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Fussball

Der Jahn beseitigt die letzten Zweifel

Die Regensburger imponieren mit einem 2:1-Sieg in Fürth. Der eingewechselte Jann George ist mit zwei Toren der Matchwinner.
Von Heinz Gläser

Die Jahn-Spieler jubeln über den Sieg in Fürth. Foto: Andreas Nickl
Die Jahn-Spieler jubeln über den Sieg in Fürth. Foto: Andreas Nickl

Fürth.Der Klassenerhalt ist nach menschlichem Ermessen endgültig in trockenen Tüchern. Jahn Regensburg kann in den verbleibenden vier Saisonspielen der zweiten Fußball-Bundesliga ganz entspannt ausloten, was nach oben in der Tabelle noch möglich ist. Das Team von Coach Achim Beierlorzer siegte am Freitag bei der SpVgg Greuther Fürth nach einer kämpferisch starken Leistung mit 2:1 (0:0) und hat nun als Aufsteiger 44 Punkte gesammelt. Vor 11 105 Zuschauern im Sportpark Ronhof traf der eingewechselte Jann George (48. und 84. Minute) doppelt. Fürth gelang nur noch der Anschluss durch ein Eigentor von Alexander Nandzik (87.) Die Mittelfranken stecken weiterhin im Abstiegskampf.

„Es war ein brutal intensives, rassiges Spiel. Spielerische Glanzpunkte konnten wir heute nur wenige setzen“, bilanzierte Beierlorzer und fügte hinzu: „Jetzt mache ich einen Haken dran. Der Klassenerhalt ist geschafft – Punkt! Das Navi würde sagen: Sie haben Ihr Ziel erreicht!“

Der Jahn-Trainer hatte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte in der Offensive Joshua Mees und Sebastian Stolze den Vorzug gegeben, George saß zunächst auf der Bank. Im defensiven Mittelfeld kam erwartungsgemäß Andy Geipl für den gelbgesperrten Benedikt Gimber zum Zug. Asger Sörensen bildete mit Marvin Knoll die Jahn-Innenverteidigung.

So sieht es derzeit in der Tabelle aus:

Den ersten Warnschuss in Richtung Regensburger Tor gab in der dritten Minute Sebastian Ernst ab, der aus 16 Metern knapp verzog. Bei nasskaltem Wetter suchte das Jahn-Team oft mit langen Bällen den nach abgesessener Gelbsperre ins Sturmzentrum zurückgekehrten Marco Grüttner. Der Kapitän erfreute sich der besonderen Zuwendung der Fürther Innenverteidiger, dafür kamen in der Anfangsphase andere zum Abschluss. Die Schüsse von Mees und Nandzik waren jeweils abgefälscht und dadurch gefährlich.

Pentke verhindert Rückstand

Der Jahn hatte zunächst ein leichtes Übergewicht. Die größte Chance vor dem Wechsel hatte indes das Kleeblatt, und sie war fein herausgespielt. Khaled Narey legte per Hacke ab auf Fabian Reese. Der Fürther steuerte allein auf Philipp Pentke zu, aber der Jahn-Keeper stellte erneut seine Stärke in Eins-gegen-eins-Situationen unter Beweis.

Beierlorzer musste bereits in der 23. Minute verletzungsbedingt umstellen. Für den angeschlagenen Sörensen kam Markus Palionis. Es nahm einige Minuten in Anspruch, bis sich die Jahn-Abwehr wieder sortiert hatte. Und die Partie wurde durchaus mit harten Bandagen geführt, beide Teams geizten nicht mit körperlichem Einsatz. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte so manche Rudelbildung aufzulösen.

Einzelkritik: Jahn gegen Fürth

Möglichkeiten von Sargis Adamyan und Geipl rundeten aus Regensburger Sicht die erste Hälfte ab. Fürth kam gegen Ende der ersten 45 Minuten noch zweimal gefährlich vor den Jahn-Kasten. Doch zuerst blockte Marvin Knoll einen Drehschuss von Julian Green noch zur Ecke ab, und Nareys Schuss strich knapp am langen Eck vorbei.

Für Stolze, der sich auf dem rechten Flügel kaum in Szene gesetzt hatte, kam nach dem Wechsel George. Und der hatte gleich seinen großen Auftritt. Mees legte zurück an die Strafraumgrenze auf den Ex-Fürther, der mit seinem schwachen linken Fuß abzog und mit einem Flachschuss Torhüter Sascha Burchert überwand. Der Joker stach sofort. Es war das fünfte Saisontor des 25-Jährigen, dem die Fürther Abwehr in dieser Szene großzügig Freiraum gelassen hatte.

Palionis mit starker Vorstellung

Fürth drängte auf den Ausgleich, beim Jahn wurden Entlastungsangriffe spärlicher, die Begegnung wurde zur Abwehrschlacht. Doch auf Pentke war Verlass. Wer erwartet hatte, dass Palionis wegen fehlender Zweitliga-Praxis ein Schwachpunkt sein würde, den belehrte der Litauer eines Besseren.

Beierlorzer brachte Jonas Nietfeld für Adamyan. Beim zweiten Treffer legte Nietfeld erneut von der linken Seite auf, George verlängerte den Ball ins Tor. Nandziks Eigentor entsprang einem Rettungsversuch auf der Torlinie gegen Sercan Sararer.

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