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2. Liga

Smuda verlässt Regensburg zum Saisonende

Sollte der SSV Jahn absteigen, kehrt Smuda Regensburg den Rücken. Bis die Saison vorbei ist, will er aber mit seinem Team um den Klassenerhalt kämpfen.
Von Heinz Reichenwallner und Jürgen Scharf

Keiner für die 3. Liga: Jahn-Coach Franz Smuda Foto: Eibner

REGENSBURG. Jetzt ist es offiziell: Cheftrainer Franciszek Smuda wird seinen Vertrag beim SSV Jahn bis zum Saisonende erfüllen und somit den Regensburger Fußball-Zweitligisten am Freitag (18 Uhr) im Bayernderby gegen den FC Ingolstadt natürlich coachen. Jedoch wird der Fußballlehrer im Abstiegsfall in der 3. Liga der neuen Saison 2013/14 nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieses Ergebnis brachte am Dienstag eine Unterredung, an der Jahn-Vorsitzender Ulrich Weber, Smuda sowie Franz Gerber teilnahmen.

Der Sportchef kommentierte die Entscheidung des Trainers so: „Die Anzeichen hatten sich vorher schon verdichtet, dass Smuda in der 3. Liga nicht weitermachen wird. Wir wissen jetzt, dass diese Personalie wahrscheinlich anstehen kann und arbeiten deshalb vorsorglich jetzt schon daran.“ Zu weiteren Informationen waren die anderen Verantwortlichen des Klubs gestern nicht bereit, sondern verwiesen auf eine Pressekonferenz am heutigen Mittwoch. Bei der wollen Vorstandsvorsitzender Weber zusammen mit Finanz-Geschäftsführer Johannes Baumeister sowie Gerber über die Entwicklung des Vereins informieren.

Vorzeitiger Wechsel vom Tisch

Beendet ist nunmehr aber die Diskussion um einen möglichen Ausstieg von Smuda beim Jahn und seinen eventuellen vorzeitigen Wechsel zu Wisla Krakau. Polnische Zeitungen hatten berichtet, dass der 64-Jährige auf der Wunschliste des aktuellen Tabellenzwölften der „Ekstraklasa“ steht. Smuda hat den Jahn am 19. Spieltag übernommen. In den zehn Partien unter seiner Regie holte die Mannschaft bislang sechs von 30 möglichen Punkten und steht wie bei seiner Amtsübernahme auf dem letzten Platz. Fünf Runden vor Saisonschluss beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz neun Punkte und zehn Zähler auf einen Nichtabstiegsplatz

Irgendwie läuft es derzeit also wahrlich nicht rund beim Regensburger Zweitliga-Klub – schließlich hängen in Berlin auch noch seltsame Plakate herum. Für das Auswärtsspiel des Jahn beim FC Union Berlin am 26. April wollten die Gastgeber aus der Hauptstadt kräftig die Werbetrommel rühren. Dumm nur, dass sich beim Vereinsnamen des Aufsteigers aus der Oberpfalz auf den Plakaten ein Tippfehler einschlich. Statt Regensburg steht nun „Regensgurg“ auf knapp 350 Plakaten, die bereits überall in Berlin aufgehängt wurden. Mittlerweile ist den „Eisernen“, wie der Verein genannt wird, das Versehen aber aufgefallen. Die Plakate sollen abgehängt und dann neue, mit richtigem Regensburger Namen, aufgehängt werden.

Kündigung für Roswitha Lehner

Weitaus weniger lustig ist eine Personalentscheidung des SSV Jahn. Völlig überraschend hat der Verein am Montag der Geschäftsstellenmitarbeiterin Roswitha Lehner gekündigt. Sie wurde ab sofort freigestellt. Lehner war als Sachbearbeiterin des Ticketverkaufs für viele Fans eines der bekanntesten Gesichter beim Jahn, für den sie viele Jahre gearbeitet hatte. Lehner wollte sich am Dienstag gegenüber der MZ noch nicht zur der Kündigung äußern. Der Verein bestätigte die Entscheidung, verwies bei weiteren Fragen allerdings ebenfalls auf die Pressekonferenz am Mittwoch. Vor Roswitha Lehner hatte der Jahn mit Klaus Sturm bereits eine Identifikationsfigur im Bereich der Geschäftstelle verloren. Der 68-jährige hatte aus persönlichen Gründen sein Amt als Teammanager gekündigt.

Drei Tage vor dem Derby gegen Ingolstadt hat sich derweil die personelle Situation beim SSV Jahn Regensburg leicht verbessert: Jim-Patrick Müller, Julian Wießmeier, Philipp Ziereis und Abdenour Amachaibou nehmen nach ihrer Verletzungspause am Mittwoch wieder das Mannschaftstraining auf. Nicht zur Verfügung stehen dagegen weiterhin Koray Altinay (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Andre Laurito (Gesichtsfraktur), Marco Djuricin (Muskelfaserriss), Christian Rahn (Muskelfaserriss) sowie die Rekonvaleszenten Jonatan Kotzke und Thomas Kurz. Außerdem fehlt Sebastian Nachreiner, der nach seiner Gelb-Roten Karte in Paderborn gesperrt ist.

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