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Kommentar

Herkulesaufgabe für den Jahn

Ein Kommentar von Felix Kronawitter

„Grüttner: Einfach unverzichtbar“, betitelte die Mittelbayerische Mitte Oktober eine Story zum Kapitän des SSV Jahn. Marvin Knoll weg, Sargis Adamyan weg, Philipp Pentke weg: In den vergangenen Jahren verabschiedeten sich immens wichtige Spieler aus Regensburg. Grüttners Weggang überrascht vielleicht weniger, ist aber einer, der unglaublich schmerzt.

Vollgas attackieren und bei Ballgewinn Vollgas nach vorne spielen: Kein Regensburger hat die Spielphilosophie so verinnerlicht wie Grüttner. Ob im Training oder während Spielen: Der Kapitän gibt den Startschuss, wenn es Zeit dafür ist, zu attackieren. Grüttners Stärke ist das Gesamtpaket. Eine filigrane Technik wurde dem 34-Jährigen, der sich so fit wie mancher 20-Jähriger zeigt, nicht in die Wiege gelegt. Der größte Sprinter ist er auch nicht. Dafür besitzt er aber eine Gabe, mit der nicht viele Fußballer gesegnet sind: Er reißt mit. Und er weiß genau, wo das Tor steht. Seine Bilanzen sprechen für sich. Auch wenn in dieser Saison noch durchaus Luft nach oben ist.

Für die Regensburger wird es eine Herkulesaufgabe, auch nur annähernd adäquaten Ersatz zu finden. Da kommt es vor allem wieder auf das glückliche Händchen von Christian Keller an. Der Geschäftsführer will sich im Januar zu seiner eigenen Zukunft äußern. Aus Regensburger Sicht bleibt zu hoffen, dass neben dem Kapitän nicht auch noch der Erfolgsmanager seine Koffer packt.

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