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Fussball

Beinharter Konkurrenzkampf beim SSV Jahn

Der Regensburger Zweitligist steigt mit 28 Spielern wieder ins Training ein. Schon die Testspiele sind ein Gradmesser.
Von Heinz Gläser

Der Eindruck täuscht: Lockeres Auslaufen stand für die Jahn-Spieler (vorne rechts Oliver Hein und Marco Grüttner) nur phasenweise auf dem Programm. Ansonsten war der Trainingsauftakt geprägt von einer intensiven Einheit auf dem Rasen. Foto: Postl
Der Eindruck täuscht: Lockeres Auslaufen stand für die Jahn-Spieler (vorne rechts Oliver Hein und Marco Grüttner) nur phasenweise auf dem Programm. Ansonsten war der Trainingsauftakt geprägt von einer intensiven Einheit auf dem Rasen. Foto: Postl

Regensburg.Gleich zwei Spieler, Jann George und Sebastian Freis, haben während der gerade mal 16-tägigen Winterpause geheiratet. Torwarttrainer Kristian Barbuscak freut sich über Nachwuchs. Julian Derstroff feierte am Samstag seinen 27. Geburtstag und empfing am Montag die Glückwünsche seiner Teamkollegen. Trainer Achim Beierlorzer entspannte an Weihnachten im Familienkreis und genoss anschließend mit seiner Frau „ein paar Tage in der Sonne“. Sportchef Christian Keller und Kapitän Marco Grüttner nutzten die knapp bemessene freie Zeit zu Stippvisiten daheim im Badischen bzw. Schwäbischen.

Seit Montagvormittag ist die relativ beschauliche Zeit beim SSV Jahn schon wieder Vergangenheit. Mit einer gut zweistündigen Trainingseinheit läuteten Beierlozer und sein Stab die Vorbereitung auf die 16 restlichen Spieltage der 2. Fußball-Bundesliga ein. Es war ein intensiver Auftakt nach Maß. 25 Feldspieler und drei Torhüter versammelte der Coach um sich, alle Akteure sind fit und einsatzbereit. Damit steht auch fest, was die Trainingseinheiten und die voraussichtlich vier Testpartien bis zum Punktspielstart am 30. Januar zu Hause gegen den SC Paderborn prägen wird. Beim Jahn herrscht ab sofort verschärfter Konkurrenzkampf. „Jeder muss sich so präsentieren, dass er sich bereits für Einsätze in den Testspielen empfiehlt“, beschrieb Beierlorzer das Anforderungsprofil. Und Keller ergänzte mit Blick auf die bisherige Ausbeute von 26 Punkten und Platz neun: „Selbstzufriedenheit wäre tödlich. Deswegen ist es ja so wichtig, dass wir einen riesigen Konkurrenzkampf im Kader haben.“

Neuzugänge sind angesichts der aktuellen Personalsituation nicht geplant, sofern sich kein Akteur in der Vorbereitung schwerwiegend verletzt.

Lieber zu Hause

Auf ein Trainingslager in südlichen Gefilden haben die Regensburger wegen der Reisestrapazen und möglicher Akklimatisierungsprobleme erneut verzichtet. „Es ist unsere Grundüberzeugung, unter Bedingungen zu trainieren, unter denen wir anschließend auch spielen“, unterstrich Keller. Der Hybridplatz am Kaulbachweg wirkte zwar nach der ersten Einheit ein wenig lädiert. Aber immerhin war im Gegensatz zu den Vorjahren zum Auftakt Training auf Rasen möglich.

Jahn

Sven Kopp verlässt den SSV Jahn

Der Oberpfälzer war seit 2014 für die Jahn-Elf aufgelaufen. Nun wechselt er zur SpVgg Bayreuth in die Regionalliga Bayern.

Der scheinbar sichere Platz im Tabellenmittelfeld soll nicht als sanftes Ruhekissen missinterpretiert werden. „Wenn wir weiterhin die Intensität in unserem Spiel abrufen, bin ich überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen. Kein einziger Spieler wird locker lassen“, versprach Beierlorzer und fügte hinzu: „Wir werden auch darauf achten, dass das nicht passiert.“

Das Jahn-Ziel bleibt das frühe Erreichen der 40 Punkte-Marke. Kapitän Grüttner, der sich ebenso wie Andy Geipl beim Trainingsauftakt in kurzen Hosen besonders winterfest präsentierte, gab sich kämpferisch: „Alle sind heiß, dass es jetzt wieder losgeht. Wer uns kennt, der weiß, dass wir als Mannschaft alles geben werden. Schließlich stehen auch noch einige Highlight-Spiele wie gegen den HSV auf dem Programm.“ Ein persönliches Ziel setzt sich der Routinier, dem bislang acht Saisontore gelangen, derweil nicht: „Verletzungsfrei zu bleiben steht im Vordergrund. Klar will man als Stürmer immer zweistellig treffen, aber je älter du wirst, desto weniger gibst du dir persönliche Marken vor.“

Mögliche Alternative

Ähnlich wie Olli Hein meldet sich mit Sebastian Nachreiner ein weiterer Langzeitverletzer zurück und kann in der Restrückrunde noch eine wichtige personelle Alternative darstellen. „Ein paar Prozent Fitness und Spritzigkeit“ fehlten noch, gab der 30-Jährige zu. Das Manko lasse sich aber in der Vorbereitung beheben. Er wolle „nichts überstürzen“, sagte Nachreiner, schob aber hinterher: „Natürlich will jeder Fußballer so viel wie möglich spielen.“

Der Testspielreigen wird am Samstag (14 Uhr) mit der Partie gegen den FC Liefering eröffnet. Der Austragungsort ist ebenso wie bei den weiteren Spielen gegen die Drittligisten Großaspach und Würzburg noch offen. Ein weiterer Test ist in Planung.

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