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Niederlage

Aiglsbach wirft den Jahn aus dem Pokal

Blamage für den SSV Jahn Regensburg im Toto-Pokal: Der Drittligist unterliegt beim Bezirksligisten nach Elfmeterschießen.
Von Felix Kronawitter, MZ

Jahn-Stürmer Markus Ziereis (rechts, hier gegen Andreas Schweiger) schien den SSV Jahn früh auf die Siegerstraße zu bringen. Doch sein 1:0 war am Ende nicht genug.
Jahn-Stürmer Markus Ziereis (rechts, hier gegen Andreas Schweiger) schien den SSV Jahn früh auf die Siegerstraße zu bringen. Doch sein 1:0 war am Ende nicht genug.Foto: Andreas Webel

Aiglsbach.Der TV Aiglsbach hat in der zweiten Runde des Bayerischen Toto-Pokals für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Bezirksligist aus dem Landkreis Kelheim setzte sich mit 5:4 (2:2, 0:2) nach Elfmeterschießen gegen den SSV Jahn Regensburg durch. Drei Tage nach dem packenden Pokalkrimi gegen Hertha BSC haben die Oberpfälzer vor rund 1200 Zuschauern den nächsten Elfmeterkrimi verloren. Peter Gaydarov war aus dem Häuschen: „So ein Erlebnis gibt es nur einmal“, sagte der TVA-Trainer. Beim SSV Jahn dagegen war man fassungslos. „Das ist eine Blamage“, stellte Geschäftsführer Christian Keller fest.

„Ich werde komplett durchtauschen“, hatte Trainer Heiko Herrlich vor der Partie bereits angekündigt. Und so durften nach dem Pokalauftritt gegen Berlin elf frische Kräfte von Beginn an Spielpraxis sammeln – darunter der Mann, der mit seinen 19 Treffern in der vergangenen Saison großen Anteil daran hatte, dass der Jahn den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga schaffte: Markus Ziereis. Eine Schambeinentzündung verhinderte bisher einen Ligaeinsatz des Goalgetters in dieser Spielzeit. Die Verletzung scheint auskuriert, nach wochenlanger Zwangspause meldet sich der Angreifer zurück. In der Offensive kann Herrlich somit künftig wieder aus dem Vollen schöpfen. Neben Neuzugang Marco Grüttner und Jann George, die gar nicht erst mitreisten nach Aiglsbach, steht dem Jahn-Coach mit Ziereis nun wieder ein weiterer torhungriger Spieler zur Verfügung.

Und seine Torjägerqualitäten stellte Ziereis, der am Freitag seinen 24. Geburtstag feiert, gegen den Tabellenfünften der Bezirksliga Niederbayern West einmal mehr unter Beweis. Seinen Torriecher hat der Goalgetter nicht verloren: In der 8. Minute war der Regensburger gleich zur Stelle und brachte den Jahn in Führung.

Herrlich sprach vor der Partie noch von „kleinen Hürden“

Nur wenige Minuten später hatten die Anhänger des TVA schon zum Torjubel angesetzt. Nach einem Freistoß köpfte Manfred Gröber den Ball ins Netz – doch Schiedsrichter Lothar Ostheimer entschied auf Abseits.

„Diese kleinen Hürden muss man nehmen“, wusste Herrlich vor der Partie. Den Bezirksligisten nahmen die Regensburger nicht auf die leichte Schulter. Denn der Drittligist wollte sich auch in der nächsten Saison auf der großen Bühne im DFB-Pokal präsentieren. Neben den vier besten Mannschaften der 3. Liga erhält der Gewinner des Verbandspokals ein Ticket für die erste Hauptrunde. Der Klub aus dem Landkreis Kelheim aber hielt wacker dagegen. Die Regensburger hatten am Sonntag gegen Hertha ihr großes Higlight, der Siebtligist am Mittwochabend sein Spiel des Jahres gegen die Herrlich-Elf.

Die neu zusammengestellte Jahn-Elf brauchte Anlauf, um in Schwung zu kommen. Nach einem strammen Schuss von Haris Hyseni, der in der Offensive zusammen mit Ziereis wirbelte, musste TVA-Keeper Thomas Attenhauser erneut hinter sich greifen (22.).

In der Jahn-Defensive liefen die wiedergenesenen Thomas Paulus und Robin Urban auf. Für Gaydarovs Team gab es da kein Durchkommen – in der ersten Halbzeit. Denn nach Wiederanpfiff brandete großer Jubel auf. Julian Kügel verwandelte zum 1:2 (47.). Der Jahn verpasste es bei zahlreichen Torchancen den Deckel draufzumachen. Der TV Aiglsbach, der in der ersten Runde den Landesligisten TSV Kareth-Lappersdorf rausgekegelt hatte, witterte seine Chance. Jetzt wackelte der Drittligist. Jahn-Coach Herrlich reagierte und brachte mit Andreas Geipl einen frischen Mann, der im Zentrum dicht machen sollte. Doch Manfred Gröber traf zwei Minuten vor Schluss zum umjubelten 2:2. Im Elfmeterschießen avancierte Torhüter Attenhauser zum großen Matchwinner. Der Keeper parierte gegen Patrik Dzalto und gegen Thomas Paulus und machte die Pokalsensation perfekt.

Die Facebook-live-Analyse unseres Sportreporters Felix Kronawitter sehen Sie hier:

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