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Burglengenfeld

Strategien und Techniken zur Verteidigung

„Selbstverteidigung beginnt mit Aufmerksamkeit“, so begann der Referent für Selbstverteidigung, Lars Helms aus Hannover, sein Seminar in der U-Chong-Kampfkunstschule in Burglengenfeld.
Werner Artmann

Seminarleiter Lars Helms (links) bei den Übungen mit den Teilnehmern.  Foto: Werner Artmann
Seminarleiter Lars Helms (links) bei den Übungen mit den Teilnehmern. Foto: Werner Artmann

Burglengenfeld.Der Spezialist für Selbstverteidigung gilt als einer der renommiertesten Referenten für Selbstverteidigung in Europa. Sein Spezialgebiet sind der Messer und Stockkampf. Auf Einladung von Roland Hofbauer, dem Leiter der U-Chong-Kampfkunstschule in Burglengenfeld, zeigte er den mehr als 30 Teilnehmern Strategien und Techniken gegen „Angriffe mit und ohne Waffen auf der Straße“.

„Ich habe Lars aufgrund meiner Ausbildung zum Kali-Inosanto-Instruktor in Hannover kennengelernt und war sofort begeistert von seinem Wissen und seinen Fähigkeiten in Bezug auf einfacher, effektiver Selbstverteidigung“, so Roland Hofbauer. „Vor allem versteht er es, die Schulungsteilnehmer zu unterrichten und immer zu motivieren. So macht das Lernen trotz des ernsten Themas viel Spaß“, stellte Hofbauer fest.

Und gelernt wurde viel an diesem Abend. Über „Drills“, in denen man einfache Verteidigungsabfolgen wiederholt, über Reaktionsaufgaben bis hin zum Stress-Training wurden die Teilnehmer gefordert. „Die sicherste Verteidigung ist aufmerksam zu sein, um eine mögliche Gefahrenstelle frühzeitig zu erkennen und somit erst gar nicht in eine bedrängte Situation zu kommen“, stellte Lars Helms fest. Kommt es zu einer Gewaltsituation, sollte man sofort Hilfe durch die Polizei holen, zuvor aber auch andere Personen mit einbeziehen und gemeinsam versuchen, zu helfen. Oberster Grundsatz dabei: Natürlich ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Man sollte und darf sich selbst nicht überschätzen, denn die wenigsten wissen, wie sie in einer echten Gefahrensituation reagieren würden.

Bei diesem Selbstverteidigungslehrgang wurden viele Szenarien mit unterschiedlichem „Stress-Level“ durchgespielt sowie der Körper konditioniert und Reaktionen mit einfachen Verteidigungstechniken abgerufen. Dass diese Techniken auch funktionieren, zeigt der Referent immer wieder auch mit körperlich schwereren Personen. „Das Ziel muss immer sein, heil nach Hause zu kommen.“ Bei einer körperlichen Auseinandersetzung gibt es meist immer auf beiden Seiten Verletzungen. Kommt dabei eine Waffe wie beispielsweise ein Messer mit ins Spiel, gibt es oft sehr schwere, lebensbedrohliche Verletzungen. Deshalb ist die Flucht immer die beste Verteidigung. Trotzdem kann und sollten die Lehrgangsteilnehmer Selbstverteidigungstechniken üben.

Alle Teilnehmer waren bei den Übungen aktiv dabei und sie kamen dabei auch gehörig ins Schwitzen. Zum Ende des Seminars waren sich alle einig: „Diesem Thema ist mit Respekt entgegenzutreten!“ (bat)

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