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Jahn: Der Aue-Fluch hält weiter an

Die Regensburger gehen früh in Führung - stehen am Ende aber wieder mal mit leeren Händen da gegen den Angstgegner.

Marco Grüttner (links) und Robert Jendrusch von Erzgebirge Aue im Zweikampf. Grüttner verlässt den Verein.
Marco Grüttner (links) und Robert Jendrusch von Erzgebirge Aue im Zweikampf. Grüttner verlässt den Verein. Foto: Nickl Andreas

Regensburg.Der SSV Jahn verabschiedet sich mit einer 1:2 (1:1)-Niederlage gegen Erzgebirge Aue in die Sommerpause. Die Regensburger verpassten es damit, am letzten Spieltag noch auf den angepeilten einstelligen Tabellenplatz zu klettern und schließen die Spielzeit 2019/2020 auf Rang zwölf ab.

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Jahn: Zwei Größen sagen Servus

Marco Grüttner und Andreas Geipl haben noch einen Auftritt im Jahn-Trikot. Ihren Abschied hätten sie sich anders vorgestellt.

Die Misere gegen die Sachsen hält weiter an. Der letzte Jahn-Sieg gegen Aue datiert vom 30. März 2010. Dabei hatte alles so gut begonnen für die Oberpfälzer. Babis Makridis (2.) brachte die Regensburger in Führung. Und auch danach gaben die Gastgeber primär den Ton an. Vor der Pause gelang Pascal Testroet (45.+3) aber der Ausgleich. In einer ausgeglicheneren zweiten Halbzeit bejubelten die Gäste den Siegtreffer durch Philipp Zulechner (87.).

Schmerzvolle Partie für Jahn-Fans

Für die Fans des SSV Jahn war es am Sonntag besonders schmerzvoll, die Partie gegen die Sachsen nur vor dem TV verfolgen zu können. Denn die Anhänger hätten ihre Mannschaft gerne für eine erneut imposante Saison gefeiert und zudem zwei Größen gebührend verabschiedet. Marco Grüttner und Andreas Geipl, die in den vergangenen Jahren als Führungsspieler maßgeblich Anteil am Erfolg der Oberpfälzer hatten, streiften sich ein letztes Mal das Jahn-Trikot über. Mit einem Transparent, das vor der Hans-Jakob-Tribüne angebracht war, sagten die Jahn-Fans Servus zu ihrem Capitano, den es zurück in die Heimat zieht. „Ein wahrer Kapitän geht von Bord! Danke Marco, für stets 1889%i Einsatz und Leidenschaft!!!“

Die Regensburger wollten ihrem Kapitän und Geipl zum Abschied einen Sieg schenken. „Mit Aue haben wir in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht. Wir freuen uns auf die Chance, das ändern zu können“, hatte Selimbegovic vor der Partie zu Protokoll gegeben.

Viel Geld stand auf dem Spiel

Für den Jahn stand viel Geld auf dem Spiel am letzten Spieltag. Mit Blick auf die für die Verteilung der TV-Gelder relevante Fünfjahrestabelle lieferten sich die Regensburger auch ein Fernduell mit Fürth, Kiel und St. Pauli.

Nach dem 1:1 gegen St. Pauli nahm der Regensburger Chefcoach drei Veränderungen vor. Für Oliver Hein und Erik Wekesser rückten Benedikt Saller und Andreas Albers ins Team. Für Geipl durfte Benedikt Gimber von Beginn an ran. Weil Alexander Meyer noch nicht einsatzbereit war, stand erneut Alexander Weidinger im Tor.

Die Regensburger legten munter los. Gejubelt wurde im Stadion und vor den Bildschirmen bereits in der 2. Minute. Flügelflitzer Sebastian Stolze war auf der rechten Außenbahn durchgestartet. Seine Flanke fand den Kopf von Andreas Albers. Der Däne traf aber nur den Pfosten. Dafür war aber Makridis zur Stelle, der den Ball nur noch reinschieben musste. Auch danach dominierten die Gastgeber das Geschehen und tauchten durch Makridis, Albers und Gimber gefährlich vor dem FC-Tor auf. Ausklingen ließen es die beiden Teams nicht am 34. Spieltag. Auf dem Rasen ging es sehr temporeich zur Sache. Weidinger bewahrte den Jahn vor dem Ausgleich. Marcel Correia und seine Kollegen schafften es nicht, John Patrick Strauß zu stoppen. Dafür war der 23 Jahre alte gebürtige Regensburger aber mit einer starken Parade zur Stelle.

Kurz vor der Halbzeit kam der Ausgleich

Während ein Fallrückzieher von Correia keine Gefahr ausstrahlte, sah das kurz darauf anders aus. Der stark aufspielende Stolze schickte Albers, der im Eins-gegen-Eins aber an Aue-Keeper Robert Jendrusch scheiterte.

Der Jahn hatte zwar vom Spiel, die Gäste versteckten sich aber nicht und kamen fünf Minuten vor der Pause zu ihrer zweiten guten Chance bis dato. Einen Kopfball von Sören Gonther lenkte 1,97 Meter Mann Weidinger stark über die Latte. Auf der Gegenseite prüfte Stolze Jendrusch. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit klingelte es nach einem Standard im Jahn-Tor. Nach einem Freistoß von Philipp Riese hatte Weidinger bei Testroets Kopfball keine Chance. Ein schmeichelhaftes Remis zur Pause für die Gäste gegen Regensburger, die die Partie über weite Strecken bestimmt hatten.

Grüttner gebührend verabschiedet

Nach der Pause wäre ein Ballverlust von Chima Okoroji beinahe bestraft worden. Aue kombinierte sich durch die Regensburger Hintermannschaft. Strauß fand aber erneut in Weidinger seinen Meister. Auf der Gegenseite tauchte Makridis gefährlich vor dem Tor der Sachsen, die die Partie nun ausgeglichener gestalteten, auf - aber ohne Ertrag. In der 67. Minute kam Geipl in die Partie und damit zu seinem letzten Einsatz für die Regensburger. Eine Viertelstunde vor Schluss hätte Makridis den Jahn erneut in Führung bringen können. Der Offensivmann scheiterte aber an Jendrusch. Dann zappelte der Ball im Jahn-Tor. Der Unparteiische entschied aber auf Abseits Testroet stand im Abseits. In der 83. Minute verließ Grüttner das Feld und wurde von seinen Mitspielern gebührend verabschiedet.

Der Kapitän musste von draußen mitansehen, wie seine Kollegen einen weiteren Treffer kassierten. Nach Vorarbeit von Testroet bugsierte Zulechner den Ball per Oberschenkel über die Linie. FC-Keeper Jendrusch parierte stark gegen Albers und machte die Regensburger Hoffnungen, zumindest noch einen Punkt zu ergattern, zunichte.

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