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Triathlon

Vier Burglengenfelder starten in Hawaii

Die Sportler haben sich für die Weltmeisterschaften qualifiziert. Schon im Vorfeld waren enorme Hürden zu überwinden.
Von Franz Pretzl

Burglengenfelds Triathleten freuen sich schon auf Hawaii: v. li. Thomas Kerner, Mike Weber (am Rad), Michael Schaller und Helena Pretzl sowie Coach Franz Pretzl (hinten) Foto: Franz Pretzl
Burglengenfelds Triathleten freuen sich schon auf Hawaii: v. li. Thomas Kerner, Mike Weber (am Rad), Michael Schaller und Helena Pretzl sowie Coach Franz Pretzl (hinten) Foto: Franz Pretzl

Burglengenfeld.Der Traum ein jedes Triathleten ist ein Start im Südseeparadies Hawaii. Für vier Athleten des TV Burglengenfeld wird dieser Traum heuer Realität. So starten diesen Samstag Mike Weber beim Ironman auf Big Iland sowie Helena Pretzl, Thomas Kerner und Michael Schaller auf Maui am 27. Oktober bei den Xterra-Crosstriathlon-Weltmeisterschaften. Trainer Franz Pretzl wird seine Athleten begleiten. Er startete selber schon 1999 beim Ironman und wurde 2008 Weltmeister beim Xterra-Rennen auf Maui und kann seinen reichen Erfahrungsschatz weitergeben.

Das Lied „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ von Paul Kuhn kann die Triathleten des TV Burglengenfeld von ihrer Reise ins Südseeparadies nicht abschrecken. Lange hat man daran gearbeitet, sich gemeinsam für diesen bedeutenden Event zu qualifizieren. Die derzeit achtköpfige Trainingsgruppe um Coach Franz Pretzl hat schon viele Titel auf nationaler sowie internationaler Ebene gewonnen.

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Ein Ziel war, gemeinsam nach Hawaii zu reisen, doch die Hürden für diesen Mythos sind sehr hoch. Zum einen sind da die Qualifikationshürden und zum anderen die enormen Kosten sowie Urlaub zu bekommen. Pro Mann dürften das rund 3500 Euro sein, wobei das Startgeld schon allein ca. 600 Euro für die Crossvariante und 900 Euro für den Ironman beträgt. Grundsätzlich bestreiten die TV Triathleten ihre Kosten selbst, da die Startgelder bei der DM, EM oder WM schon über 100 Euro betragen und die Abteilung diese Summen nicht aufbringen kann.

Ironman sind Frühaufsteher

Mike Webers Fazit vor der Abreise nach Hawaii lautet: „Bin gut drauf“, womit eigentlich alles gesagt ist. Die vielen Stunden der Vorbereitung und der tolle Platz bei der 70.3 WM in Nizza bewiesen das. Er hat es schon einige Male versucht, doch jetzt schaffte es Mike Weber, sich für seinen Lebenstraum zu qualifizieren. Beim Ironman in Klagenfurt bekam er nach harten 9:32.20 Stunden und Rang zehn in seiner Altersklasse das begehrte Ticket. In Hawaii warten nun ebenso harte 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathonlauf auf ihn.

Helena Pretzl

  • Verschnaufpause:

    Nach ihren Erfolgen im Frühjahr – Wintertriathlonweltmeisterin und 3. Deutsche Crossduathlon-Meisterin – bekam Helena Pretzl eine Verschnaufpause verordnet.

  • Formtests:

    Die letzten Tests bei der „Deutschen“ in Zittau und der „Bayerischen“ in Burglengenfeld zeigten einen deutlichen Aufwind; so dürfte sie gut gerüstet sein für Maui. (bpf)

Früh aufstehen heißt es am Renntag, denn bereits um 4.45 Uhr beginnt der „Check in“. Doch normalerweise können die Athleten vor lauter Aufregung die Nacht davor sowie so nicht schlafen. Um 7 Uhr geht es dann endlich los für Webers Startgruppe von 40 bis 44 Jahren am der Kailua Pier. Sein Ziel ist es, vor Dunkelheit ins Ziel zu kommen – das ist gegen 18.15 Uhr. Angesichts seines guten Trainingszustands sollte das möglich sein, doch auf 226 Kilometern kann viel passieren.

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Drei TV-ler starteten schon auf Mauii bei den Xterra-Weltmeisterschaften, Trainer Franz Pretzl, Thomas Kerner und im Vorjahr Sascha Kellner. Heuer geht auch der Traum von Michael Schaller und Helena Pretzl in Erfüllung, die sich beim Xterra-Rennen im Frühjahr auf Malta qualifizierten.

Kerner erstmals bei den Profis

Neuland ist es auch für Thomas Kerner, der in Zittau sich den Slot holte, denn er startet erstmals bei den Profis. 1,5 Kilometer Meeresschwimmen, 32 Kilometer Mountainbike mit 1066 Höhenmetern und ein 10,5-Kilometer-Trailrun mit rund 250 Höhenmetern warten auf West Maui auf die Burglengenfelder. Es wird hart: das heiße Klima, die vielen Höhenmeter, und wenn es regnet wie im Vorjahr, gibt es Matsch, der an allem klebt. Thomas Kerner hechtet um 8 Uhr ins Meer; Helena Pretzl sowie Michael Schaller folgen eine Stunde später. Alle drei zeigten bei „Jag de Wuidsau“ eine tolle Leistung. Kerner hat seine langwierige Verletzung hinter sich und kann nun noch zwei Wochen sein Tempo beim Laufen verbessern. Michael Schaller ist auch im Kommen, nachdem er seine langwierige Erkältung auskuriert hat. Bei ihm ist ebenfalls noch Tempohärte im Training angesagt.

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