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Fussball

Odabas: Erneut zum Zuschauen verdammt

Statt auf dem Platz in Zwickau schuftet Ali Odabas in der Reha. Auch bei Haris Hyseni läuft es in Meppen nicht rund.
von Felix Kronawitter

Ali Odabas hofft, dass er im Saisonendspurt beim Drittligisten FSV Zwickau noch mitmischen kann.Foto: Eibner

Regensburg.Während seine Teamkollegen beim FSV Zwickau schon wieder fleißig auf dem Platz schuften, um für den Auftakt nach der Winterpause gerüstet zu sein, muss Ali Odabas mit dem Laufband vorliebnehmen. Der Innenverteidiger des SSV Jahn Regensburg ist diese Saison an den Drittligisten ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Seit Ende August ist der 24-Jährige aber zum Zuschauen verdammt. Odabas hatte sich am sechsten Spieltag im Spiel gegen die Würzburger Kickers schwer am Knie verletzt. Diagnose: Kreuzbandriss. „Die Reha läuft nach Plan. Ich hoffe, dass ich noch Einsatzzeiten bekomme“, sagt der Pechvogel dreieinhalb Monate nach seiner Operation.

Dabei hatte es anfangs eigentlich ganz gut begonnen in Sachsen. FSV-Trainer Torsten Ziegner schenkte Odabas sein Vertrauen. Doch dann machte dem Deutsch-Türken erneut sein rechtes Knie einen Strich durch die Rechnung. „Für ihn ist es ganz bitter“, sagt Jahn-Geschäftsführer Christian Keller, der regelmäßig mit Odabas telefoniert.

Das verflixte rechte Knie

Wieder das rechte Knie. Bereits in der Sommervorbereitung zur abgelaufenen Spielzeit hatte sich der Defensivmann schwer verletzt. In einem Testspiel riss er sich das Kreuzband, den Meniskus sowie die Außenbänder. Verletzt sich ein Profifußballer am Knie, landet der Leidtragende meist schon am Tag darauf auf dem OP-Tisch. Odabas hatte aber einen anderen Weg gewählt – und auf Mohamed Khalifa, den „Wunderheiler aus Salzburg“ vertraut. Die Behandlung erfolgte auf konservativem Weg, also ohne operativen Eingriff. Odabas brachte es gegen Ende der Saison 2016/17 noch auf acht Drittligapartien.

Dass er damals auf eine Operation verzichtete, bereut der Defensivmann im Nachhinein nicht. „Ich bin blöd im Rasen hängengeblieben. Auch wenn ich mich damals operieren hätte lassen, wäre mein Kreuzband in dieser Situation auf jeden Fall gerissen“, erklärt der 24-Jährige.

Im Januar weilt Odabas noch zu Hause in Aalen. Krafttraining und Einheiten auf dem Laufband stehen auf dem Programm. „Die Familie gibt Rückendeckung“, freut sich Odabas, der noch bis 30. Juni 2019 beim Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz unter Vertrag steht, über moralische Unterstützung.

Daumendrücken für die Kollegen

Begeistert verfolgt er indes mit, wie seine Teamkollegen in Regensburg als Aufsteiger die 2. Liga aufmischen. „Sie müssen einfach da weitermachen, wo sie aufgehört haben, dann schaffen sie den Klassenerhalt“, meint der Defensivmann, der sich regelmäßig mit den Kollegen austauscht. Beim 0:1 gegen Bochum hat er im Dezember live in der Continental-Arena mitgefiebert.

Haris Hyseni kommt in Meppen nicht so recht zum Zug. Foto: Eibner

Auch bei Odabas’ Kumpel Haris Hyseni läuft es nicht nach Plan. Der Mittelstürmer, der ebenfalls noch einen bis 30. Juni 2019 gültigen Kontrakt beim Jahn besitzt, spielt diese Saison auf Leihbasis beim Drittligisten SV Meppen. Dort kam er aber bislang nur 416 Minuten zum Einsatz. Zwei Mal durfte der Angreifer von Beginn an ran, 13 mal wurde er nur eingewechselt. „Ich habe mir mehr Einsatzzeiten erhofft“, sagt der 25-Jährige.

Auch Jahn-Geschäftsführer Christian Keller zieht kein positives Zwischenfazit: „Ich bin nicht zufrieden mit dem aktuellen Verlauf der Leihe. Ich erwarte, dass er in der Rückrunde nochmal alles in die Waagschale wirft“, hofft Keller, dass Hyseni über die Rolle des Jokers hinauskommt.

Der Angreifer wartet noch auf seinen ersten Treffer in einem Pflichtspiel für seinen aktuellen Klub. Bis Sonntag weilt er mit Meppen noch im Trainingslager im türkischen Belek. In der Wintervorbereitung will er ordentlich Gas geben: „Ich werde alles geben, um mehr Spielpraxis zu bekommen.“

„Ich bin nicht zufrieden mit dem aktuellen Verlauf der Leihe.“

Christian Keller, Jahn-Geschäftsführer

Vor der Leistung seiner Teamkollegen in Regensburg zieht er seinen Hut. „Es freut mich sehr für die Jungs, dass es so gut läuft“, sagt Hyseni, dessen Fokus sich aber derzeit nur auf Meppen richtet. „Die ganze Stadt steht hinter dem Verein“, schwärmt der Angreifer, der sich in Niedersachsen prinzipiell wohlfühlt und in der Restrückrunde auf seine Chance hofft.

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