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Ausdauersport

Thomas Kerner zeigt enormen Kampfgeist

Bei der Weltmeisterschaft in Kanada belegt der Burglengenfelder Crosstriathlet den 16. Rang bei den Profis.

  • Beim abschließenden Trailrun am Okanagan Lake gab Thomas Kerner noch mal tüchtig Gas. Foto: bpf
  • Mit Highspeed düste Thomas Kerner zur Wechselzone. Foto: bpf

Burglengenfeld.In Penticton/British Colombia (Kanada) zeigte Thomas Kerner von der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld bei den Weltmeisterschaften im Crosstriathlon enormen Kampfgeist und finishte auf dem Eliterang 16. Im Ziel haderte er ein wenig, da es nach seiner Meinung etwas besser hätte laufen können. Diesen Teil der Erde hatte der Ausdauermehrkämpfer Thomas Kerner noch nicht im Wettkampfprogramm und so war es für ihn schon eine große Herausforderung die Sache auch finanziell zu bewerkstelligen.

WM war der Saisonhöhepunkt

Die ITU Crosstriathlon World Championships waren für den Haudegen in Sachen Crosstriathlon der Saisonhöhepunkt. Er hatte die Saisonplanung ganz diesem Wettkampf untergeordnet und nutzte die Europameisterschaften in Rumänien zwei Wochen zuvor als Härtetest.

Seit zwei Jahren startet Kerner nun bei der Elite bzw. Profis, auch wenn er in Vollzeit seine Arbeit verrichtet. Im Schnitt trainiert er rund 15 Stunden pro Woche für seinen Sport, aufgeteilt auf die drei Disziplinen Radfahren, Laufen und Schwimmen. Wobei er dieses Jahr den Fokus aufs Schwimmen gelegt hatte und auch auf einem guten Weg war, sich hier nochmals zu verbessern, ehe ihn eine Ellbogenverletzung für vier Wochen aus der Bahn warf.

Für den Trip nach Kanada waren seine Schwimmergebnisse im Training zu 90 Prozent wieder hergestellt, doch die vierwöchige Auszeit machte sich einfach bemerkbar.

In Penticton warteten auf den sympathischen und immer motivierten Allrounder in Sachen Ausdauersport eine Schleife von 1500 Meter Schwimmen im Okanagan Lake, eine 31 Kilometer zum Teil stark kupierte Mountainbikestrecke mit 850 Höhenmetern und ein acht Kilometer Trailrun.

Außergewöhnliche Startzeit

Außergewöhnlich war die Startzeit um 7 Uhr morgens im Rotary Park Beach. So klingelte bereits um 4.30 Uhr der Wecker, um den Körper schon etwas auf Betriebstemperatur zu bringen.

Nach dem Sprung ins kühle Nasse verlor Kerner nach 500 Metern den Anschluss an seine Schwimmgruppe und so musste er den Rest der Strecke alleine bewältigen. Dieses Malheur hatte weitreichende Folgen. Denn die ersten flachen sieben Kilometer mit dem Mountainbike fuhr er so alleine, wogegen seine Konkurrenten in der Gruppe gemeinsame Sache machten und so flotter und auch ausgeruhter in die Berge kamen.

Infolgedessen verwarf er auch gleich zu Beginn seine Taktik, das erste Drittel kontrolliert zu fahren. Mit etwas schweren Beinen, so Kerner, ging es dann in den acht Kilometer langen Anstieg, und dort wurden seine Oberschenkel auch nicht mehr frisch.

In der Abfahrt fand der Crosstriathlet – schon stark ermüdet – keinen guten Flow auf dem staubigen und losen Untergrund und zudem ereilte ihn dann dasselbe Schicksal wie seine Vereinskameraden bei den deutschen Meisterschaften. Er hatte schon einen Gegner im Auge, ehe er das Vorderrad nicht mehr aus einer tiefen Spurrinne bekam und so über den Lenker flog. Der Sturz war so intensiv, dass sein Reifen zudem ein wenig Luft verlor. Es half zwar die Kohlendioxid-Kartusche, doch Schwung und Gegner waren weg.

So schnürte Kerner etwas „bisslos“ seine Laufschuhe zum Trail entlang des Okanangan Lakes. Auf dem verwinkelten, direkt an Kreidefelsen entlang führenden Trailcourse mit ewigen Auf- und Ab-Passagen fand er dennoch wieder Freude und machte mächtig Dampf. So sammelte er noch zwei Kontrahenten ein und finishte völlig verausgabt auf Rang 16 der weltbesten Crosstriathleten.

„Ich denke, an einem guten Tag wären ein Platz unter den Top Ten drin gewesen. Bei den Amateuren hätte ich meine Altersklasse mit sechs Minuten Vorsprung gewonnen“, so Kerner, nach dem Wettkampf. (bpf)

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