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Fussball

Erfolgsserie des SSV Jahn ist gerissen

Gegen den VfL Bochum gibt es daheim eine knappe Niederlage. Die Regensburger spielen zwar gut, die Gäste machen aber das Tor.
Von Jürgen Scharf

Die Regensburger Spieler stehen nach dem mit 0:1 verlorenen Spiel gegen Bochum enttäuscht auf dem Rasen. Foto: dpa
Die Regensburger Spieler stehen nach dem mit 0:1 verlorenen Spiel gegen Bochum enttäuscht auf dem Rasen. Foto: dpa

Regensburg.Die Erfolgsserie des SSV Jahn in der 2. Liga ist gerissen. Nach fünf Spielen ohne Niederlage zogen die Regensburger am Samstag gegen den VfL Bochum nun den Kürzeren. Vor 7285 Zuschauern in der Continental-Arena erzielte Robbie Kruse bereits in der sechsten Minute das 1:0 für Gäste - und bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schluss.

Jahn-Trainer Achim Beierlorzer schickte dieselbe Startelf ins Rennen, mit der am vergangenen Wochenende in Darmstadt ein Sieg geholt wurde. Benedikt Gimber ersetzte also wieder den verletzten Andy Geipl. Und auch Sargis Adamyan war dabei. Wegen einer Wadenverletzung war sein Einsatz in den vergangenen Tagen noch etwas fraglich gewesen.

Kruse erzielt den entscheidenden Treffer

Adamyan hatte auch die erste Chance für den Jahn. Nach fünf Minuten zirkelte er den Ball mit einem Fallrückzieher aufs Bochumer Tor, zielte dabei aber knapp daneben. Besser machten es die Bochumer bei ihrer ersten Chance. Die spielten im direkten Gegenzug Robbie Kruse frei und der konnte völlig unbedrängt aufs Regensburger Tor zulaufen. Am Ende schloss er souverän zum 1:0 für die Gäste ab (6. Minute).

Danach entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem der Jahn alles versuchte, irgendwie die Kontrolle über die Partie zu bekommen. Mit großem Einsatz kämpfte er sich immer wieder durchs Mittelfeld und spielte sich auch mehrere gute Möglichkeiten heraus, bei denen aber immer der letzte Tick fehlte.

SSV Jahn gegen VfL Bochum - die Bilder

Seltener in der Offensive zeigten sich die Bochumer. Wenn der VfL nach vorne kam, dann wurde es aber richtig gefährlich. Zweimal, in der 16. und 25. Minute, verpassten sie ganz knapp einen weiteren Treffer.

Mit der knappen Führung der Bochumer ging es in die Pause. Der Jahn musste sich eigentlich nicht viel vorwerfen, er hatte alles probiert - mit dem Zwischenergebnis konnte er aber natürlich nicht zufrieden sein.

Für den zweiten Durchgang schickte Beierlorzer mit Jann George, der für Marc Lais kam, einen weiteren Angreifer aufs Feld. Der Jahn schaffte es fortan weitaus besser, die gefährlichen Gegenstöße der Bochumer rechtzeitig zu stoppen. Andererseits fehlte nun aber im eigenen Spiel nach vorne etwas der Schwung. Die Gäste zogen einen dichten Abwehrriegel auf, in dem die Regensburger lange keine Lücke fanden. Es entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem gelungene Angriffe immer seltener zu sehen waren.

Stimmen zum Spiel

  • Philipp Pentke:

    „Bochum ist jetzt kein Fallobst gewesen heute. Da hat ein Spieler mehr Zweitligaspiele als unser ganzer Kader. Wir sind aber weiter in der Bahn und haben jetzt noch ein Heimspiel gegen Bielefeld und wollen uns da die drei Punkte holen.“

  • Seine Vorrundenbilanz:

    „Im Grunde genommen ist die schon positiv. Am Anfang haben wir ein bisschen viel Lehrgeld gezahlt. Da haben wir daran gearbeitet und an uns geglaubt. Wir wussten auch, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen. Die letzten fünf Spiele haben auch gezeigt, dass wir absolut mithalten können.“

