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Fussball

SSV Jahn siegt gegen Heidenheim

Jann George und Marco Grüttner treffen für die Regensburger, die im neuen Jahr weiter ungeschlagen bleiben.
Von Jürgen Scharf, MZ

  • Jann George (Mitte) und sein SSV Jahn zeigen gegen Heidenheim eine tolle Leistung und gewinnen verdient.Foto: Nickl
  • Die Abwehr des SSV Jahn stand völlig sicher. Foto: Nickl

Regensburg.Der SSV Jahn Regensburg ist weiter bärenstark drauf. Am Samstag gewannen die Oberpfälzer in der 2. Liga gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 (1:0). Vor 8006 Zuschauern in der Continental-Arena erzielten Jann George und Marco Grüttner die Tore für die Regensburger, die im neuen Jahr auch nach vier Spielen noch ungeschlagen sind.

Spritzig und frech startete der Jahn ins Spiel. Bereits in der vierten Minute hatte Sargis Adamyan eine Riesenchance, scheiterte aber am Heidenheimer Torwart Kevin Müller. Adayman war auch weiter voll da. Fast alle Angriffe der Regensburger liefen über ihn. Mit seinen feinen Tricks bereitete er den Heidenheimer Verteidigern immer wieder Probleme.

Zauberschuss in der 34. Minute

Nach einer knappen halben Stunde verlor das bis dahin schön anzuschauende Spiel etwas an Klasse. Beide Mannschaften schienen sich fürs Erste ausgetobt zu haben. Gelungene Kombinationen gab es nun seltener zu sehen, dafür häuften sich die Fehlpässe. Die Strafräume wurden von den Abwehrspielern gut abgeschirmt, im Mittelfeld wurden um jeden Zentimeter Raumgewinn hart gekämpft.

Die Regensburger Spieler in der Einzelkritik:

Jahn gegen Heidenheim - die Einzelkritik

Doch letztlich war dies nur die Ruhe vor dem Sturm: In der 34. Minute packte Jann George auf einmal einen Zauberschuss aus. Aus schwierigem Winkel schlenzte er den Ball technisch anspruchsvoll zum 1:0 für den Jahn ins Tor. Allerdings stand George zuvor im Abseits, was von den Schiedsrichtern aber nicht abgepfiffen wurde. Nach der Partie räumte der Regensburger Flügelstürmer dann ehrlich ein, dass er einfach mal draufgehalten habe. Dass der Ball am Ende so perfekt einschlug, sei auch etwas Glück gewesen.

Mit dem knappen Vorsprung für die Regensburger ging es in die Pause. Diese Führung war übrigens verdient: Der Jahn hatte einfach deutlich mehr probiert, um ein Tor zu erzielen – und war dafür belohnt worden.

Erste Torchancen für Heidenheim

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Spiel wenig. Meist wogte das Geschehen im Mittelfeld hin und her. Die Heidenheimer verbuchten durch zwei Fernschüsse nun aber zumindest ihre ersten Torchancen überhaupt. So richtig aus der Ruhe konnte die Gäste die Regensburger Abwehr aber weiter nicht bringen. Auch ihr Top-Scorer Marc Schnatterer fiel nur selten auf.

Stimmen zum Spiel:

  • Philipp Pentke:

    „Wir wissen schon, dass wir jedes Wochenende viel investieren müssen, es ist absolut kein Selbstläufer. Die letzten Spiele waren alle eng, wir hatten da auch das Glück auf unserer Seite. Das ist aber auch das Glück des Tüchtigen. In der Defensive ist unser Plan heute zu hundert Prozent aufgegangen. Wir wollen die jetzige Situation nun einfach so lange wie möglich behalten, damit wir unserem großen Ziel, dem Klassenerhalt, näher kommen.“

  • Andy Geipl:

    „Es ist einfach ein guter Lauf. Wir schauen aber nur von Spiel zu Spiel, das haben wir schon oft genug gesagt. Das 1:0 kurz vor der Halbzeit hat uns gut hineingepasst. In der zweiten Halbzeit haben wir gewusst, dass sie kommen werden und dass wir da dagegenhalten müssen. Das haben wir gemacht.“

  • Jann George (zu seinem Tor):

    „Auf dem Spielfeld weiß man immer noch nicht so genau, ob es Abseits ist. Als der Ball auf mich zukommt, habe ich nur gedacht: Jetzt musst du ihn irgendwie nehmen. Entweder fliegt er ins Tor oder in den zweiten Stock. Man sieht das Tor, man sieht den Ball, man denkt: einfach drauf. Hab ihn dann gar nicht sauber erwischt. War vielleicht auch ein Vorteil, weil der Torwart dadurch auch gar nicht genau wusste, wie der Ball auf ihn zukommt.“

  • „Wir spielen eine gute Rolle in jedem Spiel und haben dann auch das nötige Glück, dass die Dinger reingehen.“

  • Frank Schmidt (Trainer des 1. FC Heidenheim):

    „Man muss den Sieg der Regensburger neidlos anerkennen, das war absolut verdient. Regensburg hat sehr schnell gespielt, war leidenschaftlich. Wir sind heute eigentlich von Anfang bis Ende der Musik hinterhergerannt. Wir haben das als Mannschaft nicht gut gemacht.

  • Zum Abseits beim ersten Tor:

    „Das hat das Spiel natürlich in eine Richtung gelenkt. Wir sind aber gut beraten, auf uns selber zu schauen. Wir haben heute einen Ausrutscher-Tag gehabt. Müssen schauen, dass uns das so schnell nicht wieder passiert.“

  • Achim Beierlorzer (Trainer des SSV Jahn):

    „Wir waren präsent, wir waren richtig willig heute, dieses Spiel zu gewinnen. Die Art und Weise wie die Mannschaft momentan unterwegs ist, erfreut mich von Spiel zu Spiel. So wie wir 2017 aufgehört haben, haben wir 2018 weitergemacht. Wir werden aber keinen Deut daran ändern, dass unser Saisonziel 40 Punkte und der Klassenerhalt heißt. Wir dürfen auch keinen Deut weniger investieren.“

  • Zur Erfolgsserie seiner Mannschaft:

    „Man ist immer so gut, wie man sich gerade präsentiert. Wenn ich das jetzt momentan sehe, dann sind unsere Spieler einfach bereit, die nächsten Schritte in ihrem Weg zu gehen, aber auch hinsichtlich des Weges unseres Vereins. Jeder gibt alles, versucht seine Grenzen zu verschieben. Als Mannschaft funktionieren wir momentan sehr gut.“

Zwanzig Minuten vor dem Ende hätte dann Marc Lais mit einem spektakulären Fallrückzieher beinahe das zweite Tor für den Jahn erzielt, der Ball flog aber knapp über die Latte. Kurz danach waren die Regensburger dann einen Mann mehr auf dem Platz, da Heidenheims Kevin Kraus die gelb-rote Karte sah.

Zehn Minuten vor Schluss konnte Jahn-Kapitän Marco Grüttner zunächst eine große Konterchance nicht nutzen, machte es kurz vorm Abpfiff dann aber besser. Nachdem er zum 2:0 abgestaubt hatte, war das Spiel endgültig entschieden. Durch den Sieg rücken die Regensburger in der Tabelle weiter vor und stehen vorerst – vier Spiele der 2. Liga werden am Sonntag und Montag noch ausgetragen - sensationell auf dem fünften Platz.

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