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Fussball

Jahn: Generalprobe knapp verloren

Trotz der 0:1-Niederlage gegen Sandhausen sehen sich die Regensburger bestens gerüstet für den Auftakt gegen Ingolstadt.
von Felix Kronawitter

Jahn-Neuzugang Julian Derstroff (Mitte) traf mit seinem neuen Klub am Samstag auf seine Ex-Kollegen aus Sandhausen. Foto: Sascha Janne
Jahn-Neuzugang Julian Derstroff (Mitte) traf mit seinem neuen Klub am Samstag auf seine Ex-Kollegen aus Sandhausen. Foto: Sascha Janne

Regensburg.Am Abwehrbollwerk des SV Sandhausen bissen sich die Spieler des SSV Jahn Regensburg am Samstagnachmittag die Zähne aus. Rein ergebnistechnisch missglückte die Generalprobe. Trainer Achim Beierlorzer zog aber dennoch viele positive Erkenntnisse aus der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den Zweitliga-Konkurrenten. „Der Test war hervorragend“, erklärte der Jahn-Coach und fügte hinzu: „Die Art und Weise, wie wir im Spiel unterwegs waren, hat absolut gestimmt.“

Der Gegentreffer durch Max Jansen (68.) resultierte aus einer Standardsituation. „Sandhausen hat uns nicht bespielen können. Das macht mich schon sehr zufrieden – auch mit Blick auf die beiden Zu-Null-Spiele am Wochenende davor. Wir sind bereit“, sagte der Regensburger Cheftrainer, der seine Startelf mehr oder weniger gefunden hat. „Die Formation könnte so ausschauen wie bei der Generalprobe. Ich warte die Woche aber noch ab“, sagte Beierlorzer mit Blick auf den Ligastart am Samstag gegen Ingolstadt.

Vrenezi neuer Grüttner-Partner?

In der Innenverteidigung setzte er bei der Generalprobe neben Asger Sörensen auf Neuzugang Marcel Correia. Als Linksverteidiger hat mit Jonas Föhrenbach ebenfalls ein neuer Mann die Nase vorne vor Alexander Nandzik. Auch Julian Derstroff durfte gegen seine Ex-Kollegen, mit denen er bis zuletzt zwei Jahre lang zusammenspielte, ran. Sargis Adamyan, der zuletzt über leichte muskuläre Probleme klagte, wurde am Samstag noch geschont. Auf der Doppel-Sechs setzt Beierlorzer wohl auch in der kommenden Saison vorrangig auf das eingespielte Duo Andy Geipl und Marc Lais. Auch Jann George dürfte auf der rechten Außenbahn gesetzt sein.

„Wir sind bereit.“

Achim Beierlorzer

Im Sturm hat derzeit Albion Vrenezi die besten Karten, neben Kapitän Marco Grüttner aufzulaufen. „Albion hat sich sehr gut entwickelt“, lobte der Trainer, der sich über „viele Alternativen“ freut. Grüttner harmoniert schon ganz ordentlich mit Vrenezi. „Albion ist ein komplett anderer Spielertyp. Klein, wendig und trickreich: für die Gegner ein ganz ekliger Spieler“, sagte Grüttner, der generell „ein gutes Spiel“ der Regensburger sah.

Hier gibt es einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion:

SSV Jahn: Fahrstuhl-Club oder etablierter 2. Ligis

Im mittelfränkischen Schnelldorf gab es aber einen Wermutstropfen: Markus Palionis wird dem Jahn wohl rund sechs Wochen fehlen. Der 31-Jährige zog sich bei der Partie einen Bruch des rechten Schlüsselbeins zu und muss operiert werden.

Die Spieler, die am Samstag nur kurz oder gar nicht zum Einsatz gekommen waren, sammelten am Sonntagvormittag im Stadion am Kaulbachweg noch Spielpraxis. „Es war uns ganz wichtig, dass jeder Spieler minimum 90 Minuten auf der Tankuhr hat“, sagte Beierlorzer.

Hamadi Al Ghaddioui (rechts) traf am Sonntag doppelt. Foto: Andreas Nickl
Hamadi Al Ghaddioui (rechts) traf am Sonntag doppelt. Foto: Andreas Nickl

Am Ende stand ein standesgemäßes 7:2 (5:1) gegen Al-Fujairah SC, einen Klub aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Haris Hyseni, Sebastian Freis, Hamadi Al Ghaddioui (2), Jonas Nietfeld (2) und Albion Vrenezi, der auch am Sonntag nochmal etwas randurfte, erzielten die Regensburger Treffer.

Einer der Auffälligisten dabei: Alexander Nandzik. „Sieben Tore sind ganz ordentlich, aber das ist nicht unser Maßstab“, sagte Nandzik zum Gegner, der fleißig durchwechselte und den Regensburgern nur selten Paroli bieten konnte. Der Defensivmann, der in der vergangenen Saison 31 Einsätze hatte, kämpft mit Jonas Föhrenbach um einen Platz in der Startelf. „Ich finde es gut, dass wir solch einen Konkurrenzkampf haben, das macht uns alle besser“, sagte Nandzik.

Arbeiten am Feinschliff

Torabschlüsse, Standards, Spritzigkeit: In der letzten Trainingswoche vor dem Auftakt arbeiten die Regensburger am Feinschliff. Groß motivieren muss Beierlorzer seine Mannschaft f´ür die erste große Zweitliga-Aufgabe nicht. „Sich als mannschaftliches Kollektiv mit großen Stärken gegen eine individuell vielleicht besser besetzte Mannschaft durchzusetzen – das ist der ganz große Reiz“, sagte Beierlozer, der Ingolstadt beim 1:0-Sieg am Sonntag gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach noch persönlich genauer unter die Lupe nahm. Grüttner und seine Kollegen sind heiß auf den Start: „Wir freuen uns darauf, dass es endlich wieder um Punkte geht und wir uns wieder vor heimischer Kulisse zeigen können.“

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