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Fussball

Albers lässt den Jahn jubeln

Die Regensburger melden sich nach einem Rückstand im hohen Norden zurück. Kurz vor Schluss schlägt der Joker zu.
von Felix Kronawitter

Der Jahn kann in Kiel doch noch gewinnen. Foto: Bockwoldt/dpa
Der Jahn kann in Kiel doch noch gewinnen. Foto: Bockwoldt/dpa

Kiel.Der SSV Jahn Regensburg hat seinen „Kiel-Fluch“ besiegt. Die Oberpfälzer meldeten sich im hohen Norden nach einem Rückstand zurück und feierten am Sonntagnachmittag einen 2:1 (1:1)-Auswärtssieg.

Makana Baku hatte Kiel in der 16. Minute in Führung gebracht, Jann George hatte aber die passende Antwort parat (30.) In einer ereignisarmen zweiten Halbzeit hielten beide Hintermannschaften lange dicht – bis zur Schlussphase. In der 87. Minute nutzte Andreas Albers einen Patzer der Gastgeber und brachte den Jahn auf die Siegerstraße.

Weil Sebastian Stolze wegen muskulären Problemen nicht einsatzbereit war, war Selimbegovic gezwungen, seine Startformation nach dem 2:2 gegen den Hamburger SV auf einer Position umzubauen. Erik Wekesser rückte für den Offensivmann ins Team. Und Wekesser war es auch, der sich nach fünf Minuten als Erster gefährlich dem Kieler Tor näherte. Er bediente Federico Palacios, dessen Schuss noch abgeblockt wurde.

Correia klärt auf der Linie

Vier Minuten später hatten die Regensburger aber mächtig Glück, keinen Gegentreffer zu kassieren. Marcel Correia klärte gegen Alexander Mühling auf der Torlinie. Die Partie nahm nun langsam Fahrt auf. Kiels Keeper Ioannis Gelios war bei einem Freistoß von Max Besuschkow auf der Hut (13.). „Wenn man sie spielen lässt, können sie richtig gut kicken. Da müssen wir aufpassen“, hatte Jahn-Coach Selimbegovic vor der Partie noch gewarnt. Und dass sie ganz gut mit dem Ball umgehen können, zeigten die Gastgeber dann immer mehr. Während Kiels David Atanga in aussichtsreicher Position noch Standprobleme hatte, machte es Baku besser. Die Jahn-Hintermannschaft präsentierte sich unsortiert. Der Kieler zog ab – Jae-Sung Lee fälschte zum 1:0 ab (16.).

„Das, was wir gegen Hamburg abgerufen haben, müssen wir immer abrufen, denn die anderen Gegner sind nicht viel schlechter“, hatte Selimbegovic vor der Partie gefordert. Seine Mannschaft versuchte, sich vom Gegentreffer nicht beeinflussen zu lassen. Chima Okoroji startete einen ersten Ausflug. In der Mitte fand der Linksverteidiger aber keinen Abnehmer (26.). Mit einem kuriosen Treffer feierten die Regensburger den Ausgleich. George flankte auf Marco Grüttner. Der Jahn-Kapitän streckte sich vergeblich, irritierte dabei Kiels Keeper Gelios so, dass der nur bedröppelt mitansehen konnte, wie der Ball dennoch in seinem Tor landete (30.). Der Ausgleich gab den Regensburgern Rückenwind. Bis zur Pause hielten beide Hintermannschaften aber dicht.

Knipping feiert Debüt

Der bereits verwarnte Benedikt Saller blieb in der Kabine. Tim Knipping feierte dafür sein Debüt beim SSV Jahn. Der Neuzugang rückte neben Correia in die Innenverteidigung. Nachreiner gab den Rechtsverteidiger. In der zweiten Halbzeit brauchten die Zuschauer etwas Geduld, bis ihnen die Akteure auf dem Platz mal wieder eine aussichtsreiche Torchance kredenzten. Beide Mannschaften taten sich schwer, vorne Akzente zu setzen. Nach einer Stunde war der Arbeitstag von Wekesser beendet. Selimbegovic erhoffte sich mit der Einwechslung von Andreas Albers nochmal mehr Schwung für die Offensive. Und in der 64. Minute war der Däne nach Vorarbeit von George gleich zur Stelle. Aus aussichtsreicher Position verzog er aber. Eine dicke Chance! Danach nahm Kiel immer mehr Fahrt auf. Doch die Regensburger hielten wacker dagegen. In der 75. Minute klärte Okoroji in höchster Not. Auch Lee fand kein Durchkommen (78.). Nur vier Minuten später war Alexander Meyer richtig gefordert. Den Schuss von Darko Todorovic entschärfte der Jahn-Keeper.

Und dann stach der Joker – wie schon gegen den HSV – wieder zu. Albers nutzte einen Patzer der Kieler und traf zum 2:1 ins Holstein-Tor.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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