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Der SSV Jahn verspielt ein 2:0

Wie im Hinspiel: Den Regensburgern reichen zwei Tore Vorsprung nicht, weil ein Joker Osnabrück einen Punkt rettet.
Von Claus-Dieter Wotruba

Der Osnabrücker Felix Agu (links) und Jahn-Startelf-Rückkehrer Jann George im Zweikampf: Am Ende schmerzte die Regensburger der verspielte Sieg in Niedersachsen.
Der Osnabrücker Felix Agu (links) und Jahn-Startelf-Rückkehrer Jann George im Zweikampf: Am Ende schmerzte die Regensburger der verspielte Sieg in Niedersachsen. Foto: Friedemann Vogel/dpa

Osnabrück.Auch im vierten Anlauf der Geisterspiele in der 2. Fußball-Bundesliga wurde es nichts mit dem ersten Sieg für den SSV Jahn Regensburg: Über eine Stunde sahen die Oberpfälzer beim VfL Osnabrück in Niedersachsen wie der sichere Sieger aus und mussten sich doch mit dem 36. Saisonpunkt und vierten Unentschieden in Folge zufriedengeben. Weiter geht es jetzt am 6. Juni mit dem Heimspiel gegen Darmstadt 98.

Trainer Mersad Selimbegovic zeigte sich ein „bisschen enttäuscht“, vor allem, weil die Chancen zum 3:0 ungenutzt geblieben waren. „Und dann wäre niemand mehr zurückgekommen. Aber es ist wie es ist. Man kann ja auch sagen, dass wir jetzt vier Spiele ungeschlagen sind.“ Drei Wechsel hatte Selimbegovic für die Startformation ursprünglich vorgenommen. Jann George brachte im vierten Spiel nach dem Neustart am 16. Mai erstmals wieder Spielminuten auf sein Konto und rückte für Erik Wekesser, zuletzt Startelf-Dauergast, ins Team. Dazu bekam mit Tim Knipping der Eigentor-Pechvogel der Nachspielzeit beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (2:2) das Vertrauen in der Innenverteidigung ausgesprochen. Sebastian Nachreiner musste auf die Bank, weil er sich nach Sprunggelenkproblemen nicht hundertprozentig fit gefühlt hatte.

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Für die Bank war auch Benedikt Gimber vorgesehen, für den Andreas Geipl eine der Sechser-Positionen übernahm und das Jahn-Team als Kapitän aufs Feld führte, weil Marco Grüttner erneut auf der Bank saß. Doch weil Marcel Correia nach dem Aufwärmen mit muskulären Problemen passen musste, durfte Gimber doch aufs Feld.

Höhenflug begann am 29. Mai

Dieser 29. Mai war ein gutes Omen: Exakt vor vier Jahren hatten die Oberpfälzer mit einem 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg II ihren beispiellosen Höhenflug begonnen und am 29. Mai 2016 den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert. Und der Start beim nur zwei Zähler schlechter stehenden Konkurrenten Osnabrück gelang bestens: Tim Knippings Kopfball landete an der Latte (5.). Dann hatte Benedikt Saller nach einem weiten Seitenwechsel auf der rechten Seite viel Platz und Zeit, den Ball nach innen zu geben. Weil dort ein Osnabrücker die Chance zu klären verpasste, stand Sebastian Stolze goldrichtig und vollendete ohne Mühe in der 8. Minute zur Jahn-Führung.

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Der SSV Jahn behielt das Geschehen in der Folgezeit gut unter Kontrolle und ließ wenige Osnabrücker Offensivaktionen zu. Es wurde noch besser aus Jahn-Sicht: Als Chima Okoroji einen Freistoß nach innen trat, bekam Schiedsrichter Nicolas Winter aus Köln einen Hinweis, die Situation zu überprüfen – und entschied auf Handspiel von Kevin Wolze und Elfmeter. Max Besuschkow verlud VfL-Keeper Philipp Kühn und verwandelte souverän (37.). Doch Vorsicht: Schon beim 3:3 am 1. November 2019 in Regensburg hatte der Jahn ein 2:0 und 3:1 verspielt – und geriet erneut schnell in Gefahr. Tim Knipping sah für ein Foul im Strafraum Gelb und verursachte einen Foulelfmeter, doch Jahn-Torwart Alexander Meyer parierte gegen Assan Ceesay. Etienne Amenyido setzte den Nachschuss über das Tor (42.).

Wekesser verpasst das 3:0

Mit Wekesser für Charalambos Makridis auf Jahn-Seite galt es in Durchgang zwei, den beschrittenen Weg fortzusetzen. Gefahr der Wende? Lange keine. Im Gegenteil: Wekesser hätte nach einer Stunde frei vor Kühn das 3:0 machen müssen. Dann aber machte es Marco Alvarez, einer von inzwischen vier eingewechselten Osnabrückern, mit seinem zwölften Saisontor wieder spannend (67.) – und glich drei Minuten später sogar aus. Und zum Ende mussten die Regensburger sogar noch um das Remis zittern.

Osnabrück – SSV Jahn 2:2 (0:2)

VfL Osnabrück: Kühn – Heyer, Trapp, Gugganig, Wolze (46. Henning) – Taffertshofer (46. Alvarez), Blacha (65. Ajdini) – Amenyido (65. Klaas), Ouahim, Agu – Ceesay (79. Heider)
SSV Jahn Regensburg: Meyer – Saller, Knipping (74. Heister), Gimber, Okoroji – George (75. Derstroff), Geipl, Besuschkow, Makridis (46. Wekesser) – Albers (75. Grüttner), Stolze (84. Lais)
Schiedsrichter: Nicolas Winter (Hagenbach); Tore: 0:1 Stolze (8.), 0:2 Besuschkow (37./Handelfmeter), 1:2 Alvarez (67.), 2:2 Alvarez (70.)

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