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Fussball

Jahn ärgert den 1. FC Köln

Die Regensburger gewinnen mit 5:3 gegen den neuen Klub von Trainer Beierlorzer. Am Montag wird der Wechsel wohl offiziell.
Von Felix Kronawitter

Regensburgs Hamadi Al Ghaddioui jubelt nach dem Eigentor der Kölner zur 0:1 Führung für Regensburg. Foto: Marius Becker/dpa
Regensburgs Hamadi Al Ghaddioui jubelt nach dem Eigentor der Kölner zur 0:1 Führung für Regensburg. Foto: Marius Becker/dpa

Köln. Der SSV Jahn Regensburg hat den 1. FC Köln am Sonntagnachmittag ordentlich geärgert. Vor 50 000 Zuschauern feierten die Oberpfälzer einen 5:3-(3:0)-Erfolg bei den Rheinländern. Das Duell war von besonders pikanter Natur. Denn Jahn-Coach Achim Beierlorzer wird nach dieser Saison die Seiten wechseln und den Traditionsklub in der Bundesliga trainieren. Was am Donnerstag schon publik geworden war, soll nach Informationen der Mittelbayerischen nun voraussichtlich auch am Montagmittag offiziell bekanntgegeben werden.

Erinnerungen werden wach

Die erste Halbzeit weckte Erinnerungen an einen glorreichen Regensburger Auftritt im September 2018. Auch in Hamburg hatte es zur Pause 3:0 gestanden. Ein Eigentor von Rafael Czichos (7.) und Treffer von Sargis Adamyan (34.) und Hamadi Al Ghaddioui (45+5) brachten die Oberpfälzer schon früh vermeintlich komfortabel auf die Siegerstraße. Denkste! Die Partie blieb bis zum Schluss spannend. Nach dem Treffer von Jonas Hector zum 1:3 (65.) schöpften die Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit nur noch zu Zehnt waren, nochmal Hoffnung, eine Aufholjagd zu starten. Adamyan hatte aber drei Minuten später die passende Antwort parat. Hector (73.) und Anthony Modeste (76.) machten es aber nochmal richtig spannend. Jonas Föhrenbach (90.) machte den Deckel drauf.

Nach dem 1:3 gegen Aue tauschte Beierlorzer auf vier Positionen. Für Andre Weis, Marcel Correia, Adrian Fein und den gesperrten Jann George rückten Philipp Pentke, Asger Sörensen, Andy Geipl und Sebastian Stolze ins Team.

Angepeitscht von ihren Fans legten die Gastgeber munter los. Jhon Cordoba verfehlte sein Ziel erst knapp, scheiterte dann wie Marcel Risse an Pentke (2./3.). In der 7. Minute verstummten die Kölner Fans. Nach einer Ecke von Andy Geipl waren sich Rafael Czichos und FC-Keeper Timo Horn nicht einig. Letztlich war der FC-Innenverteidiger noch leicht mit dem Kopf dran. Eigentor! Ein kurioses Ding. Der Versuch von Kölns Louis Schaub segelte nur knapp vorbei (16.). Hamadi Al Ghaddioui hatte bei seinem Kopfball das Visier noch nicht richtig eingestellt (17.). Nach der nächsten Jahn-Ecke hätte es beinahe erneut geklingelt. Adamyan brachte den Ball mit der Hacke aufs Tor. Horn parierte. Den Nachschuss setzte armenische Nationalspieler zwei Meter vor dem Kasten drüber (20.).

Köln sieht Rot

Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Erfolgreich war nur eine Mannschaft: der Jahn. Stolze vernaschte Jonas Hector, traf erst nur den Pfosten, Adamyan staubte aber ab zum 2:0 (34.). Der Jahn hatte dann aber Glück, dass Benno Schmitz sein Ziel nur hauchzart verfehlte (38.).

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schickte Schiedsrichter Dr. Robert Kampka Cordoba nach einem Tritt gegen Al Ghaddioui zum Duschen. Zum fälligen Strafstoß trat der Gefoulte gleich selbst an - und verwandelte sicher. 3:0! Nach der Pause jubelte Adamyan erneut. Doch der Armenier stand im Abseits (58.). Nach einer Ecke war Hector zur Stelle und köpfte ein zum 1:3 (65.). Die Kölner Hoffnungen, hier doch noch eine Aufholjagd zu starten, machte Adamyan zunichte. Nach schöner Vorarbeit von Marco Grüttner lupfte er den Ball über Horn hinweg ins Tor. Grüttner hätte nochmal weiter erhöhen können (70.). Drei weitere Minuten später traf aber erneut Hector. Drei Minuten später machte es Modeste mit seinem Treffer zum 3:4 nochmal spannend. Jonas Föhrenbach traf ins leere FC-Tor und machte damit den Deckel drauf (90.).

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