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Ausdauersport

Weber erfüllt sich einen Lebenstraum

Trotz zweimaliger Magenprobleme finisht der als Kämpfer bekannte Burglengenfelder den Ironman auf Hawaii.
Von Franz Pretzl

Mike Weber meisterte den Ironman auf Hawaii. Foto: Beate Hensiek
Mike Weber meisterte den Ironman auf Hawaii. Foto: Beate Hensiek

Burglengenfeld.Bestens vorbereitet trat Mike Weber von der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld mit seiner Lebensgefährtin Beate Hensiek die Reise über den Großen Teich an. Und nach sehr harten 226 Kilometern durch die Lavawüste genoss der Haudegen in Sachen Ausdauersport den Zieleinlauf in Kona.

Sechs Versuche hat Weber bereits unternommen, um seinen Lebenstraum, die Teilnahme an den Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii, zu erfüllen. Beim Ironman Klagenfurt hatte es dieses Jahr schließlich geklappt, auch wenn es unterwegs gar nicht so gut ausgesehen hatte. Doch mit Beharrlichkeit und großem Durchhaltevermögen hatte er zum Schluss einen famosen Drei-Stunden-Marathon hingelegt, der ihm das begehrte Ticket beschert hatte.

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Weber investierte viel, um das große Ziel zu erreichen. So kaufte er sich extra ein neues Hightechtriathlonrad, und was sicherlich das Härteste für ihn war, er verzichtete auf das geliebte Bier. Im November vergangenen Jahres begannen seine Vorbereitungen im Hinblick auf Hawaii. Mit einigen Trainingslagern und 15 bis 25 Stunden Training pro Woche machte er sich fit für das Rennen auf der Pazifikinsel.

Webers Akklimatisierung

Zur Akklimatisierung reiste Weber mit Bekannten aus Österreich zehn Tage vorher an. So trainierten sie gemeinsam die letzten Tage auf Big Island und stimmten sich auf das Rennen der Rennen mit 2500 Athleten ein. Mit einem guten Gefühl nach der letzten gelungenen Trainingseinheit stellte er sein Triathlonbike bereits einen Tag vorher in die Wechselzone.

Nach dem Start schwamm der Burglengenfelder Eisenman durch die warme Südsee mit seinen 300 Altersklassenkonkurrenten. Obwohl das Meer etwas unruhig war, fühlte sich Weber gut und stieg nach 1:13 Stunden aus den Fluten.

Mike Weber finisht auf Hawaii

  • Ergebnis:

    Der Burglengenfelder schloss den Wettkampf mit der Gesamtplatzierung 597 ab. In seiner Altersklasse bedeutete dies Rang 98. Insgesamt brauchte Weber 10.04.44 Stunden für den Wettkampf. Seine Schwimmzeit war 1.13.15 Stunden, seine Bikezeit 5.21.30 Stunden und seine Laufzeit 3.22.44 Stunden.

  • Vorbereitung:

    Zur Akklimatisierung reiste Weber mit Bekannten aus Österreich zehn Tage vorher an. So trainierten sie gemeinsam die letzten Tage auf Big Island und stimmten sich auf das Rennen der Rennen mit 2500 Athleten ein. Mit einem guten Gefühl fieberte der Triathlet dem Wettkampf entgegen.

Sein Plan war, gleich von Anfang an Druck auf dem Rad zu machen, doch schnell merkte er, dass seine Beine nicht so wollten. Er bekam zudem Magenprobleme. Obwohl er sich bis Kilometer 80 immer wieder übergeben musste, hielt er sich tapfer auf dem Rad. Später ging es dann wieder und so düste er einen nach dem anderen überholend auf dem schier endlosen Highway zurück zur Wechselzone. Selbst die gefürchteten Mumuku-Winde prallten an seinem forschen Ritt ab.

Erneute Magenkrämpfe

Kaum in die Laufschuhe am Pier von Kona geschlüpft, ging dasselbe Spiel wieder von vorne los: Magenkrämpfe und schwere Beine. Diesmal dauerte das Leiden allerdings nicht so lange, und er kam schnell in seinen Rhythmus. Ab dem Anstieg der Palani Road in Kona überholte Weber einen nach dem anderen. Bei den gemessenen 31 Grad auf dem unendlich langen Abschnitt am Highway kühlte er dann seinen Körper mit nassen Schwämmen und versorgte sich mit viel Flüssigkeit.

Der Lauf durch das gefürchtete Energie Lap war halb so schlimm für den Burglengenfelder, und so nahm er voller Tatendrang die letzten elf Kilometer zurück nach Kona in Angriff. Bei Kilometer 35 wusste er, dass er ins Ziel kommt und vielleicht unter die Zehn-Stunden-Marke kommen kann.

So ließ der TV-Triathlet die letzten Verpflegungstationen aus, doch auf der Palani Road war dann klar, dass er die Zehn-Stunden-Grenze unmöglich schaffen kann. So genoss er die letzten zwei Kilometer und ließ sich von den anfeuernden Zuschauern ins Ziel „tragen“. Sein Fazit nach den etwas bösen Überraschungen unterwegs: „Finishen, ich bin mega-glücklich, ins Ziel gekommen zu sein.“

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