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Jahn feiert langersehnten Sieg

Die Regensburger zeigen sich gegen Darmstadt sehr effektiv. Und kratzen nun an der magischen Marke.
Von Felix Kronawitter

Marcel Correia und Tim Knipping aus Regensburg jubeln neben Fabian Holland aus Darmstadt. Foto/Sebastian Widmann
Marcel Correia und Tim Knipping aus Regensburg jubeln neben Fabian Holland aus Darmstadt. Foto/Sebastian Widmann Foto: Sebastian Widmann/dpa

Regensburger.Der Jahn kann doch noch dreifach punkten. Mit dem 3:0 (1:0) gegen den zuletzt so formstarken SV Darmstadt 98 feierten sehr effektive Regensburger ihren ersten Sieg nach der Corona-Pause in der 2. Fußball-Bundesliga. Nach zuvor vier Unentschieden in Folge sorgten Marcel Correia (7.), Max Besuschkow (52.) und Jann George (77.) für den langersehnten Erfolg - und dafür, dass die Oberpfälzer nun mit 39 Punkten bereits nach 30 Spielen an der magischen 40-Punkte-Marke kratzen.

„Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg in einer wichtigen Phase“, resümierte Coach Mersad Selimbegovic. „Wir haben uns in jeden Ball reingeschmissen. Man hat gemerkt, wir wollten das unbedingt durchziehen. Wir waren alle bereit, über die Schmerzgrenze zu gehen“, lobte der Regensburger Trainer.

Correia kehrt ins Team zurück

Nach dem 2:2 gegen Osnabrück veränderte Selimbegovic seine Mannschaft auf zwei Positionen. Correia, der zuletzt angeschlagen gefehlt hatte, kehrte für Tim Knipping in die Innenverteidigung zurück. Erik Wekesser durfte für Babis Makridis von Beginn an ran.

Sebastian Nachreiner fehlte dagegen erneut komplett im Jahn-Aufgebot. Der Innenverteidiger plagt sich derzeit noch mit Problemen am Sprunggelenk herum. Weil Marco Grüttner erneut nur auf der Bank Platz nahm, trug derweil Andreas Geipl erneut die Kapitänsbinde. Für die dickste Überraschung sorgte Gästetrainer Dimitrios Grammozis vor Anpfiff. Er gönnte seinem Toptorjäger Serdar Dursun eine Verschnaufpause.

Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. 69 Prozent Ballbesitz sprachen eine deutliche Sprache. Es jubelten aber die Regensburger, die ihre einzige nennenswerte Torchance in die Führung ummünzten. Nach einer Ecke von Chima Okoroji traf Correia mit einer artistischen Flugeinlage per Kopf zur Jahn-Führung.

MZ-Reporter Felix Kronawitter mit einer Analyse zum Spiel:


Jahn-Defensive hält gut dagegen

Aufseiten der Darmstädter war Tobias Kempe in der ersten Halbzeit noch der auffälligste Akteur. In der 4. Minute prüfte er ein erstes Mal Jahn-Keeper Alexander Meyer, der den Ball im Nachfassen aber festhielt.

14 Minuten später klärte Correia eine Hereingabe Kempes gerade noch rechtzeitig. Die dickste Darmstädter Chance vor der Pause ging ebenfalls auf das Konto des Flügelflitzers. Seinen Schuss lenkte Meyer zur Ecke. Der Ball wäre aber wahrscheinlich auch ohne das Zutun des Jahn-Keepers vorbeigegangen. Die Regensburger taten sich schwer, in der Offensive Akzente zu setzen. In der Defensive schaffte es die Selimbegovic-Elf aber, die Gäste nicht entscheidend zur Entfaltung kommen zu lassen.

Ein kurioses Ding des SSV Jahn

Direkt nach Wiederanpfiff gab es eine Schrecksekunde für den Jahn. Der eingewechselte Dursun blockte Meyers Abschlag. Der Keeper der Regensburger konnte die Situation gerade noch bereinigen. Andreas Albers hatte dann die dicke Chance, die Jahn-Führung auszubauen. Sein Schuss aus der Drehung landete am Innenpfosten und sprang von dort zurück ins Feld.

Kurz darauf gab es dann aber erneut Grund zum Jubeln für die Regensburger. Und das wieder nach einer Standardsituation. Ein kurioses Ding! Eine Ecke von Okoroji segelte durch den Fünfmeterraum. Am zweiten Pfosten lauerte Besuschkow, von dessen Oberschenkel der Ball ins Tor sprang.

Zweimal die Eins, aber auch einmal die Fünf:

SSV Jahn gegen Darmstadt Einzelkritik

Wekesser erwischt keinen guten Tag

In der letzten halben Stunde galt es für die Regensburger die Führung zu zehnt über die Zeit zu bringen. Wekesser holte sich Gelb-Rot ab. Ein gebrauchter Tag für den Offensivmann, der seine Chance, sich mal wieder von Beginn an zeigen zu dürfen, überhaupt nicht nutzte. Er rauschte unnötig in seinen Gegenspieler rein. Eine Aktion, die seinem Trainer sichtlich missfiel. Selimbegovic warf vor Wut seine Wasserflasche auf den Boden.

Die Darmstädter versuchten nun, so schnell wie möglich den Anschluss wiederherzustellen. Nach einem Foul im Strafraum von Sebastian Stolze an Nicolai Rapp zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner auf den Punkt. Kempe legte sich den Ball zurecht – und schoss drüber. Wie gefährlich er ist, zeigte Dursun erneut. Sein Schuss verfehlte das Jahn-Tor nur knapp. „Ich glaube, heute hätten wir noch zehn Stunden spielen können und hätten kein Tor erzielt“, haderte Gäste-Trainer Grammozis.

Für den Gelb-Rot-gefährdeten Stolze schickte Selimbegovic in der Schlussphase Oliver Hein aufs Feld. Die Gastgeber verteidigten nun mit zehn Mann ihre Führung. Und sorgten durch George, der einen Fehler von Rapp gnadenlos bestrafte, für die Entscheidung.

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