MyMz

Bezirksliga Nord

Wernberg als Spielverderber?

Der TSV Detag will verhindern, dass der FC Amberg die Tabellenführung übernimmt. Stulln ist in Kulmain gefordert.
Von Tobias Ziereis

Der TSV Detag Wernberg – hier gegen die DJK Ensdorf – gibt sich beim FC Amberg nicht kampflos geschlagen.  Foto: Doris Wagner
Der TSV Detag Wernberg – hier gegen die DJK Ensdorf – gibt sich beim FC Amberg nicht kampflos geschlagen. Foto: Doris Wagner

Schwandorf.Der TSV Detag Wernberg musste sich vergangene Woche in Etzenricht nach einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung am Ende mit einem 4:4 zufriedengeben. Das Resultat war einerseits zwar ärgerlich, dennoch waren die Verantwortlichen mit dem Auftritt zufrieden. „Vier Gegentore sind zwar eine Menge Holz, allerdings musst du gegen die stärkste Defensive auch erstmal vier Treffer erzielen“, lobte Trainer Thomas Gietl seine Jungs.

Zum Jahresabschluss müssen die Lila-Weißen am heutigen Samstag (14 Uhr) beim Seriensieger FC Amberg antreten. Der ehemalige Regionalligist hat die letzten zehn Spiele nicht mehr verloren und dabei neun Siege eingefahren; diese Serie verhalf dem FCA auf den dritten Platz. Besonders in der Offensive zeigte sich die Elf von Karl-Heinz Wagner besonders torhungrig. Doch auch der TSV Detag Wernberg kann auf eine starke Serie von neun ungeschlagenen Partien zurückblicken. Um diese auszubauen, muss die Gietl-Truppe versuchen, Ambergs Top-Torjäger Dennis Kramer (21 Tore) und Martin Popp (15 Tore) in Schach zu halten.

Detag hofft auf einen Punkt

Doch die Lila-Weißen wollen sich am Amberger Schanzl nicht verkriechen, sondern selbst in der Offensive Nadelstiche setzen. Die Ausgangslage ist relativ klar: Gelingt dem FCA der 13. Saisonsieg, überwintert er als Spitzenreiter. Bei einem Wernberger Auswärtssieg rückt die Spitzengruppe dagegen noch enger zusammen. „Natürlich würden wir weiterhin gerne vorne mitmischen, deshalb wollen wir in Amberg nicht leer ausgehen, wenngleich der Gastgeber der Favorit ist“, hofft TSV-Coach Gietl auf einen Punktgewinn.

Spiel-Absagen

  • Auswärtsspiel:

    Nach der Durststrecke von fünf verlorenen Spielen hatte sich 1. FC Schwarzenfeld wieder gefangen und wollte punkten, doch die Begegnung beim TuS Kastl wurde auch abgesagt.

Selbst wenn dieser nicht gelingt, kann er mit der bisherigen Runde richtig zufrieden sein, denn zu Saisonbeginn waren es nicht wenige, die dem TSV – gerade nach den schwachen Vorbereitungsspielen – eine „schwierige Saison“ prophezeiten. Von zwischenzeitlichen kleinen Tiefs erholte sich Detag aber schnell, so dass sie nach 18 Spielen auf einem aussichtsreichen fünften Platz liegen. Der große Wernberger Trumpf ist vor allem die Moral, denn das Team ließ sich trotz einiger Rückschläge nie unterkriegen und hat auch manches verloren geglaubte Spiel noch umgebogen.

Der TSV Stulln holte zuletzt im Derby beim 1. FC Schwarzenfeld verdientermaßen einen Punkt, doch damit war der Tabellenletzte nicht zufrieden. „Es ist richtig ärgerlich, dass wir es wieder versäumt haben, unsere Chancen zu nutzen. Ansonsten hätten wir das Spiel verdient gewonnen“, trauerte Spielertrainer Christian Zechmann den verlorenen Punkten nach.

Als kompakte Einheit auftreten

Dennoch zeigte er sich angesichts des starken Auftritts stolz: „Meine Mannschaft hat sowohl läuferisch als auch kämpferisch alles rausgehauen. Genau so müssen wir auch in Kulmain auftreten.“ In Schwarzenfeld hätte man gesehen, dass vieles möglich ist, wenn das Team als kompakte Einheit auftritt, das sollte den Glauben an die eigenen Fähigkeiten stärken.

Das Hinspiel gegen die Nordoberpfälzer ging mit 1:3 verloren, damals lieferte der Aufsteiger eine eher enttäuschende Leistung ab. Wenn dem TSV am Sonntag (14 Uhr) die Revanche gelingt, wäre das ein Big Point, denn mit einem Dreier wären die Grün-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt wieder voll dabei. Schließlich würde der Rückstand aufs rettende Ufer dann nur noch drei Punkte betragen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht