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Fussball

SSV Jahn erkämpft sich einen Punkt

Gegen die Darmstädter kommen die Regensburger erst in der zweiten Halbzeit in Fahrt. Am Ende gibt es ein 1:1-Untenschieden.
Von Jürgen Scharf

Jann George (links) und seine Mannschaftskollegen kämpften hart gegen die Spieler aus Darmstadt. Foto: Nickl
Jann George (links) und seine Mannschaftskollegen kämpften hart gegen die Spieler aus Darmstadt. Foto: Nickl

Regensburg.Nach dem Spiel war viel die Rede von zwei grundverschiedenen Halbzeiten. Von einer ersten Hälfte, in welcher der SV Darmstadt besser war, und einer zweiten, die der SSV Jahn dominierte. Ganz genau genommen kamen die Regensburger aber erst ab der 55. Minute so wirklich richtig in Fahrt. Da traf Marco Grüttner zum 1:1-Ausgleich – und plötzlich war der Jahn Herr im eigenen Haus. Der Siegtreffer wollte zwar nicht mehr gelingen, die Oberpfälzer waren mit dem Ergebnis am Ende dennoch sehr zufrieden.

10 907 Zuschauer strömten am Sonntagnachmittag bei wunderschönem Spätherbstwetter in die Continental-Arena. Spiele in der zweithöchsten deutschen Fußball-Liga scheinen in Regensburg mittlerweile konstant die Massen anzulocken. Der Jahn hatte zuletzt auch gute Eigenwerbung betrieben. Bevor der Spielbetrieb wegen der Länderspielpause für zwei Wochen ruhte, hatten die Regensburger zehn Punkte aus vier Spielen geholt. Diese Erfolgsserie wollten sie nun fortsetzen.

Zunächst stoppten beide Teams die Kombinationen des Gegners allerdings meist bereits im Mittelfeld. Dort gab es ein zähes Ringen um den Ballbesitz. Auch Darmstadts Top-Angreifer Marcel Heller wurde von Jahn-Verteidiger Alexander Nandzik, der für den angeschlagenen Jonas Föhrenbach ins Team gekommen war, gut bewacht. In der 36. Minute war Nandzik allerdings aufgerückt. Der Jahn hatte da in der Nähe des gegnerischen Strafraums einen Freistoß. Andy Geipl und Adrian Fein wollten diesen in einer Trickvariante ausführen. Dies klappte irgendwie jedoch überhaupt nicht. „Da haben wir uns mal was ganz Tolles ausgedacht. Das ist aber schön nach hinten losgegangen“, meinte Jahn-Coach Achim Beierlorzer später dazu: „Da wollten wir einen Überraschungsmoment setzen. Am meisten waren aber wir überrascht, als dann der Ball bei uns im Tor war.“

Gäste konterten blitzschnell

Vor allem im Mittelfeld gab es zum Teil harte Zweikämpfe um den Ball. Foto: Nickl
Vor allem im Mittelfeld gab es zum Teil harte Zweikämpfe um den Ball. Foto: Nickl

Geipl, der direkt an der kuriosen Szene beteiligt war, redete später ebenfalls nicht um den heißen Brei herum. „Geplant war da schon was, aber nicht so. Und dass wir ein Gegentor bekommen, war sicher nicht so geplant.“ Letztlich brachten die Regensburger den Ball einfach nicht richtig weiter, Alexander Nandzik musste in einen Zweikampf gehen, den er verlor. Danach konterten die Darmstädter rasant über ihren pfeilschnellen Flügelstürmer Heller. Am Ende bediente er Joevin Jones, der zum Führungstreffer der Gäste vollendete.

Zwei Minuten vor der Pause lief dann Heller sogar noch einmal auf und davon, sein Heber ging aber knapp übers Tor. Die Führung der Gäste war spätestens jetzt absolut verdient, da sie in einem ansonsten völlig ausgeglichen und wenig unterhaltsamen Spiel gekonnt die entscheidenden Nadelstiche gesetzt hatten.

Jahn wird blitzartig wachgeküsst

In der zweiten Hälfte passierte zunächst einmal wenig – dann wurde der Jahn allerdings blitzartig wachgeküsst. Sargis Adamyan spielte einen wunderschönen Pass auf Marco Grüttner. Der traf in der 55. Minute zum 1:1. Das Tor gab den Regensburgern einen echten Schub. Nun waren sie viel besser in der Partie. Viele Angriffe liefen über den starken Fein und den trickreichen Adamyan. Der eingewechselte Sebastian Stolze hatte in der Schlussphase sogar zwei große Chancen, den Jahn zum Sieg zu schießen. Einmal scheiterte er aber an Gästetorwart Daniel Heuer Fernandes, einmal zielte er übers Tor.

Die Jahn-Spieler in der Einzelkritik

Am Ende blieb dem Jahn ein Punkt, den er sich in der zweiten Halbzeit vollauf verdient hatte und den hinterher auch keiner schlecht reden wollte. „Alles gut, das 1:1 geht in Ordnung. Wir haben ja auch gegen kein Fallobst gespielt heute“, meinte Torwart Philipp Pentke. „Wir sind in keinster Weise unzufrieden“, sagte Coach Beierlorzer. Der hatte übrigens ein Sonderlob für jeweils einen Spieler von jeder Mannschaft übrig. Darmstadts Heller sei so schnell, schwärmte Beierlorzer, dass er in manchen Situationen einfach nicht zu stoppen sei.

Treffer gab den Regensburgern einen Schub

Marco Grüttner machte den Ausgleichstreffer für den SSV Jahn. Foto: Nickl
Marco Grüttner machte den Ausgleichstreffer für den SSV Jahn. Foto: Nickl

Bei seinem eigenen Team sah er derweil wieder einmal ein tolles Spiel von Adrian Fein. Das erst 19 Jahre alte und vom FC Bayern ausgeliehene Super-Talent im Mittelfeld war einer der stärksten Spieler auf dem Platz: „Der Junge ist gut unterwegs, wenn er unsere Mentalität jetzt noch so richtig einsaugt, wird es ein sehr guter Spieler“, meinte der Coach. Fein selbst erzählte, dass er froh über die erneute Chance in der Startelf war: „Der Trainer vertraut mir, das hat mich sehr gefreut.“

Der Jahn baute mit dem Unentschieden seine Erfolgsserie auf fünf Spiele hintereinander ohne Niederlage aus. „Fünf Spiele ungeschlagen, ist ganz gut, glaub ich“, meinte Andy Geipl: „Wir werden schauen, dass wir die Serie ausbauen und so lang wie möglich halten können.“

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500 Jahn-Fans zeigen sich solidarisch

Am Sonntag marschierten SSV-Anhänger gemeinsam vom Galgenberg zum Stadion. Sie symbolisierten damit die Einheit in der Szene.

Marco Grüttner sieht eine Wechselwirkung: Die Erfolge geben Selbstvertrauen – und dies habe dazu beigetragen, dass der Jahn ins Spiel zurückgekommen sei. „Wir sind halt einfach ein Super-Team“, meinte der Kapitän: „Da kämpft jeder für jeden und läuft jeder für jeden. Das funktioniert momentan richtig gut und da dürfen wir auch nicht davon abkommen sonst geht’s in die andere Richtung.“

In unserem Newsblog können Sie das Spiel nochmals verfolgen:

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