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Fußball

Jahn: Nullnummer gegen Dynamo

Vor knapp 600 Zuschauern präsentieren sich die Regensburger beim Testspiel in Weiden prächtig – nur mit dem Toreschießen hapert es am Ende.
Von Dagmar Nachtigall und Jürgen Scharf, MZ

Meist einen Schritt schneller am Ball waren die Regensburger im Testspiel gegen Dynamo Dresden (gelbe Trikots). Foto: Nachtigall

Weiden.Viele Chancen hatte der SSV Jahn Regensburg am Samstag im Testspiel gegen Dynamo Dresden. Letztlich wollte der Ball aber einfach nicht in den Kasten – und so endete der Vergleich mit den eine Spielklasse höher in der 2. Liga beheimateten Dresdnern 0:0. Die Regensburger gaben mit einer couragierten Vorstellung allerdings eine sehr gute Visitenkarte ab.

In einer Woche beginnt für Regensburg mit dem Heimspiel gegen Unterhaching die Saison in der 3. Liga. Es wird also langsam ernst. Jahn-Coach Thomas Stratos hatte angekündigt, dass er in den letzten Testspielen nicht mehr so viel rotieren wolle, das Team soll sich einspielen. So gesehen dürfte die Startformation in Weiden ein Fingerzeig für die mögliche Anfangself zum Ligastart sein. Im Tor stand Patrick Wiegers, in der Abwehr spielten Mario Neunaber, Gino Windmüller, Sebastian Nachreiner und Fabian Trettenbach, im Mittelfeld liefen Dimitrios Anastasopoulos, Oliver Hein, Aias Aosman, Jim-Patrick Müller und Abdenour Amachaibou auf und im Sturm ist Romas Dressler ohnehin gesetzt.

Allerdings hatte der Jahn bereits am Abend zuvor ein Testspiel in Burgweinting, weswegen Stratos sich die eine oder andere Änderung vorbehalten haben wird. Auch am Samstag wechselte er in der zweiten Halbzeit noch kräftig durch. Mit Benedikt Schmid, Andreas Güntner, Patrick Haag, Azur Velagic, Azur, Marius Müller und Thomas Kurz kamen im Laufe des zweiten Durchgangs noch sechs andere Jahn-Spieler aufs Feld.

Gar noch mehr rotieren ließ Dynamo-Coach Peter Pacult. Der brachte im Laufe der zweiten Hälfte gleich zehn neue Spieler. Ob es daran lag, dass die Dresdner eher schwer ins Spiel kamen? Vor knapp 600 Zuschauern war Regensburg jedenfalls die weitaus aktivere Mannschaft – nur mit dem Toreschießen haperte es.

Die Regensburger ließen die frisch aus dem Trainingslager in Österreich kommenden Sachsen zu keinen großen Chancen kommen und beherrschten gerade in der Abwehr die Dresdner. Der Jahn beeindruckte von Beginn mit einem flotten Kurzpass-Spiel, ließ Ball und Gegner laufen, aber am Ende fehlten die zündenden Ideen und das Glück im Abschluss.

Die erste Jahn-Chance gab es in der 11. Minute, eine Kopfballverlängerung von Sebastian Nachreiner landete aber in den Armen von Dynamo-Keeper Markus Scholz (11.). Beiden Teams waren in der folgenden Zeit deutlich die schweren Trainingslager anzumerken. Die besseren Möglichkeiten hatte aber der Jahn. So zeigte sich Amachaibou zwei Mal brandgefährlich. Sein Freistoß aus halbrechter Position wurde von Scholz entschärft (20.) und sein Volleyschuss nach Flanke von Jim-Patrick Müller wurde ebenso vom Schlussmann gehalten (23.) Kurz darauf scheiterten Dimitrios Anastasopoulus und Gino Windmüller aus kurzer Distanz (24.). In dieser Phase brannte es im Strafraum der Dresdner lichterloh und Trainer Peter Pacult raufte sich immer wieder die Haare. Seine Spieler agierten erst ab der 30. Minute etwas engagierter und Jahn-Keeper Patrick Wiegers musste bei einem Freistoß von Romain Bregerie aus 17 Metern seine Klasse beweisen. Er kratzte den Ball gerade noch von der Linie (30.). Nur vier Minuten später landete ein Fehlpass der Jahn-Abwehr bei Zlatko Dedic und Wiegers wuchs über sich hinaus und klärte sehenswert.

Ein echter Klassenunterschied war nicht zu bemerken. Regensburg kombinierte gefällig und vor allem Oliver Hein bot eine bärenstarke Partie. Die zweite Hälfte war aber allgemein etwas schwächer. Die Dresdner bemühten sich durch Dedic (55.), doch sein Schuss aus 13 Metern segelte am rechten Pfosten vorbei. Die Sachsen scheiterten meist am gut stehenden Abwehrriegel des Jahn und wenn sie sich doch einmal durchzusetzen konntenm, stand Wiegers bereit. Soufian Benyamina fand in ihm seinen Meister (73.). Dann stoppte der Spielfluss, da einfach zu viele neue Akteure sich auf dem Spielfeld befanden. Kurz vor dem Ende hatte der Jahn durch Aosman (88.) zwar noch einmal eine dicke Chance, aber so trennten sich die beiden Mannschaften freundschaftlich 0:0.

Das Spiel hatte zudem einen guten Zweck. Ein Euro pro Karte wird den Flutopfern in Bayern gespendet. Die gefürchteten Dresdner Fans verließen nach dem Abpfiff friedlich von vielen Polizisten geleitet das Stadion Richtung Weidener Bahnhof. Der Jahn wurde derweil beklatscht. Noch lange belagerten kleine Fans aus der Max-Reger Stadt die Regensburger Spieler und jeder war stolz ein Autogramm von den SSV-Akteuren zu erhalten.

Den Live-Ticker zum Spiel gibt es zum Nachlesen auf www.fupa.net/oberpfalz.

SSV Jahn Regensburg: Wiegers - Windmüller, Trettenbach, Neunaber (69. Kurz), Nachreiner - Aosman, J.-P. Müller (69. M. Müller), Hein (78. Güntner), Anastasopoulos (50. Kurz) - Amachaibou (72. Haag), Dressler (82. Schmid)

SG Dynamo Dresden: Scholz (30. Kirsten, 59.Pellatz) - Gueye (69. Benyamina), Bregerie (74. Sabah), Schuppan (59. Schulz), Mravac (45. Susac) - Ouali (69. Stefaniak), Losilla (78. Milde), Menz (45.Fiel) - Poté (69. Leistner), Dedic (59. Hartmann), T. Müller (74. Koch)

Schiedsrichter: Eduard Beitinger (Burgweinting)

Zuschauer: 590

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