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Fussball

Eine Jahn-Niederlage, die Hoffnung macht

Trotz der bitteren Pleite gibt es einige positive Erkenntnisse aus dem Auftritt der Regensburger bei Fortuna Düsseldorf.
Von Felix Kronawitter, MZ

Die Regensburger um Marvin Knoll (links) und Philipp Pentke boten Fortuna Düsseldorf Paroli. Foto: Eibner
Die Regensburger um Marvin Knoll (links) und Philipp Pentke boten Fortuna Düsseldorf Paroli. Foto: Eibner

Die Punkte bleiben zwar aus, die Leistung stimmt dennoch


„Wir können gegen jede Mannschaft punkten“, hatte Achim Beierlorzer vor der Partie in Düsseldorf gesagt. Das hat bei der Fortuna letztlich nicht geklappt. Dennoch war der Jahn-Trainer nach der 0:1-Niederlage sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Und das zu Recht. Beim Spitzenreiter hätten sich die Oberpfälzer, die sich stark verbessert zeigten nach dem Auftritt gegen Dresden, einen Zähler redlich verdient gehabt. „Es tut weh, dass wir hier keinen Punkt mitgenommen haben“, sagte ein enttäuschter Marvin Knoll. Sein Team habe ein richtig gutes Spiel gemacht und stehe nach einem kuriosen Ping-Pong-Tor mit leeren Händen da. Doch die Regensburger versuchen das Positive mitzunehmen: „Auf dieser Leistung können wir aufbauen“, sagte Knoll mit Blick auf das Spiel am Samstag gegen Braunschweig.

Die Rolle des Underdogs liegt den Regensburgern

Selbst das Spiel zu gestalten zählt in dieser Spielzeit bis dato nicht zu den Kernkompetenzen des Jahn. Wenn die Gastgeber gefordert sind, dann blühten die Regensburger auf fremden Terrain dagegen auf. In Ingolstadt und Heidenheim war das von Erfolg gekrönt. Gegen Düsseldorf am Ende zwar nicht. Der Matchplan gegen die Fortuna ging über weite Strecken dennoch auf. Aus einer kompakten Defensive heraus, wollte der Jahn mit Tempogegenstößen Nadelstiche setzen. Das gelang den Regensburgern durchaus. Aber Andreas Geipl (47.) und Joshua Mees (37./68.) verpassten es, aussichtsreiche Chancen in Tore umzumünzen.

So bewertet die MZ-Redaktion die Leistungen der Regensburger:

Die Jahn-Spieler in der Einzelkritik

Beierlorzer hat Alternativen in der Hinterhand

Wie angekündigt setzte Jahn-Coach Beierlorzer in Düsseldorf auf frisches Personal. Marc Lais, Benedikt Saller und Jonas Nietfeld durften von Beginn an ran – und zeigten, dass sie vielleicht sogar mehr als Alternativen sind. Lais, der für den in die Innenverteidigung zurückbeorderten Knoll an die Seite von Andy Geipl auf die Sechs zurückkehrte, darf sich nach einer guten Leistung durchaus Chancen ausrechnen, auch künftig wieder von Beginn an aufzulaufen. Auch Nietfeld macht Druck auf Sargis Adamyan, der erst zu Beginn des zweiten Durchgangs eingewechselt wurde. Auf der Position des Rechtsverteidigers würde den Regensburgern dagegen etwas mehr Offensivdrang gut zu Gesicht stehen. Saller, der in Düsseldorf Sebastian Nachreiners Posten eingenommen hatte, war bemüht, aber nach vorne zu zaghaft.

Fortuna-Coach Funkel entpuppt sich als Jahn-Fan

Dass der Coach des gegnerischen Teams auf der Pressekonferenz nach dem Spiel einen Großteil seiner Redezeit der Leistung der anderen Mannschaft widmet, ist nicht alltäglich. Friedhelm Funkel geriet am Mittwochabend aber ins Schwärmen. „Die Regensburger haben wirklich richtig gut gespielt.“ Er wisse, dass sich der Jahn nach der Niederlage von dem Lob nichts kaufen könne. „Trotzdem kann man auch aus so einem Spiel positive Dinge ziehen“, macht der Trainerfuchs dem Jahn Mut. Seine Mannschaft habe ein Stück weit glücklich gewonnen. Dass sich die Oberpfälzer nicht schon nach dieser Saison wieder eine Etage tiefer verabschieden, davon geht Funkel fest aus. „Ich habe überhaupt keine Bedenken, dass diese Mannschaft mit diesem Trainer die Klasse hält. Denn das, was dort gearbeitet wird, das muss – und das wird auch belohnt werden. Regensburg wird den Klassenerhalt schaffen.“

Diese Auswärtsfahrten erwarten die Jahn-Fans:

Fans produzieren nicht nur negative Schlagzeilen

Rund 100 Jahn-Fans begleiteten den Regensburger Zweitligisten am Mittwoch auf die 550 Kilometer lange Auswärtsreise nach Düsseldorf. Punkte hatten die Oberpfälzer nach der 0:1-Niederlage allerdings nicht mit im Gepäck. Aber zumindest verdursten mussten die treuen Anhänger nicht – dank einer netten Geste der Gastgeber. Fortuna-Fans und der Arena-Caterer sammelten und spendierten den Jahn-Fans in der Halbzeitpause Altbier aufs Haus.

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