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Fußball

Lautern schlägt zurück gegen den Jahn

Die Regensburger bringen ihre Führung nicht über die Zeit und müssen sich am Ende beim Schlusslicht mit einem Remis begnügen.
Von Felix Kronawitter, MZ

  • Die Regensburger um Sargis Adamyan (rechts) und Kaiserslautern (Stipe Vucur) schenkten sich nichts. Fotos: Nickl
  • Der Jahn konnte die frühe Führung nicht halten. Die Gegner wurden am Ende stark. Foto: Andreas Nickl
  • Der Jahn hatte einige Chancen, konnte sie jedoch nicht zielführend umsetzen. Foto: Andreas Nickl

Betzenberg.Der SSV Jahn Regensburg wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg im Fußball-Jahr 2018 in der 2. Liga. Beim 1. FC Kaiserslautern kam der Aufsteiger aus der Oberpfalz vor 27718 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus. Jahn-Trainer Achim Beierlorzer hatte „gemischte Gefühle“ nach dem Schlusspfiff einer umkämpften Partie. „Natürlich sind wir froh, dass wir nicht mit leeren Händen heimfahren“, sagte er. Sein Team habe insgesamt vielleicht die etwas besseren Chancen gehabt. Aber auch Lautern habe sich aussichtsreiche Torgelegenheiten erspielt, resümierte der Regensburger Coach.

Benedikt Saller hatte die zu Beginn stark aufspielenden Regensburger früh mit 1:0 in Führung gebracht (6.). Doch nach der Pause kam das Tabellenschlusslicht deutlich besser ins Spiel – und durch den eingewechselten Sebastian Andersson noch zum Ausgleich (73.).

Jahn will auf Nummer sicher gehen

Dank dem Remis hat der Jahn jetzt bereits 41 Punkte auf dem Konto und bleibt auf Rang fünf. Zum Klassenerhalt lassen sich die Regensburger aber immer noch nicht gratulieren. „Bei nur sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und fünf verbleibenden Spielen, ist der noch nicht gesichert“, erklärte Geschäftsführer Christian Keller, der mit der Leistung bei „gefühlt subtropischen Temperaturen“ „hochzufrieden war“. Um auf Nummer sicher zu gehen, brauche es aber wohl noch mal weitere drei Punkte.

Für den Traditionsklub aus Kaiserslautern wird die Lage derweil immer prekärer. Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck punktet zwar fleißig, findet den Anschluss aber nicht. Seine Truppe werde jetzt nicht mit gesenkten Köpfen durch Kaiserslautern laufen, sagte Frontzeck. Der Glaube an den Klassenerhalt lebt weiter.

„Natürlich sind wir froh, dass wir nicht mit leeren Händen heimfahren.“ „Achim Beierlorzer“

Gegen Kaiserslautern veränderte Beierlorzer seine Startelf auf zwei Positionen. Für den gelbgesperrten Marco Grüttner und Jann George rückten Sebastian Stolze und Joshua Mees ins Team. Sargis Adamyan und Jonas Nietfeld bildeten den Sturm. Für Sebastian Nachreiner, der sich während der Länderspielpause einen Kahnbeinbruch an der Hand zugezogen hatte, kam die Partie in Kaiserslautern noch zu früh. Auch Andy Geipl musste wegen leichten Knieproblemen passen.

Und so bewertet die MZ die Leistungen der Jahn-Spieler:

SSV Jahn in Lautern - die Einzelkritik

Der Jahn belohnt sich

Rund 1000 Jahn-Fans feuerten den Aufsteiger im Fritz-Walter-Stadion an. 600 davon waren in einem Sonderzug angereist. Und bereits in der 6. Minute durften sie jubeln. Die Oberpfälzer belohnten sich für eine starke Anfangsphase. Mees setzte sich sehenswert durch, seine Hereingabe lenkte Lauterns Keeper Marius Müller nach vorne ab. Saller war zur Stelle und traf trocken zur Jahn-Führung (6.).

Vom Tabellenschusslicht war in der Anfangsphase wenig zu sehen. „Der Jahn hat uns keine Luft zur Entfaltung gegeben anfangs“, formulierte es Frontzeck treffend. Torchancen kreierte nur der Aufsteiger. Adamyan spielte Lauterns Marcel Correia mit zwei Übersteigern schwindelig, traf aber nur das Außennetz (19.).

Philipp Pentke hatte im ersten Durchgang einen ruhigen Nachmittag – bis zur 37. Minute. Denn da konnte der Regensburger Torhüter, der die Kapitänsbinde leihweise von Grüttner übernommen hatte, nur zusehen, wie der Ball nach einem Flugkopfball von Lukas Spalvis nur Zentimeter am Pfosten vorbei segelte.

Nach der Pause kamen Kaiserslauterns Spieler früh auf den Platz zurück, liefen zu ihrer Fankurve und heizten ihre Anhänger noch mal an. Die dickste Chance auf einen weiteren Treffer hatte aber der Jahn. Mees versuchte es mit einem Schlenzer, den Torwart Müller gerade noch über die Latte lenkte (54.). „Das haben beide überragend gemacht“, lobte Beierlorzer, der sich dann bei seinem Keeper bedanken durfte, dass sein Team dann nicht den Ausgleich kassierte. Andersson tauchte vor Pentke auf und versuchte ihn zu tunneln. Der Jahn-Keeper hielt die Regensburger Führung aber abgezockt fest (62.).

Kaiserslautern dreht auf

Dann kochte der Betzenberg. Spalvis bediente Andersson, der volley zum 1:1 vollendete (73.). „Der Gegentreffer ist ein bisschen zu leicht gefallen“, monierte Beierlorzer, dass sich seine Hintermannschaft mit einem langen Ball aushebeln ließ. Die Gastgeber waren jetzt beflügelt. Aber auch Osayamen Osawe fand im Regensburger Keeper seinen Meister (75.). „Pentke hat zweimal hervorragend gehalten“, lobte Beierlorzer. Adamyan hätte mit einer verunglückten Flanke beinahe das 2:1 erzielt (78.). Auch Al Ghaddioui hätte der Matchwinner werden können, ein Lauterer war aber gerade noch dazwischen (82.). „Ich hatte mir gewünscht, dass der lucky punch noch kommt“, sagte Beierlorzer. Beide Defensivreihen ließen aber nichts mehr anbrennen.

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