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Jahn: Beierlorzer hat alle Mann an Bord

Die präventiven Maßnahmen des Trainers scheinen weiter zu greifen. Auch Mees ist zurück. Nun hat der Coach die Qual der Wahl.
Von Jürgen Scharf, MZ

Zuletzt gab es für Achim Beierlorzer (links) und seine Mannschaft mit sieben Punkten aus drei Spielen einiges zu feiern. Foto: Nickl
Zuletzt gab es für Achim Beierlorzer (links) und seine Mannschaft mit sieben Punkten aus drei Spielen einiges zu feiern. Foto: Nickl

Regensburg.Eine neue Umkleidekabine müssen sie beim SSV Jahn Regensburg nicht bauen. Das Trainingsgelände am Kaulbachweg ist geräumig genug, so dass noch jeder Spieler einen Platz findet. So viel Betrieb wie derzeit war in der Vergangenheit aber nur selten. Trainer Achim Beierlorzer kann sich darüber freuen, dass er praktisch alle Mann an Bord hat. Schließlich ist nun sogar noch Oliver Hein nach langer Pause wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Hein hatte sich vor acht Monaten eine Knieverletzung zugezogen. Eine Entzündung des Knorpels hatte ihn danach immer wieder gezwungen, das Aufbautraining zu unterbrechen. Nun ist er aber endgültig zurück. Hein habe am Mittwoch seine erste volle Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert, erzählt Beierlorzer. Hein werde zwar weiter behutsam aufgebaut, um eine Überbelastung oder eine Folgeverletzung zu verhindern. Stand jetzt sei aber, dass „das Knie hält“, und dem Zeitplan, dass der Defensiv-Allrounder spätestens nach der Winterpause wieder voll belastbar sei, „sind wir jetzt sogar voraus. Das freut mich sowohl für den Oli wie für uns alle“.

Auch Joshua Mees ist wieder fit. Foto: Nickl
Auch Joshua Mees ist wieder fit. Foto: Nickl

Damit hat der Jahn keinen einzigen Spieler mehr, der mit einer schweren Verletzung längerfristig ausfällt, da auch Joshua Mees seine Außenbandzerrung im Knie auskuriert hat und wieder im Training dabei ist. Einzig Asger Sörensen leidet noch unter den Nachwirkungen einer Zerrung im Oberschenkel. Ob er bereits am kommenden Samstag im Spiel gegen den MSV Duisburg – Anpfiff ist um 13 Uhr – wieder auf dem Platz stehen kann, ist noch etwas fraglich. Beierlorzer hält aber auch bei ihm eine „Punktlandung“ nicht für ausgeschlossen.

Herrlichs „letztes Aufgebot“

Zum Vergleich: In den vergangenen beiden Spielzeiten gab es beim Jahn Ende November jeweils ein halbes Dutzend an Langzeitverletzten. Im Frühjahr 2016 gab es sogar den negativen Höhepunkt, als dem damaligen Trainer Heiko Herrlich zeitweise ein ganzes Dutzend Spieler wegen Verletzungen oder Krankheit ausfiel. Vor der Reise zum Auswärtsspiel beim TSV Buchbach sprach der Coach vom „letzten Aufgebot“, das er für die Partie noch zusammenkratzen könne.

In der Tabelle steht der Jahn im unteren Mittelfeld:

Beierlorzer hat da ganz andere Probleme. Er muss nun dem einen oder anderen sagen, dass er – obwohl fit und einsatzbereit – nicht im Kader für das Spiel gegen Duisburg stehen wird. Bereits in der Vergangenheit hat er bei vergleichbaren Situationen gesagt, dass es schwer sei, solche Entscheidungen zu treffen. Andererseits freue er sich natürlich darüber, überhaupt die vielen Möglichkeiten zu haben. Mit gezielter Prävention versucht er bei seiner Trainingsarbeit schließlich Verletzungen soweit möglich vorzubeugen. Die Spieler werden etwa vor jedem Training gefragt, wie sie sich fühlen. Klage einer über Probleme, bekomme er auch mal vorsichtshalber eine Pause. Denn insbesondere Muskelverletzungen will Beierlorzer soweit möglich vermeiden, weiß aber auch, dass „man es nie ganz verhindern kann“.

Dass Beierlorzer am kommenden Wochenende seine Startformation arg durcheinanderwirbeln wird, scheint allerdings eher unwahrscheinlich. Schließlich ging er zuletzt dreimal mit der gleichen Aufstellung ins Rennen, dreimal punktete seine Team.

Seit drei Spielen ungeschlagen

Die Formkurve des Jahn zeigt damit steil nach oben. Bis zum 11. Spieltag schafften es die Regensburger nie, zwei Spiele hintereinander ungeschlagen zu bleiben. Dann begann aber eine Serie, die bis jetzt anhält. Aus drei Spielen holte der Jahn sieben Punkte, stand am vergangenen Sonntag sogar auf St. Pauli seinen Mann. Die Stimmung ist beim Aufsteiger aus der Oberpfalz dementsprechend prächtig.

Beierlorzer würde es sicher freuen, wenn die Serie an diesem Wochenende weitergeht, am besten natürlich gleich bis zum letzten Spiel in diesem Jahr am 17. Dezember. Alleine an Punkten will es der Coach nach eigener Aussage aber nicht festmachen, ob er und sein Team nach den vier Partien, die es heuer noch zu absolvieren gilt, beruhigt in die Winterpause gehen können. Er sagt, dass ihn viel mehr interessiert, ob grundsätzlich die Leistung der Mannschaft stimme.

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