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Samstag, 26. Mai 2018 28° 2

Fussball

Jahn: Wiedersehen mit alten Bekannten

In Heidenheim spielen zwei Fußballer, die einst große Erfolge in Regensburg feierten. Nun wollen sie ihren Ex-Klub ärgern.
Von Jürgen Scharf

Im Pokal durfte Kolja Pusch (hinten) gegen seinen Ex-Klub (vorne Joshua Mees) ran und machte beim 5:2-Sieg von Heidenheim sogar ein Tor. Foto: Nickl

Regensburg.Er ist nicht nur ein einfacher Aufstiegsheld des SSV Jahn. Kolja Pusch ist ein doppelter. 2016 stieg er mit den Regensburgern in die 3. Liga auf, und ein Jahr später ging es gleich nochmal eine Etage höher. Pusch gelang dabei sogar das Kunststück, in beiden Relegationen ein Tor zu erzielen. Einen dritten Aufstieg in Serie mit dem Jahn schloss er dann aber dadurch grundsätzlich aus, weil er den Klub im vergangenen Sommer verließ. Pusch wechselte zum 1. FC Heidenheim – und mit dem tritt er am Samstag um 13 Uhr in Regensburg gegen seine alten Kollegen an.

„Da waren viele Emotionen dabei und es sind einfach richtig schöne Erinnerungen.“

Kolja Pusch über seine Zeit beim Jahn

„Ich habe zwei tolle Aufstiege und grandiose Relegationsspiele erlebt. Da waren viele Emotionen dabei und es sind einfach richtig schöne Erinnerungen“, sagte Pusch am Freitag der Mittelbayerischen. Gerade das letzte seiner vier Relegationsspiele mit dem Jahn, das in der Allianz-Arena gegen den TSV 1860, „werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, meint er.

Kritik am plötzlichen Wechsel

Seinen durchaus überraschenden Abschied im Sommer nahmen ihm allerdings einige Jahn-Fans krumm. Zunächst hatte Pusch öffentlich erklärt, dass es auf eine Vertragsverlängerung in Regensburg hinauslaufe – bis er plötzlich doch wechselte. Mit der Vergangenheit will er sich aber nicht mehr groß beschäftigen: „Ich habe da gar nicht so viel davon mitbekommen. Ich mach mir da auch nicht so viel draus, denn ich weiß, was ich für den Verein in Regensburg gegeben habe. Und das ist das, was im Nachhinein zählt.“

Pusch suchte nach eigener Aussage eine neue Herausforderung – in Heidenheim, bei einem etablierten Zweitligisten, fand er sie. Zwar hinkt er mit seinem neuen Klub dem Ex-Verein in der Tabelle bislang ein kleines Stück hinterher, unterm Strich stehen aber beide Mannschaften sehr gut da. Regensburg ist mit 30 Punkten aus den bisherigen 21 Spielen auf dem siebten, Heidenheim mit einem Zähler weniger auf dem neunten Platz zu finden.

Voraussichtliche Aufstellungen

  • SSV Jahn Regensburg:

    Pentke – Saller, Nachreiner, Knoll, Nandzik – Geipl, Lais – George, Mees – Grüttner, Adamyan
    Weis (ETW), Stolze, Palionis, Hofrath, Nietfeld, Sörensen, Al Ghaddioui

  • Es fehlen:

    Gimber (fünfte Gelbe Karte), Hein (Aufbautraining nach Wadenverletzung), Vrenezi (Kapselverletzung im Knie)

  • 1. FC Heidenheim:

    Müller – Strauß, Kraus, Beermann, Feick – Griesbeck, Titsch-Rivero – Schnatterer, Thiel – Thomalla, Verhoek

  • Schiedsrichter:

    Storks (Velen)

  • Auswärtsfahrt der Fans:

    Die Jahnspezln fahren am Sonntag, 18. Februar, zum Spiel nach Dresden. Abfahrt um 6.45 Uhr an der Conti-Arena. Anmeldung (auch SMS) unter 01 70 8 35 15 61 oder im Internet unter: jahnspezln.com/auswaertsfahrten/

Die Ausgangslage ist also klar: Der Jahn will am Samstag seinen kleinen Vorsprung am liebsten ausbauen, Heidenheim die Regensburger wenn möglich überholen. Wirklich überraschen wird dabei keiner den anderen können. Man kennt sich nämlich gut. In dieser Saison gab es bereits zwei Duelle. Im Ligahinspiel gewann der Jahn mit 3:1 in Heidenheim, in der zweiten Runde des DFB-Pokals mussten die Regensburger dann eine bittere 2:5-Heimklatsche verkraften. Jahn-Coach Achim Beierlorzer verweist zwar darauf, dass es nicht darum gehe, irgendwelche offenen Rechnungen zu begleichen, er wisse aber, „dass meine Mannschaft schon so ist, dass sie das geradebiegen möchte“.

Nandzik hat Sperre abgesessen

Bei der Aufstellung seiner Mannschaft kann Beierlorzer wieder auf Alexander Nandzik zurückgreifen. Der kommt nach abgesessener Gelbsperre zurück und dürfte seinen Posten auf der linken Abwehrseite beziehen. Dafür muss nun Benedikt Gimber wegen einer Gelbsperre pausieren. Dass für ihn Andy Geipl, der nach auskurierter Knieverletzung wieder topfit ist, im zentralen Mittelfeld aufläuft, bezeichnet Beierlorzer als „eine Möglichkeit“.

Ob sich der Jahn mit einem Gegner, bei dem auch Kolja Pusch dabei ist, auseinandersetzen muss, ist noch ungewiss. Einen dauerhaften Stammplatz hat sich der 24-Jährige in Heidenheim noch nicht erkämpfen können. „Es war bislang ein bisschen ein auf und ab. Mal hatte ich mehr Spielzeiten, mal weniger“, sagt er. Die harte Konkurrenzsituation in Heidenheim sei aber das, was er sich durch seinen Wechsel erhofft habe: „Die Herausforderung, dass ich mich jeden Tag beweisen muss, damit ich im Kader stehe oder spiele.“

Ronny Philp im Jahn-Trikot Archivfoto: Eibner

Neben Pusch gibt es zudem noch einen anderen ehemaligen Jahn-Spieler in Heidenheim: Ronny Philp. Der wurde 2012, als die Regensburger den Aufstieg in die 2. Liga schafften, von den Fans sogar zum Spieler der Saison gewählt. In den Jahren danach kam Philp – auch aufgrund schwerer Verletzungen – aber außer Tritt. Nun spielt er im dritten Jahr in Heidenheim. In den ersten beiden Spielzeiten hatte er dabei viele Einsätze, in dieser Saison kam er bisher nur vereinzelt zum Zug. Von seiner tollen Zeit in Regensburg hat Philp seinem neuen Mitspieler übrigens bereits erzählt: „Ja, wir haben da drüber geredet. Er hat auch eine coole Zeit in Regensburg gehabt und hat da coole Erinnerungen“, sagt Pusch.

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