7) sind in der Offensive hauptverantwortlich für die Punkte.

Solch hohe Werte sucht man bei den Schwandorfern vergebens: Mit 14,5 Punkte erzielt Leon Krampert als bester Punktesammler des TSV weniger als alle drei Chamer.

Stärke in der Defensive

Die große Stärke der Schwandorfer ist die Defensive, bei der der TSV mit 64,3 kassierten Punkten den drittbesten Wert der Bayernliga aufweist.

Für das Oberpfalzderby hofft TSV-Trainer Fischer auch auf eine Verbesserung der Personalsituation: Mit Stefan Münch, Johannes Pflamminger und Tobias Ruhland fehlen voraussichtlich nur drei Stammkräfte. Alle anderen Akteure sollten für den Start ins Basketballjahr 2019 zur Verfügung stehen.

„Wir sind auf jeden Fall topmotiviert und wollen nach der schwierigen Phase im Dezember wieder einen Bayernligasieg feiern“, gibt sich Schwandorfs TSV-Center Alwin Prainer kämpferisch. „Und der Sieg gegen Neustadt hat uns auch wieder Selbstvertrauen gegeben und so versuchen wir, auch gegen Cham an diese Leistung anzuknüpfen.“ (stc)

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