  • Marco Grüttner:

    „Wir sind früh kalt erwischt worden und haben dann alles probiert, haben da aber leider das Tor nicht erzielen können. In der zweiten Halbzeit hat Bochum es dann gut gemacht und gut verteidigt. Das müssen wir uns aber auch ankreiden, dass wir es da nicht mehr geschafft haben, genügend Druck aufzubauen und zu Torchancen zu kommen. Es kann nicht jede Woche rosig laufen, das wissen wir auch.“

  • Zur Szene,

    als er kurz vor Schluss dem Schiedsrichter sagte, dass es kein Eckball für den Jahn ist, sagt Grüttner: „Ich denke, man hat auch eine gewisse Vorbildfunktion als Kapitän. Man kann das nicht immer nur erzählen, man muss es dann auch mal machen. Das wünscht man sich vielleicht von Spielern anderer Mannschaften aber auch mal.“

  • Seine Hinrundenbilanz:

    „Recht positiv. Wir sind eigentlich schon gut in die Saison gekommen, haben viele gute Spiele gezeigt, da aber noch leider wenig Ertrag gehabt. Jetzt in der Schlussphase der Hinrunde ist es uns gut gelungen, auch die richtigen Ergebnisse zu erzielen. Mit 22 Punkten sind wir jetzt gut im Soll, aber wir wissen auch ganz genau um was geht. Würzburg ist letztes Jahr mit 27 Punkten nach der Vorrunde noch abgestiegen, wir ruhen uns deswegen auf keinen Fall aus.“

  • Benedikt Gimber:

    „Wir haben das Tor sehr früh gefangen, das war natürlich bitter. Dann hatten wir das Spiel aber gut unter Kontrolle, haben auch ein, zwei Möglichkeiten gehabt. Am Ende hat vielleicht etwas die Zielstrebigkeit gefehlt. Die Bochumer standen dann auch extrem tief, es war schwer, da durchzukommen.“

  • VfL-Coach Jens Rasijewski:

    „Bin sehr glücklich, dass wir nach langer Zeit auch mal wieder auswärts gewonnen haben. Das tut gut. Aber auch Kompliment an den Gegner. Was sich hier so entwickelt hat, hat mir sehr gut gefallen. Die Regensburger haben sich in jeden Zweikampf aufopferungsvoll hineingeworfen. Ich bin froh, dass unsere Mannschaft das gut angenommen hat.“

  • Jahn-Coach Achim Beierlorzer:

    „Die Mannschaft hat alles investiert und alles reingeschmissen in dieses Spiel. Wir haben aber kein Tor geschossen. Bochum hat es gemacht und sich dann aufs Verteidigen konzentriert. Die Werte bei Torschüssen, Laufleistung und Eckbällen sprechen alle für uns, nur das Ergebnis nicht. Das müssen wir wegstecken. Aber wir waren heute definitiv auf Augenhöhe und haben eine gute und ordentliche Leistung erbracht.“

Regensburger probieren es mit allen Mitteln

Als die letzte Viertelstunde des Spiels begann, schien der Jahn bereits etwas ratlos zu sein. Die Regensburger probierten es mit allen Mitteln. Mal gab es hohe Bälle in den Strafraum, mal wurde es über die Flügel versucht, mal durch die Mitte - wirklich gefährlich wurde es für die Bochumer aber nicht. Die verteidigten ihr Tor mit großer Leidenschaft.

Die Jahn-Spieler in der Einzelkritik:

Jahn gegen Bochum - die Einzelkritik

Zehn Minuten vor dem Ende sprang dann doch noch eine Riesenchance für den Jahn heraus. Adamyan überlupfte Gästekeeer Felix Dornebusch, dessen Teamkollege Felix Bastians konnte den Ball aber an den Pfosten lenken – und von dort sprang er ins Feld zurück.

Kurz vor Ende warf der Jahn alles nach vorne. Die Bochumer konnten kontern, der eingewechselte Sidney Sam vergab die Riesenchance zum 0:2 (87. Minute). Die drei Punkte nahmen dennoch die Gäste mit nach Hause.

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