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Fussball

Dämpfer für den SSV Jahn

Die Regensburger haben einen schwachen Tag und verlieren in der 2. Liga mit 1:3 gegen den FC Erzgebirge Aue.
Von Jürgen Scharf

  • Packender Zweikampf: Pascal Köpke vom FC Erzgebirge Aue gegen den Regensburger Alexander Nandzik (vorn). Köpke ist es auch, der in der 29. Minute das erste Tor der Partie schießt. Foto: Andreas Nickl
  • Der Regensburger Marc Lais (hinten) im Duell mit Sebastian Hertner Foto: Andreas Nickl
  • Joshua Mees (links) mit dem langen Bein vor Calogero Rizzuto Foto: Andreas Nickl
  • Pascal Köpke (FC Erzgebirge Aue) spielt den Ball vor Marc Lais (Regensburg) Foto: Andreas Nickl
  • Regensburgs Marvin Knoll zeigt es an: Er hat alles im Blick. Foto: Andreas Nickl
  • Ridge Munsy (FC Erzgebirge Aue) geht vor dem zweiten Treffer für Aue an Asger Sörensen vorbei Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Der SSV Jahn Regensburg geht am Ostersonntag in der 2. Fußball-Bundesliga leer aus. Vor 11707 Zuschauern verlieren die Oberpfälzer ihr Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue mit 1:3 (0:2). „Es war kein gutes Spiel von uns. Wir hatten vorne keine Lösungen und waren hinten zu konteranfällig“, fasste Jahn-Verteidiger Marvin Knoll nach der Partie die Leistung seiner Mannschaft treffend zusammen.

Zwei Wochen zuvor hatten die Regensburger mit einen Unentschieden bei Union Berlin die 40 Punkte voll gemacht und damit ihr Saisonziel bereits sieben Spieltage vor Schluss erreicht. Gegen Aue konnten sie deswegen nun eigentlich völlig frei aufspielen. Mit einem Sieg wären sie sogar weiter an die Aufstiegsplätze heran gerückt.

Torchance: Ridge Munsy (FC Erzgebirge Aue) gegen Philipp Pentke (Regensburg), mit dabei Benedikt Saller (Regensburg) Foto: Andreas Nickl
Torchance: Ridge Munsy (FC Erzgebirge Aue) gegen Philipp Pentke (Regensburg), mit dabei Benedikt Saller (Regensburg) Foto: Andreas Nickl

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste aus Aue. Ridge Munsy wurde bereits in der zweiten Minute toll freigespielt, Jahn-Keeper Philipp Pentke konnte seinen Schuss aber parieren. Die Regensburger, bei denen Asger Sörensen für den verletzten Sebastian Nachreiner in der Innenverteidigung spielte, brauchten etwas, um auf Touren zu kommen. Nach einer Viertelstunde gab es den ersten richtig schönen Angriff. Sargis Adamyan startete auf dem linken Flügel durch und flankte präzise in den Strafraum. Jann George köpfte den Ball zum Schluss aufs Tor, allerdings direkt in die Hände von Erzgebirge-Keeper Martin Männel.

Köpke vollendet eiskalt zur Führung

Gegen Mitte der ersten Halbzeit schienen sich beide Mannschaften eigentlich zunächst einmal ausgetobt zu haben. Flüssige Kombinationen gab es kaum noch zu sehen. Doch genau in diese Phase hinein setzten die Auer einen eiskalt abgeschlossenen Angriff. Calogero Rizzuto spielte einen langen Pass auf Pascal Köpke. Der nahm den Ball gekonnt an und schoss ihn unhaltbar für Pentke ins lange Eck.

Stimmen zum Spiel

  • Achim Beierlorzer (Trainer SSV Jahn Regensburg):

    „Aue ist eine Mannschaft mit hoher Qualität und genau das haben wir heute erleiden müssen. Wir waren eigentlich gut im Spiel, dann ist aber das 1:0 passiert. Ein Schuss, ein Treffer, so kommen wir in Rückstand. Und gegen Aue in Rückstand zu geraten ist keine gute Idee. Da haben wir uns einfach schwer getan. Und nach dem 2:0 war dann klar, dass es ein ganz, ganz schweres Spiel für uns wird. Das ist die Liga: Jeder kann jeden schlagen. Das haben wir schon oft gezeigt und das wurde uns heute gezeigt. Die Liga ist eng, die Tabelle kann sich jeder anschauen. Ich bin jetzt sogar der Überzeugung, dass das so bleiben wird, das geht bis zum letzten Spieltag, definitiv. Wenn so eine Niederlage irgendetwas Gutes hat, dann natürlich die, dass jedem klar ist, was für ein Ziel wir haben: den Klassenerhalt und nichts anderes.“

  • Hannes Drews (Trainer Erzgebirge Aue):

