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Fussball

SSV Jahn gibt Sieg noch aus der Hand

In der ersten Halbzeit drehen die Regensburger richtig auf. Doch dann schlagen die Gäste aus Osnabrück zurück.
Von Felix Kronawitter

Max Besuschkow (links) und Anas Ouahim (rechts) kämpfen um den Ball. Foto: Nickl
Max Besuschkow (links) und Anas Ouahim (rechts) kämpfen um den Ball. Foto: Nickl

Regensburg.10 179 Zuschauer sahen am Freitagabend zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten in der Continental-Arena. Der SSV Jahn Regensburg gab vermeintlich komfortable Führungen noch aus der Hand und musste sich in der 2. Bundesliga mit einem 3:3 (2:0) gegen Osnabrück begnügen.

Mit den Treffern von Jan-Marc Schneider (33.) und Marco Grüttner (43.) krönte der Jahn eine bärenstarke Darbietung in der ersten Halbzeit. Nach der Pause brachten sich die Oberpfälzer unnötig selbst in die Bredouille. Marcos Alvarez (48.) sorgte für den Anschluss. Chima Okoroji (53.) hatte zwar die passende Antwort parat (53.), doch Moritz Heyer bestrafte (63./71.) eine unsortierte Jahn-Defensive mit einem Doppelpack.

„Bei den Gegentoren haben wir nicht aggressiv genug verteidigt“, monierte Jahn-Coach Mersad Selimbegovic, der aber nicht von einer gefühlten Niederlage sprechen wollte.

Nach dem 1:1 in Nürnberg baute der Regensburger Trainer seine Mannschaft auf drei Positionen um. Für den verletzten Benedikt Gimber rückte Marc Lais in die Startelf. Der Aufstiegsheld feierte damit sein Saisondebüt. Auch Florian Heister und Jan-Marc Schneider bekamen die Chance, sich Beginn an zu beweisen. Federico Palacios und Nicolas Wähling nahmen dafür erstmal auf der Bank Platz.

So bewertet die MZ die Leistung der Regensburger:

Der Jahn gegen Osnabrück: Die Einzelkritik

Jahn setzt erste Ausrufezeichen

Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute in Gedenken an den am Sonntag verstorbenen Unternehmer Rudolf Schels, der Hauptförderer der Jahn-Sozialinitiative „Jahn Sozial: Brücken für Regensburg“ und seit Anfang 2018 Mitglied des Aufsichtsrates war.

Grüttner setzte bereits nach drei Minuten einen Warnschuss ab, der das VfL-Tor aber verfehlte. Nur wenig später durften sich die Gäste bei ihrem Keeper bedanken, dass sie keinem Rückstand hinterlaufen mussten. Philipp Kühn parierte stark gegen Sebastian Stolze. Den Nachschuss von Andreas Albers blockten die Niedersachsen noch rechtzeitig. