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Fussball

Choreo der Fans rührt Hein zu Tränen

Der Regensburger feiert gegen St. Pauli sein Comeback – ein sehr emotionales, dank einer Aktion der Jahn-Anhänger.
von Felix Kronawitter und Thomas Gottschling

Oliver Hein feierte gegen St. Pauli sein Comeback. Foto: Nickl
Oliver Hein feierte gegen St. Pauli sein Comeback. Foto: Nickl

Regensburg. Beim 3:1-Sieg gegen St. Pauli feierten die Fans ihren Liebling Oliver Hein. Vor dem Anpfiff präsentierten die Jahn-Anhänger auf der Hans-Jakob-Tribüne Transparente: „Egal ob Liga zwei oder vier – einer blieb immer hier. Danke, Oliver Hein! Willkommen zurück!“.

Die Choreographie der Jahn-Fans beeindruckte Oliver Hein. Foto: Mathias Wagner
Die Choreographie der Jahn-Fans beeindruckte Oliver Hein. Foto: Mathias Wagner

Zudem gab es ein Riesen-Plakat mit dem Konterfei des Jahn-Urgesteins, das unter dem großen Jubel in den letzten Minuten ran durfte und nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte. „ Ich muss schon sagen, ich hab schon ein paar Tränen in den Augen gehabt, wie wir rausmaschiert sind. Ich hab mit dem überhaupt nicht gerechnet“, sagte der Regensburger Defensivmann und fügte in gewohnt bescheidener Manier hinzu: „Es ist mir irgendwie auch ein bisschen unangenehm, weil ja doch die Mannschaft irgendwie im Fokus stehen soll. Nichtsdestotrotz freut es mich unheimlich. Die Höhen und Tiefen, die wir da durchgegangen sind, da erinnert man sich wieder dran.“

„Ich hab schon ein paar Tränen in den Augen gehabt, wie wir rausmaschiert sind.“

Oliver Hein

Es sei ein unbeschreibliches Gefühl gewesen, endlich wieder auf dem Platz zu stehen. „Ich wollte das Spiel einfach nur genießen, weil mein letzter Einsatz schon so lange her war. Über 400 Tage“, erzählte Hein, der sich nach Schlusspfiff zusammen mit seinen Teamkollegen gebührend feiern ließ vom Publikum.

Stimmen zum Jahn-Sieg gegen St. Pauli

  • Alexander Nandzik:

    (zur Situation bei der Gelben und Roten Karte): „Also mein Gegenspieler, der mich geschubst hat, der hat Gelb bekommen. Den Rest kann ich nicht beurteilen, das hab ich nicht gesehen. Ich hab nur gehört, dass der Allagui einen an den Hals gepackt hat. Aber ob das stimmt, kann ich nicht sagen.“

  • André Weis:

    „Die erste Halbzeit haben wir zwar mit 2:0 geführt, aber St. Pauli hatte da schon auch ihre Spielanteile und Chancen. Die rote Karte kurz vor der Halbzeit hat uns dann gewissermaßen in die Karten gespielt. Das 3:0 nach der Pause war dann natürlich überragend, da hatten wir gedacht, wir hätten den Zahn gezogen. Aber man auch gesehen, gegen zehn Mann ist es dann noch schwer, das Spiel zu Ende zu bringen. Dann kam das 3:1 und dann wars ganz gut, dass Pauli sich noch selbst geschwächt hat“

  • Oliver Hein:

    (zu seinen Emotionen nach der Choreo und seinem Einsatz): „Schwer zu beschreiben, weil da die Emotionen doch wieder hochkommen. Ich muss schon sagen, ich hab schon ein paar Tränen in den Augen gehabt, wie wir rausmaschiert sind. Ich hab mit dem überhaupt nicht gerechnet. Es ist mir irgendwie auch ein bisschen unangenehm, weil ja doch die Mannschaft irgendwie im Fokus stehen soll und dass dann ein Spieler rausgepickt wird, ist mir dann doch etwas unangenehm. Nichtsdestotrotz freut es mich unheimlich. Die Höhen und Tiefen, die wir da durchgegangen sind, da erinnert man sich wieder dran.“

  • (ob er nervös war bei seinen ersten Metern wieder auf dem Platz): „In meinem Fall war’s einfach so, dass ich das Spiel einfach nur genießen wollte, weils einfach schon so lange her war. Über 400 Tage wenn ich zurück blickt. Auch wenn man auf der Tribüne sitzt, fiebert man ja immer mit und versucht auch in solchen Zeiten immer das Beste für die Mannschaft zu tun. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl wieder auf dem Platz zu stehen.“

