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Fussball

SSV Jahn dreht nach der Pause auf

Die Regensburger kommen in der 2. Liga stark aus der Winterpause. Gegen den SC Paderborn gibt es einen verdienten Heimsieg.
Von Jürgen Scharf

Die Regensburger schafften gegen Paderborn einen völlig verdienten Sieg. Foto: Gatzka
Die Regensburger schafften gegen Paderborn einen völlig verdienten Sieg. Foto: Gatzka

Regensburg.Der SSV Jahn Regensburg ist mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg ins neue Jahr gestartet. Im ersten Spiel nach der Winterpause gab es in der 2. Fußball-Bundesliga vor 7736 Zuschauern in der Continental-Arena durch Tore von Maxi Thalhammer und Sebastian Stolze einen verdienten Erfolg gegen den SC Paderborn. Trainer Achim Beierlorzer lobte nach der Partie die „Energie, mit der die Mannschaft heute auf dem Platz stand. Wir haben unglaublich mutig gespielt“.

Mit einem 2:1-Sieg in Ingolstadt hatten sich die Regensburger kurz vor Weihnachten in die Winterpause verabschiedet. 26 Punkte hatten sie damit in dieser Saison bereits gesammelt und einen dicken Vorsprung auf die Abstiegszone herausgearbeitet. Gegen Paderborn wollten sie nun natürlich wenn möglich gleich drei weitere Zähler draufpacken.

Für diese Mission schickte Trainer Achim Beierlorzer unter anderem Maxi Thalhammer ins Rennen. Der vertrat im zentralen Mittelfeld den verletzten Adrian Fein. Durchaus überraschend saß derweil Jann George nur auf der Bank. Für ihn erhielt Sebastian Stolze eine Chance auf dem rechten Flügel.

Beide Teams verteidigen gut

Die Regensburger Fans hatten einen klaren Auftrag an die Jahn-Elf: „Vorwärts, lass es krachen“, stand auf einem großen Banner. Die Spieler konnten dieser Aufforderung zunächst aber nicht nachkommen. Die Paderborner traten von Beginn an nämlich sehr selbstbewusst auf und riegelten ihren Strafraum gekonnt ab.

Stimmen zum Spiel

  • Jahn-Trainer Achim Beierlorzer:

    „Es war das intensive Spiel, das wir erwartet haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind wir immer besser reingekommen. Wir haben unglaublich mutig gespielt und sind auch gegen eine so tolle Mannschaft Risiko gegangen.“

  • Sebastian Stolze:

    „Der Sieg war schon verdient. Wer 2:0 gewinnt zu Hause, der siegt auch verdient. Dass man so in eine Rückserie reinstartet, ist enorm wichtig. Wir haben letzte Woche unser Testspiel nicht gut bestritten und da haben wir heute auf jeden Fall eine Reaktion gezeigt. Der Trainer hat’s gerade im Kreis gesagt, dass wir eine super Reaktion gezeigt haben und alles das was wir letzte Woche vielleicht nicht so gut gemacht haben, heute auf den Platz gebracht haben.“

  • Maximilian Thalhammer:

    „Wir wollten in der zweiten Halbzeit eigentlich gar nicht so viel anders machen, weil wir es in der ersten Halbzeit schon ganz gut gemacht haben und den Gegner von unserem Tor weggehalten haben. Unsere eigene Balleroberung wollten wir noch mehr in Torchancen ummünzen und das ist uns dann besser gelungen und dann haben wir auch zwei Tore gemacht.“

  • Paderborns Trainer Steffen Baumgart:

    „Es war ein sehr intensiv geführtes Spiel. Der Sieg geht verdient an den Jahn. Wir müssen daraus lernen , es cleverer zu machen.“

Für die Regensburger Stürmer Marco Grüttner und Hamadi Al Ghaddioui gab es da kaum ein Durchkommen. Allerdings stand auch die Regensburger Abwehr um die beiden Innenverteidiger Marcel Correia und Asger Sörensen sehr sicher, so dass es auf beiden Seiten keine Torchancen gab. Am Einsatz der Teams mangelte es allerdings nicht. Beide mühten sich ab und wollten sich irgendwie zum Tor des Gegners vorarbeiten – am Ende verpufften die Kombinationen aber meistens bereits vor dem Strafraum.

Regensburger machen mehr Dampf

Jahn-Coach Beierlorzer hatte vor der Partie insbesondere vor den gefährlichen Pässen von Philipp Klement gewarnt. Der Regisseur der Paderborner hatte dann zwar viele Ballkontakte, vor Ideen sprühte er aber nicht. Da den Regensburger Angreifern ebenfalls weiterhin wenig einfiel, gab es für die Zuschauer in der gesamten ersten Halbzeit keine echte Torchance zu sehen.

Nach der Pause wollten die Gastgeber mehr Dampf machen. „Wie wir dann in der zweiten Hälfte das Spiel von Beginn an in die Hand genommen haben, fand ich richtig klasse“, sagte Beierlorzer. In der 48. Spielminute gab es dadurch endlich auch einen Torschuss zu sehen. Der kam von Sebastian Stolze und wurde von den Paderbornern gerade noch abgeblockt. Stolze war es auch, der kurz danach eine weitere Chance hatte. Hier zielte er knapp neben das Tor. Der Jahn war nun voll in der Partie – und das sollte sich schnell auszahlen. Al Ghaddioui legte den Ball schön für Thalhammer zurecht und der jagte ihn in der 53. Minute aus 20 Metern zum 1:0 ins Netz.

Jahn: die Einzelkritik

Die Stimmung im Stadion hatte sich nun komplett gewandelt. Auf dem Spielfeld war endlich richtiger Fußball-Betrieb, das erwärmte auch die Zuschauer. Mit krachenden „SSV“-Rufen feuerten die Regensburger Fans ihr Team an. Dieses gewann mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Die Paderborner konnten nur noch ab und an Angriffe starteten. Und als sie dann einmal aufgerückt waren, fingen sie sich den entscheidenden Konter ein. Stolze düste auf der linken Seite los, tanzte seinen Gegenspieler aus und vollendete eine Viertelstunde vor Schluss bärenstark zum 2:0.

In der ersten Halbzeit ist das Spiel ein zäher Kampf. Foto: Gatzka
In der ersten Halbzeit ist das Spiel ein zäher Kampf. Foto: Gatzka

Tekpetey schießt vorbei

Einen Zwei-Tore-Vorsprung hatten sich die Regensburger in der Schlussphase eines Spiels schon lange nicht mehr nehmen lassen. Gegen Paderborn gingen sie aber fast etwas zu locker an die Sache heran. Kurz nach Stolzes Treffer kam Gästestürmer Bernard Tekpetey urplötzlich im Strafraum völlig frei zum Schuss, setzte den Ball aber knapp neben das Tor.

Diese Chance schien aber wie ein Weckruf auf die Regensburger zu wirken. Diese hatten die Partie danach wieder voll im Griff. Großen Applaus gab es kurz vor dem Ende noch bei einer Einwechslung. Nach monatelanger Verletzungspause kam Jahn-Urgestein Oli Hein ins Spiel und wurde bei seiner Rückkehr von den Fans mit Gesängen gefeiert. Nach dem Abpfiff konnte er mit seinen Teamkollegen einen Sieg feiern, der auch Gäste-Trainer Steffen Baumgart zufolge verdient war und dem Jahn viel Selbstvertrauen für das nächste Spiel am kommenden Sonntag in Kiel geben dürfte.

In unserem NewsBlog können Sie das Spiel nochmals verfolgen:

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