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Fussball

Jahn macht Zehnerpack in Aue perfekt

Die Regensburger holen auch bei Erzgebirge Aue einen Punkt – lassen aber aussichtsreiche Torchancen liegen.
von Felix Kronawitter

Marco Grüttner (links) erzielte den Ausgleich. Foto: Harzer/Eibner
Marco Grüttner (links) erzielte den Ausgleich. Foto: Harzer/Eibner

Aue.Der SSV Jahn Regensburg ist weiter nicht zu bezwingen in der 2. Fußball-Bundesliga. Am Freitagabend erkämpften sich die Oberpfälzer ein 1:1 (1:1)-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer ist nun bereits seit zehn Spielen in Folge ungeschlagen.

Auf den frühen Führungstreffer der Gastgeber durch Pascal Testroet (10.) fand der Jahn durch Marco Grüttner (12.) schnell die passende Antwort. Die Regensburger verpassten es aber vor der Pause, weitere aussichtsreiche Chancen in Tore umzumünzen. Im zweiten Durchgang ging es weit unspektakulärer zur Sache.

„Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, was wir auch erwartet haben“, sagte Beierlorzer nach der Partie. „Wir nehmen den Punkt mit. Wir haben 22 Punkte, sind gut dabei und werden genauso weiterarbeiten.“

Schweigen auf den Rängen

In den ersten 45 Minuten herrschte großes Schweigen auf den Rängen. An der Darbietung der Akteure auf dem Platz lag das aber nicht. Die Fans protestierten damit gegen Montagsspiele. Auf dem Rasen im nasskalten Erzgebirgsstadion ging es in der Anfangsphase flott zur Sache. Beim 500. Zweitliga-Treffer der „Veilchen“ sah die Jahn-Hintermannschaft nicht gut aus. Florian Krüger tanzte Asger Sörensen aus und bediente in der Mitte den völlig freistehenden Testroet, der locker einschob (10.). Da hätte Alexander Nandzik reinrücken müssen, monierte Beierlorzer nach der Partie.

„Wir nehmen den Punkt mit.“

Achim Beierlorzer

Die Regensburger ließen sich aber erneut nicht von einem Rückstand beirren. Nur zwei Minuten später glich Grüttner per Kopf aus. Sargis Adamyan hatte dem Jahn-Kapitän eine Flanke serviert. Die Gäste hatten dann aber Glück, dass Testroet den Ball nach einem verunglückten Abschlag von Philipp Pentke am Tor vorbeischoss (14.).

So bewertet die MZ die Leistung der Regensburger:

Der Jahn in Aue - die Einzelkritik

Jahn-Treffer liegt in der Luft

Auf der Gegenseite verpassten es die Regensburger, dicke Chancen zu nutzen. Hamadi Al Ghaddioui bediente Jann George, doch dessen Hereingabe verfehlte der Deutsch-Marokkaner knapp (22.). Ein weiterer Jahn-Treffer lag in der Luft. Andreas Geipl zirkelte einen Freistoß auf Grüttner, dessen Direktabnahme entschärfte aber FC-Keeper Martin Männel stark (25.).

„Das waren zwei Hundertprozentige“, fasste es Beierlorzer treffend zusammen. „Wenn wir da mit zwei Toren in Führung gehen, ist es für Aue unheimlich schwer, da noch was Zählbares mitzunehmen“, erklärte der Jahn-Trainer und fügte hinzu: „Die Momente waren da. Die haben wir leider in der ersten Hälfte nicht genützt.“

„Die Momente waren da. Die haben wir leider in der ersten Hälfte nicht genützt.“

Achim Beierlorzer

Auch die Gastgeber blieben gefährlich. Testroet zielte nur knapp vorbei (29.). Der Jahn hatte aber mehr vom Spiel. Sörensen schaltete sich im Offensivspiel mit ein, setzte den Ball aber neben das Tor (31.). Kurz vor Ende der ersten Halbzeit zappelte der Ball plötzlich im Aue-Tor. Grüttner stand aber im Abseits.

Der Jahn tut sich schwer

„In der zweiten Hälfte haben wir uns schwergetan weiter durchzukommen. Da war Aue in der Defensive präsenter“, analysierte der Jahn-Coach. So temporeich wie in der ersten Halbzeit ging es nach Wiederanpfiff nicht zur Sache. In der 57. Minute hätten die Regensburger Fans beinahe das 2:1 bejubeln dürfen. Sörensen zirkelte einen Freistoß aber knapp vorbei. Von Aue war offensiv erst 25 Minuten vor Schluss wieder etwas zu sehen. Testroet fasste sich ein Herz, zielte aber drüber. Nicolai Rapp jubelte dann zu früh. Der Auer stand beim vermeintlichen 2:1 im Abseits (70.). Die Gastgeber erhöhten jetzt den Druck. Bei Clemens Fandrichs Kopfball war Pentke auf der Hut (71.). Einen Hochscheidt-Schuss blockte Sörensen noch per Kopf ab (83.). Dem Jahn fiel offensiv dagegen nichts Zwingendes mehr ein. „Im Verlauf der zweiten Hälfte war es dann so, dass ich ein gerechtes Unentschieden gesehen habe“, erklärte Beierlorzer.

So steht der Jahn derzeit in der Tabelle da:

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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