  • „Wir waren heute sehr gut vorbereitet, wie es in jedem Spiel der Fall ist. Wie man schon vorhergesagt haben: Wir wollen immer an unsere Leistungsgrenze gehen und das Optimum abrufen. Das ist uns heute auch wieder gelungen. Wenn wir wirklich 90 Minuten an unsere Leistungsgrenze kommen, dann sind wir eine sehr unangenehme Mannschaft. Das hat St. Pauli auch heute zu spüren bekommen. Genauso mit der Einstellung werden wir auch die letzten Spiele anpacken und dann schauen wir was rauskommt.“ „Wir sind keine Hellseher, wir wissen nicht was am Ende der Saison rausspringt. Wir werden einfach die Spiele genießen so wie heute.“

  • Marco Grüttner:

    „Verdienter Sieg heute, das würde ich sagen. Vor allem aufgrund der ersten Halbzeit. Da haben wir souverän gespielt und zur rechten Zeit die Tore gemacht und in der zweiten Halbzeit haben wir’s dann clever runtergespielt, weil Pauli dann ja auch nichts mehr wollte. Da haben wir uns dann etwas Kräfte gespart bei dem Wetter.“ „Man weiß ja wie schwer es bei so einem Wetter ist und der Gegner lässt den Ball laufen. Von dem her haben wir das heute echt super gemacht.“

  • „Wir brauchen heute nicht über den Schiedsrichter zu diskutieren. Wir haben heute gewonnen, das zählt.“ „Zu den zwei roten Karten: Ich glaub die erste war klar, das sieht man, der packt mich am Hals und im Gesicht. Der Linienrichter hat das gesehen und dann ist es eine rote Karte. Die zweite, weiß ich nicht, wenn er da vorher schon Foul pfeift. Die Folgeaktion hat er dann halt nochmal gewertet. Das war halt mit offener Sohle.“ (wie groß die Lust ist, die drei oben in der Tabelle noch zu ärgern): „Die ist sehr groß. Aber jetzt kommt Duisburg. Schweres Spiel, aber wir wollen auch da gewinnen, dass wir dann im Fall eines Ausrutschers dann da sind. Wir wissen einfach, dass die Mannschaften da oben zurecht da stehen und auch bockstark sind. Wir wollen einfach so lange wie möglich da dran bleiben.“

  • Andreas Geipl:

    (ob es ein Unterschied, wenn man an seinem Geburtstag auf dem Platz steht): „Ein bisschen was anderes ist es schon, aber im Endeffekt ist es das Gleiche, bloß dass man ein Jahr älter ist. Aber das merkt man auf dem Platz noch nicht. Heute hab ichs nicht gemerkt.“ „In der ersten Halbzeit waren wir richtig kaltschnäuzig vor dem Tor. Da waren wir eiskalt. Die Chancen, die wir gehabt haben, haben wir reingemacht. Das ist uns zugute gekommen, vor allem bei dem Wetter. Es war schon brutal warm. Das hat man dann an den letzten 20 Minuten gesehen, dass wir nur noch auf Ballbesitz gespielt haben und St. Pauli gar nicht mehr raugerückt ist. Letzten Endes war der Sieg schon verdient.“

  • „Bei der zweiten roten Karte geht er mit gestrecktem Fuß rein, die kann man geben.“ „Der Schiedsrichter hat halt seine Linie durchgefahren, von dem her kann man dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen.“ „Wir haben 47 Punkte, wir können rechnerisch nicht mehr absteigen. Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel was geht. Wir können jetzt befreit aufspielen.“

  • Philipp Ziereis:

    (ob er schonmal in der Continental-Arena war): „Nur als Zuschauer. Die Stimmung heute war super für den Jahn, für uns im Moment ist es gerade bitter. Für mich ist es natürlich schön mal wieder nach 5 Jahren zurück zu kommen. Aber das hab ich mir natürlich auch anders vorgestellt.“

  • „Ich muss sagen der Jahn spielt eine überragende Saison. Ich gönn’s dem ganzen Verein, dem ganzen Umfeld, weil ich weiß wie schwer die Jahre davor waren und ich sehe was die Jungs einfach leisten und auch verdient da oben stehen. Schön für mich zurück zu kehren, aber ich hab mir natürlich einen anderen Ausgang gewünscht.“ „Letztendlich verdiente Niederlage, wenn man 2 rote Karten bekommt und mit 8 Mann nur noch verwalten kannst, dass es nicht noch höher ausgeht. Ich denke, dass wir ganz gut angefangen haben und ganz gut drin waren. Wir haben uns Chancen erspielt und dann natürlich zwei richtig dumme Gegentore bekommen, das bricht dir dann das Genick. Da kommst du dann aus der Halbzeit raus, dann bekommst du direkt das 3:0. Dann war’s natürlich auch schwierig, obwohl wir sofort wieder zurückgekommen sind. Spätestens nach der zweiten roten Karte war’s dann eigentlich tot.“

  • „Die zweite rote Karte war für mich keine, weil klar davor ein Foul ist und er wird geschubst, springt dann natürlich in den rein, aber es war klar ein Foul vorher an ihm. Wir kriegen ja auch Freistoß.“

Den Spielbericht lesen Sie hier.

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