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Leichtathletik

Wertvolle Erfahrung gesammelt

Sebastian Gleissl ist erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft. Virus-Infektion verhindert eine bessere Zeit.

Sebastian Gleissl konnte trotz Virusinfektion bei der Deutschen Meisterschaften noch lachen. Foto: bpf
Sebastian Gleissl konnte trotz Virusinfektion bei der Deutschen Meisterschaften noch lachen. Foto: bpf

Burglengenfeld.„Es war schon etwas Besonderes“, so Sebastian Gleissl über seine erste Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften – auch wenn es wegen eines Darmvirus nicht so lief. Der hoffnungsvolle Nachwuchsmittelstreckler der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld startete bei den deutschen Jugendmeisterschaften der U 20 in Ulm.

Im Vorfeld hatte er schon eine Riesensaison hinter sich. So steigerte er seine Bestleistung von 2.01.32 Minuten über die 800 Meter aus 2016 auf 1.56.20 Minuten bei den Bayerischen Meisterschaften am 22. Juli. Dort stürmte er hauchdünn geschlagen auf Rang vier und schaffte die Norm für die Deutschen Meisterschaften.

Bereits am Vortag reiste Sebastian Gleissl nach Ulm, um sich das Donaustadion etwas genauer anzusehen. Er hatte sich gut vorbereitet und die letzten Trainingsergebnisse zeigten, dass er in Topform ist. Allerdings kann man nicht alles beeinflussen, denn eine Darm-Virus-Infektion am Vortag und auch am Wettkampftag selbst verhieß nichts Gutes.

So stand Gleissl um 14.10 Uhr mit etwas Unbehagen an der Startlinie über die 800 Meter im Donaustadion. Bereits beim Einlaufen merkte er, dass ihm die Kraft fehlte, dennoch wollte er sich die Chance nicht entgehen lassen, einmal DM-Luft zu schnuppern.

Nach dem Startschuss im ersten der drei Vorläufe der besten 27 Jugendlichen Deutschlands über die 800 Meter stürmte er auf Bahn eins startend los. Nach den ersten sehr flotten 200 Metern in rund 26 bis 27 Sekunden hatte er sich im hinteren Mittelfeld eingereiht. Er spürte hier schon, dass seine Beine nicht so wollten, wie er es gewohnt war. Nach rund 300 Metern war sein Akku leer und er konnte das Tempo nicht mehr halten. Nach 400 Metern war ihm das Feld schon enteilt, doch er biss die Zähne zusammen und beendete noch das Rennen. Mit 2.03.76 Minuten lief er als Letzter ins Ziel und war froh, dieses überhaupt erreicht zu haben.

Im Nachgang freute er sich dennoch, trotz des Virus gestartet zu sein, denn die Atmosphäre und das ganze Drumherum war schon etwas Besonderes und eine große Erfahrung für ihn. (bpf)

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