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Crosstriathlon

Thomas Kerner gewinnt Xterra-Race

Nach einer langen Verletzungsserie ist Thomas Kerner aus Burglengenfeld endlich wieder oben auf.

Kann wieder jubeln: Thomas Kerner siegte in Schorfheide. Foto: bpf
Kann wieder jubeln: Thomas Kerner siegte in Schorfheide. Foto: bpf

Burglengenfeld.Im Vorfeld noch unsicher, ob er überhaupt fahren sollte, hat sich das Wagnis des Burglengenfelder Profitriathleten Thomas Kerner voll ausbezahlt. Beim Xterra-Germany- Wettkampf in Schorfheide manövrierte sich der Triathlet aus den Reihen der TV-Leichtathletikabteilung ganz oben auf das Siegertreppchen. Selbst ein kleiner Bikeausrutscher und Seitenstechen hielten „TK“ (TieKei), wie er genannt wird , nicht auf.

Ein gutes Pflaster war für Thomas Kerner die 550 Kilometer weite Reise zum Crosstriathlon in Schorfheide, der zur nationalen Xterra-Germany-Tour gehört. Sichtlich erleichtert war der Haudegen in Sachen Ausdauersport, als er abgekämpft und ausgelaugt als Sieger noch ins Ziel sprang. Dies nicht nur wegen des Gesamtsiegs, sondern vor allem auch, weil seine lädierte Wade den Belastungen standgehalten hatte. Im Vorfeld quälte ihn wochenlang eine muskuläre hartnäckige Wadenverletzung, die ein Lauftraining unmöglich machte. Nur tags zuvor joggte er noch zwei bis drei Kilometer, um zu fühlen, wie es sich überhaupt mit dem Laufen wieder so anfühlt. Nach der langen Anreise begutachte mit seinem neuem Giant Fully den sechsmal zu absolvierenden Mountainbikekurs von insgesamt 41 Kilometern mit einigen Höhenmetern und dreimal zu durchlaufenden Crosstrail zu 10,5 Kilometer.

Das „Baden“ im Wolletzsee mit zwei 750 Meter Schwimmrunden und einem 200 Meter Landgang dazwischen bekam ihm diesmal recht gut. Nur 1.20 Minuten hinter dem Führenden schwang er sich aufs Fully und drückte mit enorm viel Enthusiasmus in die Pedale. Das Glücksgefühl und auch die Kraft hielten an, denn alle sechs Runden spulte er konstant herunter. Nach harter Aufholarbeit auf dem Bike erblickte er bereits in der fünften Runde den Führenden und wechselte mit nur 26 Sekunden Rückstand in die Laufschuhe. Selbst ein kleiner Ausrutscher in einer sandigen Kurve bei Kilometer eins vor der Wechselstation hielt ihn nicht auf.

Zwei Kilometer lang sah es dann jedoch düster um ihn aus, denn heftiges Seitenstechen ließ nur ein langsames Tempo zu. So vergrößerte sich der Vorsprung des Führenden und Kerner musste wieder seinen inneren Schweinehund überwinden, um nicht aufzugeben. Beim Einbiegen in die zweite Traillaufrunde hatte sein Biss Erfolg. Die Luft kam zurück, die lädierte Wade hielt und so flog er nur so über die Trails. Zwei Kilometer vor dem Ziel sah er den etwas schwächelnden Führenden nur noch 200 Meter vor sich und nach weiteren 800 Metern hatte er ihn einkassiert. Mit einer erneuten Tempoverschärfung löste er sich und stürmte noch mit der schnellsten Laufzeit ins Ziel. (bpf)

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