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Fussball

Beierlorzer: „Wir sind konkurrenzfähig“

Im MZ-Interview spricht der Jahn-Coach über den Pokalsieg, Ingolstadt und die Transferaktivitäten der Regensburger.
von Luis Münch und Felix Kronawitter, MZ

Ob Achim Beierlorzer (rechts) auch am Sonntag auf Marvin Knoll setzen kann, der gegen Darmstadt verletzt raus musste, ist noch offen. Foto: Nickl
Ob Achim Beierlorzer (rechts) auch am Sonntag auf Marvin Knoll setzen kann, der gegen Darmstadt verletzt raus musste, ist noch offen. Foto: Nickl

Regensburg. Am Sonntag werden die Partien der zweiten DFB-Pokal-Runde ausgelost. Haben Sie einen Wunschgegner?

Nein, habe ich nicht. Natürlich werde ich jetzt immer gefragt: „1. FC Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth oder RB Leipzig – wen hätten Sie lieber?“ Wir nehmen das, was wir kriegen.

Wissen Sie überhaupt, dass Sie am Samstag Historisches vollbracht haben in Regensburg? Wenn man sich die Pokalhistorie des SSV Jahn anschaut, war die bisher nicht ganz so glanzreich.

Mein Sohn hat mich darauf hingewiesen, dass es dem Jahn seit 2003 nicht mehr gelungen ist, in die zweite Runde vorzudringen. Insofern haben wir gegen Darmstadt etwas tolles erreicht, aber das wichtigste an diesem Spiel war der Sieg gegen einen Ligakonkurrenten. Für unser Selbstbewusstsein, für den Glauben an die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, für das Ankommen in der 2. Liga, war das enorm wichtig. Die Fragen, die im Raum standen, sind beantwortet. Wir haben gezeigt, dass wir definitiv konkurrenzfähig sind.

Bei Andy Geipl haben gegen Darmstadt ein wenig die Nerven geflattert am Elfmeterpunkt. Marc Lais hat es dann besser gemacht. Wer tritt künftig bei Strafstößen an?

Ich möchte gar nicht einen fixen Elfmeterschützen bestimmen. Denn der Spielverlauf ist immer mitentscheidend, wie sich der jeweilige Spieler fühlt. Andy Geipl hat gegen Darmstadt die Verantwortung übernommen. Man kann nicht jeden Elfmeter reinschießen. Dass er beim nächsten Mal Marc Lais, der seinen Elfer souverän verwandelt hat, den Vorrang gibt, ist durchaus denkbar.

Klicken Sie sich durch die bisherigen Stationen von Achim Beierlorzer:

Nach dem ersten Sieg im dritten Pflichtspiel fährt der Jahn jetzt mit breiter Brust zum Derby nach Ingolstadt, oder?

Auf jeden Fall. Aber auch mit Respekt, denn Ingolstadt hat eine sehr gute Mannschaft mit hervorragenden Einzelspielern. Das wird eine schwere Aufgabe.

Auch ihr kommender Gegner wartet noch auf die ersten Punkte in der 2. Liga. Wo hakt es noch in Ingolstadt?

Die Schwierigkeit bei Ingolstadt ist sicherlich auch, dass sie im letzten Jahr in der Bundesliga ganz anders agieren mussten, als sie es jetzt in der 2. Liga müssen. Jetzt müssen sie das Spiel machen, jetzt sagt man: Das ist ein Bundesliga-Absteiger, der soll mal. In der Bundesliga war das genau umgekehrt. Da war Ingolstadt die Mannschaft, die überraschen konnte, jetzt kann jeder gegen Ingolstadt überraschen.

Bis zum 31. August ist das Transferfenster noch geöffnet. Schlägt der SSV Jahn noch mal zu?

Wir suchen weiter auf der Stürmerposition und eventuell auch im offensiven Mittelfeld nach Verstärkung. Wir sind in guten Gesprächen mit dem einen oder anderen Spieler.

Und so schaut der aktuelle Jahn-Kader aus:

Ist da auch ein Kandidat mit dabei, der schon Zweitliga-Erfahrung vorweisen kann?

Ja.

Mit Albion Vrenezi ist nach den Vertragsquerelen ja quasi ein gefühlter Neuzugang dazugekommen. Ist das ein Mann, der in die Startelf drängt?

Ja, er ist ein möglicher Kandidat. Er muss auf seine Chance warten, auch weil er wegen der Vertragssituation was Spielpraxis anbelangt seit Saisonbeginn völlig außen vor war. Jann George und Joshua Mees sind deshalb ein Stück weit voraus. Auch die anderen, die auf der Position einsetzbar sind, wie Sebastian Stolze oder Sargis Adayman, der sich jetzt in der Stürmerposition eine sehr gute Ausgangssituation erarbeitet hat, konnten punkten. Albion muss einfach geduldig sein und seine Leistung im Training bringen, damit er mehr als eine Alternative ist.

Hinter den Kulissen brodelt es derzeit gewaltig. Ist der Zoff zwischen Vereinsspitze und Investor auch teamintern ein Thema?

Wir wissen, dass der Investor keinen Einfluss auf das tägliche Geschäft beim Jahn hat. Insofern ist das kein Thema, das uns direkt betrifft. Ich habe diese Konstellation erklärt bekommen, und fühle mich umfassend informiert. Ich verfolge die Berichterstattung deshalb seither nicht mehr im Detail. Als Trainer des SSV Jahn Regensburg muss meine Konzentration ganz einfach auch auf anderen Dingen liegen.

Fan-Aktion: Auf Facebook startete unser Medienhaus am vergangenen Sonntag einen ganz besonderen Aufruf. Denn da waren die Jahn-Fans mal an der Reihe. „Was wollt ihr schon immer mal von Jahn-Trainer Achim Beierlorzer wissen?“ Die User lieferten fleißig Anregungen. Nach dem Vormittagstraining am Mittwoch stand der Coach des Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz dann Rede und Antwort.

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