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Fussball

Jahn knackt magische Marke

Die Regensburger kämpfen sich in Berlin zwei Mal nach Rückstand zurück ins Spiel – und haben nun 40 Punkte auf dem Konto.

Unions Kristian Pedersen (l) und Regensburgs Benedikt Saller kämpfen um den Ball. Das Spiel ging unentschieden aus. Foto: Britta Pedersen/dpa
Unions Kristian Pedersen (l) und Regensburgs Benedikt Saller kämpfen um den Ball. Das Spiel ging unentschieden aus. Foto: Britta Pedersen/dpa

Dank eines hart umkämpften 2:2 (0:1)-Unentschieden beim 1. FC Union Berlin hat der SSV Jahn Regensburg die magische Marke in der 2. Fußball-Bundesliga geknackt. Das Remis beschert den Oberpfälzern Zähler Nummer 40 im Kampf um den Klassenerhalt.

Felix Kroos hatte Union kurz vor der Halbzeitpause in Führung gebracht (45.). Marco Grüttner sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Auf den Treffer von Philipp Hosiner (64.) hatte Marvin Knoll (88.) per Strafstoß noch die passende Antwort parat.

„Ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Punkt“, sagte Jahn-Coach Achim Beierlorzer nach dem Spiel. Er sei brutal stolz auf seine Mannschaft, dass sie nach Rückstand erneut nicht aufsteckte: „Das ist das, was uns auszeichnet, dass wir einfach nicht aufgeben.“ Zum Klassenerhalt wollte sich der Regensburger Trainer aber noch nicht gratulieren lassen: „Wir haben jetzt 40 Punkte. Das ist toll. Das war ein kleines Etappenziel von uns. Jetzt haben wir noch sieben Spiele und da wollen wir noch so viele Punkte holen, wie wir können, weil wir uns auch nicht sicher sein können, ob 40 Punkte wirklich reichen für den Klassenerhalt. Denn das ist und bleibt unser Ziel.“

Stimmen zum Remis in Berlin

  • Philipp Pentke:

    Wir haben ganz gut angefangen in der ersten Halbzeit. Da hatten wir ein, zwei richtige gute Chancen. Der Gegentreffer kurz vor der Pause war bitter. Da ließ sich Felix Kroos nicht zweimal bitten. Dann kommen wir super zurück und bekommen wieder ein unglückliches Gegentor. Dann haben wir erneut auf den Ausgleich gedrückt. Am Ende geht das Unentschieden für beide Mannschaften in Ordnung, denke ich.

  • Ich hatte meine Multifunktionsunterwäsche an, dann geht das schon. In so einem Stadion steht man aber sowieso immer unter Strom, dann passt das schon. (zu den frostigen Temperaturen)
    Jetzt heißt es in der Länderspielpause letzte Kraft für den Endspurt zu tanken - und dann greifen wir weiter an. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel - und genießen es, 2. Liga spielen zu dürfen. Wenn wir uns dann alle in die Geschichtsbücher einschreiben können, ist das doch schön.

  • Marco Grüttner:

    Es heißt ja immer, dass 40 Punkte reichen. Aber wer uns uns kennt, weiß auch, dass das nicht die letzten Punkte sind, die wir holen werden.
    Wir fliegen jetzt aber nicht nach Mallorca und freuen uns. Wir werden jetzt noch so viele Punkte wie möglich sammeln - und dann schauen wir, wohin der Weg uns führt. Wir freuen uns jetzt auf die Länderspielpause, dass wir auch mal durchschnaufen können.
    Insgesamt war es ein verdienter Punkt. Wir hatten in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Das 0:1 kam wie aus dem Nichts. Nach dem Ausgleich sind wir leider gleich wieder in Rückstand geraten. Dann haben wir alles probiert. Dann hatte Union Konterchancen auf das 3:1. Dass wir dann einen Elfmeter kurz vor Schluss bekommen haben, ist dann schon glücklich - aber das haben wir uns heute auch verdient.

  • Marvin Knoll:

    Wir freuen uns über die 40 Punkte. Ich bin überhappy, das war unser Ziel. Wahnsinn! Nächstes Wochenende haben wir frei. Das werden die meisten von uns dazu nutzen, etwas mit der Familie zu machen und einfach mal abzuschalten. Ich mache vielleicht ein bisschen Wellness mit meiner Familie.

