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Leichtathletik

Simon Röhrl erfüllt sich seinen Traum

Andriy Griny führt deutsche Bestenliste über 800 Meter in der M35 an. Simon Caspers läuft zum drittenmal eine 2:08er Zeit.
Von Franz Pretzl

  • Simon Röhrl verbesserte in Ingolstadt seinen alten Hausrekord um gut eine Sekunde. Foto: Pretzl
  • Andriy Griny läuft auf Ranglistenplatz eins in Deutschland. Foto: Pretzl

Burglengenfeld.Das Met-IN-Leichtathletiksportfest am Freitagabend in Ingolstadt war ein gutes Pflaster für drei Leichtathleten des TV Burglengenfeld. Simon Röhrl unterbot über die 400 Meter-Distanz die Norm zu den deutschen Jugendmeisterschaften. Damit gelang es heuer bereits nach Sebastian Gleissl, der sich in der U20 über die 400 und 800 Meter qualifizierte, nun auch Simon Röhrl in der U18, die Schallmauer für das größte Sportereignis in der Leichtathletik in Deutschland zu unterbieten. Andriy Griny führt nun deutsche Bestenliste an.

Als U18-Starter musste Simon Röhrl diesmal bei den Männern antreten. Mit seiner Meldezeit hatte man ihn auf die die ungeliebte Außenbahn gesetzt, so dass er keinen Gegner vor sich sah. Nach dem kraftvollen Antritt stürmte er mit langen Schritten auf die Gegengerade und lag bei 200 Metern in etwa 23,5 Sekunden klar in Front.

Wie der Stadionsprecher sagte, bog er eingangs der Zielgeraden „in die schönen schmerzhafte Phase des 400-Meter- Laufes“ ein. Auch hier führte er noch knapp vor seinen vier Gegnern das Feld an und biss sich mit allerletzter Kraft bis ins Ziel durch. Ausgepumpt und etwas blass jubelte er mit einem Urschrei, als er seine Siegerzeit von 51,38 Sekunden las. Sein großer Kampf hatte sich gelohnt: Er verbesserte seinen alten Hausrekord um gut eine Sekunde. Und zu seiner großen Freude erfüllte er sich den Traum vom Start bei den deutschen Meisterschaften. Nebenbei durfte er auch noch als Drittplatzierter bei den Männern auf das Siegerpodest.

Eine Runde mehr nahmen Simon Caspers und Andriy Griny in Angriff. Im vierten der fünf 800-Meter-Zeitläufe stand Caspers am Start, um seine Bestzeit von 2:08.33 Minuten zu knacken. Der Senkrechtstarter dieses Jahres zeigte in seiner ersten Leichtathletik-Saison bereits einige starke Rennen – sowohl auf der Mittel- als auch auf der Langstrecke. Nach 61 Sekunden bei der Halbzeit lag er gut im Rennen. Allerdings verlor er dann auf den nächsten 200 Metern etwas an Boden und im Zielsprint düste er nach 2:08.77 min durchs Ziel. Damit bestätigte er seine gute Form, wenn er auch knapp an einer neuen Bestzeit vorbei lief.

Im stark besetzten A-Lauf durfte Andriy Griny antreten. Er hatte dieses Jahr bereits eine 1:58er Zeit stehen und versuchte, in Ingolstadt das Rädchen nach oben zu schrauben. Mit seinen Durchgangszeiten von 27 Sekunden über die 200 Meter, 57 Sekunden über die 400 Meter und 1:26 Minuten über die 600 Meter lag er etwas hinter seiner Zielsetzung zurück. Mit einem starken Endspurt finishte er in der guten Zeit von 1:57.02 Minuten. Damit verbesserte er sich um gut eine Sekunde und führt mit dieser Marke nun ganz klar die deutsche Bestenliste in der Altersklasse M35 über die zwei Stadionrunden an. (bpf)

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