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Fussball

Pentke: Im „Eins gegen Eins“ eine Macht

Der Jahn-Keeper verrät sein Erfolgsrezept. Fünf Geschichten rund um den Auftritt der Regensburger in Kaiserslautern
von Felix Kronawitter

Philipp Pentke war auch gegen Kaiserslautern ein starker Rückhalt.Foto: Nickl
Philipp Pentke war auch gegen Kaiserslautern ein starker Rückhalt.Foto: Nickl

Jahn nimmt keine Gratulationen entgegen


Gratulationen zum Ligaverbleib nahmen die Oberpfälzer auch nach dem 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern noch nicht entgegen. „Wir haben jetzt 41 Punkte – und das macht uns die letzten fünf Spiele etwas leichter“, sagte Trainer Achim Beierlorzer und fügte hinzu: „Es ist schade, mit einem Dreier am Betzenberg wäre die Geschichte Klassenerhalt völlig ad acta gelegt.“ Auch Geschäftsführer Christian Keller traut dem Braten noch nicht ganz: „So eng wie die 2. Liga ist, scheint es so zu sein, dass noch mehrere Mannschaften die 40-Punkte-Marke knacken könnten. Und deshalb müssen wir hellwach sein.“ Joshua Mees gab derweil gleich die Richtung für das Derby am Freitag (18.30 Uhr) vor: „In Fürth wollen wir den Deckel draufmachen.“

Hexenkessel beunruhigen den Jahn nicht

Benedikt Saller (rechts, im Duell gegen Lauterns Halil Altintop) erzielte den Führungstreffer. Foto: Nickl
Benedikt Saller (rechts, im Duell gegen Lauterns Halil Altintop) erzielte den Führungstreffer. Foto: Nickl


Vor dem Anpfiff gingen die Spieler des 1. FC Kaiserslautern noch mal in ihre Kurve und heizten ihre Fans so richtig an. Hexenkessel beeindrucken die selbstbewussten Regensburger aber nicht. „Mit breiter Brust den Gegner zu attackieren und nicht abzuwarten“, lautet die Devise von Coach Beierlorzer, die seine Mannschaft auch zu Beginn beim Schlusslicht beeindruckend umsetzte. Dass viele Lautern-Fans versuchten, die Oberpfälzer mit Pfeifkonzerten zu verunsichern, tangierte die Spieler des Aufsteigers nicht. Klar bekomme man die Stimmung auf den Rängen mit, man lasse sich davon aber nicht beunruhigen, meinte Benedikt Saller, der den Jahn in Führung gebracht hatte und eine starke Leistung zeigte. Wichtig sei, dass man sich untereinander noch verständigen könne. „Das geht noch, aber man muss laut sein und über den Platz schreien“ erzählte er und schmunzelte.

So bewertet die MZ die Leistungen der Regensburger:

SSV Jahn in Lautern - die Einzelkritik

„Ich gucke schon immer ein bisschen in die Augen des Stürmers.“

Philipp Pentke

Pentke tunneln? Keine gute Idee!


Lauterns Sebastian Andersson, der in der 73. Minute den 1:1-Ausgleich markierte, hatte bereits elf Minuten zuvor einen Treffer auf dem Fuß. Frei tauchte er vor Philipp Pentke auf – und versuchte ganz frech, den Regensburger zu tunneln. Keine gute Idee! Denn Pentke hatte den Braten gerochen. Im „Eins gegen Eins“ ist der Jahn-Keeper eine Macht. In dieser Spielzeit entschied er bereits einige Duelle für sich. „Ich gucke schon immer ein bisschen in die Augen des Stürmers“, erklärte Pentke, der sich vor den Spielen Videos der gegnerischen Stürmer reinzieht. Eine Brise Glück runde sein Erfolgsrezept ab.

Joshua Mees bringt in der Offensive neuen Schwung

Für Joshua Mees war die Partie am Betzenberg ein besonderes Spiel. Der 21-Jährige stammt aus Lebach im saarländischen Landkreis Saarlouis, nur 77 Kilometer vom Fritz-Walter-Stadion und 115 Kilometer von der TSG Hoffenheim, wo er noch bis 30. Juni 2019 unter Vertrag steht, entfernt. Gegen Kaiserslautern durfte Mees mal wieder von Beginn an ran – und bewarb sich für weitere Einsätze in der Startformation. „Ich denke, dass meine Leistung ganz okay war heute – und so versuche ich es, weiterzumachen“, sagte die Hoffenheim-Leihgabe in gewohnt bescheidener Manier. „Joshua macht das immer gut, er hat immer wieder tolle Aktionen“, lobte Beierlorzer den Mann, der nicht nur das 1:0 einleitete, sondern das Offensivspiel richtig belebte.

Lesen Sie hier: Lautern schlagt zurück gegen den Jahn

Oliver Hein ist beim SSV Jahn wieder „hautnah“ mit dabei


Oliver Hein ist nach langwieriger Knieverletzung zurück beim SSV Jahn. Gegen Kaiserslautern schaffte es das Jahn-Urgestein zum ersten Mal seit 14 Monaten wieder in den Kader. „Es ist schön, wieder am Platz zu stehen, wieder hautnah mit dabei zu sein.“ Für einen Kurzeinsatz reichte es noch nicht, dafür hatte Hein aber reichlich Lob für seine Kollegen parat: „Wir können zufrieden sein, mit der Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind. Das ist vor so einer Kulisse auch nicht selbstverständlich. Da muss man teilweise auch den Hut ziehen vor den Jungs, wie die das machen.“

Und so schaut es derzeit in der Zweitliga-Tabelle aus:

Alle wichtigen Nachrichten zum SSV Jahn lesen Sie im Newsblog:

Lauffreudige Regensburger

  • Was die Zuschauer freute

    , kam den Spielern nicht ganz so gelegen. Während beim 2:2 der Regensburger in Berlin noch knackige Minustemperaturen herrschten, gab es am Sonntagnachmittag „gefühlt subtropische Temperaturen“ zu dieser Jahreszeit, wie es Geschäftsführer Christian Keller treffend formulierte.

  • In Sachen Einsatz waren

    die Regensburger im Fritz-Walter-Stadion dennoch wieder erstklassig unterwegs. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer spulte insgesamt 119,51 Kilometer herunter. Rang drei in der Lauftabelle am 29. Spieltag. Kaiserslautern brachte es auf 116,88 Kilometer und Platz fünf.

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