  • Meine ganze Familie war heute im Stadion. Mama, Papa, Oma, Opa: Alle waren da. Es war schön, alle mal wiederzusehen, weil das leider nicht so oft klappt. Mein Opa war da und hatte ein Trikot von mir an, das hat mich stolz gemacht. Es war super hier.

  • Kurz vor dem Elfmeter habe ich mir kurz gedacht: Wenn ich den mache, dann haben wir die 40 Punkte. Das gibt jetzt eine schöne Rückfahrt: Ein bisschen Karten spielen, ein bisschen lachen. Jetzt freue ich mich auf die restlichen Spiele, weil jetzt auch der Druck ein bisschen abgefallen ist. Vor der Saison hat es noch geheißen: „Ach der Kern der Mannschaft ist ja noch aus der Regionalliga... bla bla bla!“ Wir haben es allen gezeigt. Wir haben schönen Fußball gezeigt und wollen so weitermachen. Ich bin richtig heiß auf die letzten Spiele.

  • Dann hätten wir ja wieder weniger Urlaub. Jedes Jahr habe ich weniger Urlaub (lacht) Ich freue mich jetzt einfach nur über die 40 Punkte. (weitere Relegation?)

Große Chance für den Jahn

Bei knackigen Temperaturen waren beide Teams sofort auf Betriebstemperatur. In der flotten Anfangsphase ging es rauf und runter. Doch keine Mannschaft konnte sich vor dem gegnerischen Tor zunächst entscheidend in Szene setzen. Erst in der 17. Minute hatten die Gastgeber die erste aussichtsreiche Chance im Spiel. Nach einem Eckball kam Marc Torrejon unbedrängt zum Kopfball - von der Oberkante der Latte prallte der Ball ins Aus. Glück für den Jahn!

Dann eine weitere Schrecksekunde für die Regensburger: Marco Grüttner blieb nach einem Zweikampf liegen und musste behandelt werden. Der Jahn-Kapitän konnte aber weitermachen (23.). Auch die Oberpfälzer versteckten sich nicht, der letzte Pass fand aber bis dato nicht den Weg zum Mitspieler. Dann die dicke Chance für den Jahn: Marvin Knoll legte sich den Ball zum Freistoß zurecht und bediente Grüttner. Der Schuss des Jahn-Kapitäns verfehlte das Berliner Tor nur um Haaresbreite (30.). Das gab den Gästen jetzt Aufwind, Nach einem schönen Spielzug kam Marc Lais frei im Strafraum zum Schuss. Union-Keeper Daniel Mesenhöler lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (32.).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff der bittere Rückschlag für die Regensburger: Knoll konnte erst noch klären, dann landete der Ball bei Felix Kroos, der von der Strafraumgrenze aus trocken zur Berliner Führung verwandelte (45.).

Nach Wiederanpfiff drückte Union auf den zweiten Treffer. Jahn-Keeper Philipp Pentke war gegen Christopher Trimmel aber zwei Mal zur Stelle (49./51.). Berlin erspielte sich nun Chancen im Minutentakt. Ein Kopfball von Torrejon verfehlte das Tor nur knapp (52.). Dann setzte Grischa Prömel zum Solo an, aber auch sein Schuss fand nicht den Weg ins Regensburger Tor (52.).

Knoll trifft zum Ausgleich

Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich. Nach Doppelpass mit Lais spitzelte Mees den Ball aus zu Grüttner, der aus spitzem Winkel frei zum Schuss kam und zum 1:1 verwandelte (59.). Doch nur fünf Minuten später hatte Berlin die passende Antwort parat. Steven Skrzybsk bediente Philipp Hosiner, der sich nicht stoppen ließ und stark zum 2:1 vollendete. Der Jahn ließ sich aber auch vom erneuten Gegentreffer nicht beunruhigen – und hatte durch Knoll den erneuten Ausgleich auf dem Fuß. Der Regensburger Innenverteidiger scheiterte mit seinem Freistoß am Pfosten, den Nachschuss von Sargis Adamyan kratzten Union-Keeper Mesenhöler und seine Hintermannschaft gerade noch von der Linie (67.). Kurz vor Schluss meldeten sich die Regensburger wieder zurück. Nach einem Foul von Kristian Pedersen an Benedikt Gimber, fackelte Schiedsrichter Guido Winkmann nicht lange und zeigte auf den Punkt. Knoll schnappte sich den Ball und verwandelte zum 2:2 (88.).

So bewertet die MZ die Leistungen der Regensburger:

Jahn-Spieler in der Einzelkritik

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