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Meyer wird zum Matchwinner in Lautern

Der SSV Jahn Regensburg zittert sich in die zweite Runde des DFB-Pokals. Dank seines Keepers, der zwei Elfer pariert.
Von Felix Kronawitter

Die Regensburger herzen ihren Pokalhelden Alexander Meyer (2. von links)
Die Regensburger herzen ihren Pokalhelden Alexander Meyer (2. von links) Foto: Torsten Silz/picture alliance/dpa

Kaiserslautern.Der SSV Jahn kann in der ersten Runde des DFB-Pokals doch noch gewinnen. Nach zwei Blamagen gegen unterklassige Teams in den beiden Vorjahren schafften die Regensburger am Sonntag den Einzug unter die besten 32 Teams. Es war ein richtiger Pokalkrimi in Kaiserslautern! Albion Vrenezi (4.) hatte die Gäste aus der Oberpfalz in Führung gebracht. Durch Kevin Kraus (64.) schlugen die Gastgeber, die zuvor dominiert worden waren von den Regensburgern, zurück. Zum Matchwinner avancierte Jahn-Keeper Alexander Meyer, der im Elfmeterschießen zwei Schüsse parierte.

„Wir sind froh, dass wir im Pokal endlich auch mal wieder eine Runde weiter sind“, sagte Trainer Mersad Selimbegovic nach dem Pokalfight. „Die Jungs haben Charakter gezeigt und sich mit einem Mann weniger dagegen gestemmt.“

In der ersten Halbzeit war ein klarer Klassenunterschied zu erkennen zwischen dem Zweit- und Drittligisten. Die Regensburger dominierten die Partie. Auffälligster Akteur war Kaan Caliskaner. Der vom Regionalligisten 1. FC Köln in die Oberpfalz gewechselte Offensivspieler war an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Nominell als zweite Spitze neben Andreas Albers aufgestellt, war der 20-Jährige überall auf dem Platz zu finden.

Caliskaner dreht richtig auf

Sein Anteil am sehenswerten Führungstreffer war enorm. Rechts brauste er auf und davon und legte ab für Vrenezi, der den Ball unter die Latte schoss. Acht zu Null Torschüsse waren in der ersten Halbzeit der imposante Beleg dafür, wer hier Herr im Hause war. „Gut so“, brüllte Mersad Selimbegovic auf den Platz. Für den Jahn-Coach gab es wenig zu meckern. Lediglich der Umstand, dass aus solch einer imposanten Überlegenheit mehr resultieren müsste als ein 1:0 zur Halbzeit, dürfte ihm nicht gefallen haben. Chancen, noch weiter zu erhöhen, waren da durch Caliskaner (2./31.), Albers (13.) und Makridis (17.).

Mit Caliskaner, Jan Elvedi, Christoph Moritz und Rückkehrer Albion Vrenezi hatte Selimbegovic vier Neue in die Startelf beordert. Letztgenannter gehörte neben Caliskaner und dem zum Linksverteidiger umfunktionieten Erik Wekesser zu den Akrivposten im Jahnspiel, dem nicht anzumerken war, dass viele Akteure fehlten. Jann George, Jan-Niklas Beste, Florian Heister und Scott Kennedy laborieren noch an Verletzungen. Auch Benedikt Saller und Sebastian Stolze waren nicht rechtzeitig fit geworden. Max Besuschkow war nach seinem Platzverweis im Vorjahr gegen Saarbrücken gesperrt. Neuzugang Christoph Moritz, der auf Sechs an der Seite des neuen Kapitäns Benedikt Gimber spielte, machte seine Sache aber ordentlich. Der neue Regensburger Anführer Gimber forderte kurz der Pause vergeblich einen Strafstoß. Schiedsrichter Sven Waschitzki ließ regelkonform weiterspielen. „Wir haben die erste Halbzeit dominiert. Da müssen wir noch kaltschnäuziger sein und die Führung erhöhen“, monierte Selimbegovic.

Wähling fliegt vom Platz

Auch nach der Pause war der Jahn im Fritz-Walter-Stadion, in dem, im Gergensatz zu anderen Standorten im Pokal keine Zuschauer gelassen waren, am Drücker. Nach einem feinen Spielzug scheiterte Caliskaner an FCK-Keeper Avdo Spahic. Kaiserslautern fand nun besser in die Partie. Der erste Torschuss (58. Minute!) der Gastgeber war aber eine sichere Beute für Jahn-Torhüter Alexander Meyer. Lucas Röser wurde gerade noch geblockt. Nach einer Ecke parierte Meyer noch gegen Adam Hlousek, der Ball landete aber glücklich vor den Füßen von Kraus, der nur noch einzuschieben brauchte.

Es war nun ein komplett anderes Spiel. Von der Regensburger Dominanz war nun nichts mehr zu sehen. Lautern lechzte nun nach mehr. Marvin Pourie und Tim Rieder prüften nochmal Meyer.

Auf der Gegenseite hatte André Becker den Siegtreffer auf dem Fuß. Spahic reagierte aber glänzend. Es ging in die Verlängerung. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn kassierte der erst in der 80. Minute eingewechselte Nicolas Wähling Gelb-Rot. Eine sehr harte Entscheidung! Die Regensburger hatten dann Glück, dass Schiedsrichter Waschitzki den zweiten Treffer von Kraus wegen einer Abseitsposition aberkannte. Im DFB-Pokal gibt es erst ab dem Achtelfinale den Videobeweis. Beim Studium der TV-Bilder sah es aber eher nach gleicher Höhe aus. Lauterns Pourie hätte die Partie drehen müssen, zielte aber drüber.

Im Elfmeterschießen erwies sich Meyer nervenstark. Er hielt noch einen Schuss mehr als sein Kollege Spahic, der gegen Elvedi pariert hatte, und wurde danach entsprechend gefeiert von seinen Kollegen.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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