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Jahn muss sich mit Remis begnügen

Die Regensburger sind im Heimspiel gegen Duisburg die klar bessere Mannschaft – lassen aber zwei Punkte liegen.
Von Felix Kronawitter

Andreas Geipl (links) und die Regensburger lassen Punkte liegen Foto: Andreas Nickl
Andreas Geipl (links) und die Regensburger lassen Punkte liegen Foto: Andreas Nickl

Regensburg.Der SSV Jahn Regensburg hat es verpasst, am Samstagnachmittag den dritten Sieg nacheinander in der 2. Bundesliga einzufahren. Trotz deutlicher Überlegenheit kamen die Oberpfälzer im Heimspiel gegen den MSV Duisburg nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus.

Vor 10 141 Zuschauern bescherte Hamadi Al Ghaddioui (39.) den Regensburgern mit seinem Treffer eine verdiente 1:0-Führung zur Pause. Die Gastgeber waren im ersten Durchgang klar die dominierende Mannschaft und erspielten sich eine Reihe an Torchancen. Nach der Pause verpassten es die Oberpfälzer nachzulegen. Per Strafstoß brachte Kevin Wolze (67.) die Gäste zurück ins Spiel. Duisburgs Keeper Felix Wiedwald rettete seiner Mannschaft in der Schlussphase einen sehr glücklichen Punkt.

Jahn-Geschäftsführer Christian Keller sprach von „zwei verschenkten Punkten“. Trainer Achim Beierlorzer sah das ähnlich. „Es war heute unnötig, dass wir nicht als Sieger vom Platz gehen.“ Seine Mannschaft habe zu viele aussichtsreiche Chancen liegengelassen, monierte er. Dass sein Team aus den letzten vier Spielen acht Punkte geholt habe, sei aber eine sehr gute Tendenz, betonte der Jahn-Coach. Mit 37 Punkten sei der Jahn nun in Schlagdistanz zu seinem Saisonziel, der 40-Punkte-Marke.

Hein muss verletzungsbedingt passen

Beierlorzer hatte seine Startformation kurzfristig umbauen müssen. Für Oliver Hein, der wegen muskulärer Probleme nicht einsatzfähig war, rückte Benedikt Saller in die Mannschaft.

„Wir dürfen den Gegner keinesfalls am Tabellenplatz messen“, hatte der Regensburger Trainer davor gewarnt, den Jahn als klaren Favoriten zu titulieren im Duell des Tabellenachten gegen den -sechzehnten. In der 2. Bundesliga gebe es keine klaren Favoriten, betonte er.

Duisburgs Coach Torsten Lieberknecht hatte in der Trainingswoche indes den Fokus auf Zweikämpfe und Körperkontakt gelegt und sich auf eine umkämpfte Partie eingestellt gegen die Regensburger, die die meisten Zweikämpfe in der Liga führen.

So bewertet die MZ die Leistungen der Regensburger:

Jahn vs. Duisburg - die Einzelkritik

Jahn erspielt sich Chancenplus

Die Oberpfälzer schafften es in der Anfangsphase früh, die Duisburger Angriffe zu unterbinden. Bis auf einen hohen Ball in den Strafraum, den Philipp Pentke aus der Gefahrenzone beförderte, war von den Gästen nicht viel zu sehen. Das weit aktivere Team waren die Regensburger. Der Jahn erspielte sich ein deutliches Chancenplus. Ein richtiger Hochkaräter fehlte aber in der ersten halben Stunde. MSV-Keeper Felix Wiedwald klärte gleich zwei Mal gegen Marco Grüttner (6./7.). Die aussichtsreichen Hereingaben von Al Ghaddioui und Sargis Adamyan fanden keinen Abnehmer (8./12.). Sebastian Stolze probierte es aus der Distanz, schoss aber drüber (19.). Auch bei Al Ghaddiouis Kopfball war Wiedwald auf dem Posten (21.). Nur eine Minute später köpfte Grüttner drüber. Duisburg sendete erst nach 27 Minuten wieder ein Lebenszeichen in der Offensive. Ein doppeltes. Kevin Wolze schoss einen Freistoß knapp über das Regensburger Tor. Kurz darauf verfehlte Oliveira Souza sein Ziel nur knapp.

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Wiedwald rettet gegen Stolze

Die erste richtig dicke Jahn-Chance vergab Stolze. Maximilian Thalhammer schickte ihn auf der Reise, doch im Eins-gegen-Eins fand er in Wiedwald seinen Meister (31.). Al Ghaddioui machte es besser. Nach starker Vorarbeit von Adamyan behielt er vor dem MSV-Tor die Ruhe und verwandelte zur Jahn-Führung (39.). Der erste Treffer des Deutsch-Marokkaners im Fußballjahr 2019. Zuletzt hatte der Regensburger Angreifer am 22. Dezember 2018 beim 2:1-Sieg in Ingolstadt eingenetzt – und das doppelt. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte Al Ghaddoui per Kopf seinen zweiten Treffer erzielen können. Doch Wiedwald packte seine Flugkünste aus.

Das sagt MZ-Redakteur Felix Kronawitter zum Spiel:

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen. Die Jahn-Abwehr stand aber weiter sattelfest. Die Regensburger lauerten auf Konter. Und hätten in der 61. Minute erhöhen können, wenn nicht sogar müssen. Nach Vorarbeit von Adamyan kam Al Ghaddioui im Fünfer zum Abschluss, aber Wiedwald brachte den Fuß noch an den Ball.

Unter großem Protest der Regensburger zeigte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck dann auf den Elfmeterpunkt. Pentke flog am Ball vorbei und soll dabei den Duisburger John Verhoek gefoult haben. Wolze verwandelte souverän zum Ausgleich (67.). Mit Jann George für Stolze brachte Beierlorzer dann einen frischen Mann für die Offensive. Marc Lais ersetzte Thalhammer (82.). Die Regensburger ließen die nächste dicke Chance erneut ungenutzt. Wiedwald parierte doppelt gegen Grüttner (84.). Die Jahn-Schlussoffensive blieb erfolglos.

Im Liveticker können Sie die Ereignisse des Spiels noch einmal nachlesen:

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