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Schiesssport

Steinberger erfüllen die Pflicht

Die Auerhahnschützen besiegen Aufsteiger HSG Erlangen mit 4:1. Gegen Kelheim-Gmünd II hat Steinberg mit 1:4 das Nachsehen.
Von Josef Eder

Nick Ruß und Co besiegten Erlangen, mussten sich dann jedoch Kelheim-Gmünd II geschlagen geben. Foto: Josef Eder
Nick Ruß und Co besiegten Erlangen, mussten sich dann jedoch Kelheim-Gmünd II geschlagen geben. Foto: Josef Eder

Steinberg.Mit 4:1 Einzelwertungen bei 1824:1772 Ringen gewannen in der 2. Bundesliga Luftpistole die Auerhahnschützen aus Steinberg am See gegen Aufsteiger HSG Erlangen. Die Mittelfranken waren auf der Anlage des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) in Pfreimd der erwartet schwache Gegner. Wenn die Erlanger in dieser Form weiter schießen, wird am Saisonende nach dem Auf- der sofortige Abstieg folgen.

Steinberg hatte wenig Mühe, und mit einem Nick Ruß in Normalform auf Position eins wäre ein glatter 5:0-Sieg möglich gewesen. Ruß (354:366) kam allerdings nicht auf seine durchschnittliche Ringzahl. Nach 91, 92 und 94 Ringen bei den ersten 30 Schuss kam er in der letzten Serie nur auf 77. War in es angesichts des Punktgewinns mangelnde Konzentration oder ein technischer Defekt am Sportgerät? Martin Bäuml freute sich hingegen über die Wertung.

Konrad Schneider (373:368) gab seine 40 Wertungsschüsse (93, 94, 92, 94) wie ein Uhrwerk ab. Der letzte Schuss war eine 10,6. Hans-Reiner Wagner, sein starker Duellpartner, gratulierte ihm. Stefan Kupillas (376:341) fegte als Schnellschütze in nur 28 Minuten Claudia Schardt aus der Halle. Die Serien lauteten 94, 91, 95 und 96. Roman Schneider (366:344) brauchte etwas länger. Verhalten begann er mit 89 und 89, dann setzte er mit 96 das erste Ausrufezeichen, dem die 92 folgte. Michael Lehner konnte da nicht mithalten. Timo Kraus (355:353) behielt die Oberhand gegen Stergios Bentoulis. Mit einer 93er-Serie zeigte er seinem Gegner dessen Grenzen auf. Dann ließ er mit 88, 87 und 87 bedenklich nach. Zum Sieg reichte es trotzdem.

Extrem starker Gegner

Mit Kelheim-Gmünd II wartete dann im nächsten Durchgang ein extrem starker Gegner auf die Heimmannschaft. Im Derby mit den Steinberger Auerhähnen, die Heimrecht genossen, wetzten die Kreisstädter mit einem Arbeitssieg die Scharte gegen Peiting sofort wieder aus. Der deutsche C-Kaderschütze Ruß (366:369) hatte mit Sebastian Rosner in Normalform, den stärksten Mann der Gmünder als Gegner. Der ehemalige A-Nationalkaderschütze hatte im ersten Durchgang des Tages gegen Peiting mit einem Blackout zu kämpfen. „Zum Ende der zweiten Zehnerserie ließ meine Körperspannung sofort nach, wenn ich den Finger am Abzugsbügel krümmte. Das Sportgerät sackte regelrecht ab. Die Ursache ist mir unerklärlich. Aber bei der Vierten ging es langsam wieder. Gegen Ruß war alles im Großen und Ganzen wieder normal“, sagte er.

In dieser Saison steht der ehemalige Trainer der Kelheimer Erstligamannschaft, er ist seit Jahresbeginn Assistenztrainer der neuen Bundestrainerin Barbara Georgi für den Pistolenbereich, wieder in der Wettkampfformation. „Seit dem Rücktritt aus dem deutschen Nationalkader im Jahre 2009 war ich nur Trainer und habe selbst nicht um Punkte gekämpft. Dieses ist wieder meine erste Saison als Aktiver“, so Rosner, dem am Ende Ruß zum Sieg gratulierte.

K. Schneider (369:365) setzte sich gegen Tobias Meyer durch. Der deutsche Nationalkaderschütze schoss vor Wochenfrist noch bei der Para-WM im australischen Sydney. Kupillas (368:375) hatte es mit einem im Stimmungstief befindlichen Raik Schubert zu tun. Nach seiner nicht sonderlich guten Leistung im vorhergehenden Durchgang gegen Peiting zog er alle Register seines Könnens. Das schnelle Vorlegen des Steinbergers nahm Schubert zur Kenntnis, aber es störte ihn wenig.

Gegen Karsch chancenlos

R. Schneider (360:376) war gegen Kelheims Trainer Thomas Karsch chancenlos. Kraus (362:363) wie immer in kurzen Hosen am Stand, verlor das ausgeglichene Duell gegen Sabine Huber knapp. Beide Trainer, Sven Ruß (Steinberg) und Thomas Karsch, waren mit dem Wettkampftag, bei dem je ein Sieg und eine Niederlage zu Buche stand, zufrieden. Am 17. November ist nur ein Durchgang. Dann trifft Steinberg in Großaitingen auf Erstligaabsteiger Peiting.

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