    „Wir haben uns heute drei schöne Punkte geschenkt, weil wir eine tolle Leistung gezeigt haben. Wir standen defensiv sehr gut und haben aus unseren Chancen sehr viel gemacht. Das einzige was ich an Kritik an meiner Mannschaft äußern kann, dass sie am Ende den Deckel richtig drauf machen und das vierte Tor erzielen hätte können. Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen.“

  • Jonas Nietfeld (SSV Jahn):

    „Wir haben uns von Aue ein paarmal auskontern lassen. Wir wussten, dass das ihre Stärke ist, haben es aber dennoch zugelassen, das ist dann natürlich doppelt ärgerlich. Wir haben vorne zu ungenau gespielt. Warum das so war, ist schwer zu erklären. Wir haben heute einfach nicht unseren besten Tag erwischt. Es ist brutal, wie eng diese Liga ist. Es darf keiner denken, dass mit 40 Punkten das Ding gegessen ist.“

  • Marvin Knoll:

    „Es war kein gutes Spiel von uns. Wir hatten vorne keine Lösungen und waren hinten zu konteranfällig. Wir hatten auf allen Positionen keinen Zugriff.“

  • Marco Grüttner:

    „Wir haben es nicht geschafft, uns zwingende Torchancen rauszuspielen. Aue hat es gut gemacht. Die haben gut verteidigt und uns eiskalt ausgekontert. Wir haben zwar gewusst, was uns erwartet und hatten auch einen klaren Plan, konnten den aber nur bis zum Gegentor umsetzen. Man darf das jetzt aber auch nicht zu hoch hängen. Wir haben eine überragende Saison bisher gespielt und haben noch sechs Spiele und müssen jetzt eben da in ein paar Spielen noch punkten.“

Das 0:1 war eine kalte Dusche für den Jahn. Der war als Favorit in die Partie gegen die abstiegsbedrohten Auer gegangen, musste nun aber einem Rückstand hinterherrennen. Da die Gäste sehr clever verteidigten, kamen die Regensburger auch kaum zu Chancen. Fünf Minuten vor der Halbzeit konnte Marc Lais zumindest einmal von der Strafraumkante abziehen, sein Schuss segelte aber weit über das Tor.

Kurz vor der Pause kam es dann ganz derb für den Jahn. Jann George leistete sich zunächst im Mittelfeld einen katastrophalen Fehlpass und schaffte es danach gemeinsam mit Asger Sörensen nicht, Ridge Munsy am Torschuss zu hindern. Der tanzte das Jahn-Duo aus und hämmerte den Ball zum 2:0 für die Auer ins Tor (43.).

Knoll erzielt den Anschlusstreffer

In der Pause veränderte Jahn-Coach Achim Beierlorzer sein Team. Für den schwachen Jann George kam Joshua Mees in die Partie. Im Mittelpunkt stand dann aber Marvin Knoll. Der Innenverteidiger trat fünf Minuten nach Wiederanpfiff kurz vorm Strafraum zu einem Freistoß an. Sein abgefälschter Schuss schlug zum 1:2 ein. Die Regensburger Fans schöpften Hoffnung: Würde der Jahn doch noch punkten und voll im Aufstiegsrennen bleiben? Pascal Köpke hatte schnell eine Antwort auf diese Frage parat: Nein! In der 57. Minute lief er nach einem Konter der Auer auf und davon und schob seelenruhig zum 3:1 für die Gäste ein.

Die Regensburger Spieler in der Einzelkritik:

SSV Jahn gegen Aue - die Einzelkritik

In der Schlussphase verwalteten die Gäste ihren Vorsprung gekonnt. Bei den Regensburgern klappte an diesem Tag einfach zu wenig, als dass sie die Auer ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten. Einzig der eingewechselte Sebastian Freis hatte noch eine Chance, schoss aber drüber. Auf der anderen Seite hatten die Gäste mehrere glänzende Konterchancen, konnten davon aber keine nutzen, so dass es beim 1:3 bis zum Ende blieb. Eine verdiente Niederlage gegen einen starken Gegner. Jahn-Stürmer Jonas Nietfeld räumte nach der Partie dann auch offen ein, dass „wir heute einfach nicht unseren besten Tag erwischt haben“.

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  • PH
    Peter Franz Hammer
    01.04.2018 16:39

    Es reicht halt doch nicht - ist das dem Jahn mal wieder klar geworden - war eine sehr schwache Vorstellung - ausgekontert wie die Schulbuben . Schade - irgendwie nicht bei der Sache - schlimmer wie Dortmund gestern in München .

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    • UP
      Ulrike Post-Paulus 01.04.2018 17:00

      Zur Erinnerung: Dortmund hat 0:6 verloren. Bitte nicht nach einer Heimniederlage gleich in den üblichen Regensburger Katzenjammer verfallen. Unser Jahn spielt eine Riesensaison!

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