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Leichtathletik

Simon Röhrl zeigt großen Kampfeswillen

Der Burglengenfelder ist bayerischer Vizemeister im Fünf-Kampf. Auf das Abitur folgt der sportliche Erfolg.
Von Franz Pretzl

Der Münchshofener Simon Röhrl gewann die bayerische Vizemeisterschaft im Fünf-Kampf. Foto: Franz Pretzl
Der Münchshofener Simon Röhrl gewann die bayerische Vizemeisterschaft im Fünf-Kampf. Foto: Franz Pretzl

Burglengenfeld.Simon Röhrl stellte bei den bayerischen Mehrkampf-Meisterschaften mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft im Fünf-Kampf einmal mehr sein Können unter Beweis. Und nach der Überraschungs-Bronzemedaille des 14-jährigen Stefan Dobler bei den bayrischen Blockwettkämpfen, den WM-Titeln von Helena Pretzl und Thomas Kerner bei den Wintertriathlonweltmeisterschaften sowie dem vierten EM-Crosstriathlonplatz von Tobias Zeller führt Röhrl mit diesem zweiten Platz die Erfolgsserie der Burglengenfelder Leichtathleten nahtlos fort.

Der frisch gebackene Abiturient aus Münchshofen musste am Samstag früh raus, um in Friedberg rechtzeitig am Start zu sein. Nicht gerade optimal waren die Vorbereitungen wegen der Abiturfeier tags zuvor und der Abfahrt im Vorfeld, doch seine Trainer hatten Röhrl einen maßgeschneiderten Trainingsplan zusammengestellt und vertrauten auch auf seine große Kampfkraft. Denn 100 m, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung und 400 m standen am Samstag bei den heißen Temperaturen auf dem Programm.

Etwas Bauchkribbeln hatte Röhrl schon bei der ersten Disziplin, dem 100-m-Sprint, auf der Schulsportanlage in Friedberg, doch das gehört dazu. Nach einem durchschnittlichen Start zündete er auf den letzten 50 Metern den Turbo und stürmte nur drei hundertstel Sekunden hinter seiner Bestzeit ins Ziel. Danach ging es fast nahtlos zum Weitsprung. Auch hier brauchte der Münchshofener etwas Anlauf und verbesserte sich von Sprung zu Sprung. Mit 5,89 Meter stand noch ein akzeptables Ergebnis zu Buche und somit war Röhrl schon auf Medaillenkurs.

Einen Dämpfer bekamen seine Hoffnungen allerdings beim Kugelstoßen, als er die Kugel bei keinem Stoß so richtig platzieren konnte. Erst im letzten Versuch gelang ihm mit 10,87 Metern etwas Schadensbegrenzung. Wegen des fehlenden Trainings stieg er im Hochsprung schon bei der niedrigen Höhe von 1,64 Meter ein. In sengender Hitze übersprang er jedoch jede Höhe gleich im Versuch und die Motivation stieg von Höhe zu Höhe. Mit letztendlich überwundenen 1,82 Metern setzte er gleich noch eine persönliche Bestleistung drauf.

Schon völlig platt aufgrund der großen Hitze, aber bereits auf dem Silberrang liegend, wartete er um 16:20 Uhr im Startblock auf den Schuss zur letzten Disziplin, dem langen 400-Meter- Sprint. Um seine Vizemeisterschaft zu sichern, ging er das fordernde Rennen um das Stadionoval bewusst ambitioniert an. Beinahe hätte er aber die Ziellinie nicht mehr erreicht, denn auf der langen Zielgerade kämpfte er nicht nur mit seinen immer mehr schwerer werdenden Beinen, sondern auch den immer näher kommenden Gegnern. Röhrls Kampfeswillen ist jedoch außerordentlich hoch, und so rettete er sich mit letzter Kraft noch mit einem Vorsprung ins Ziel.

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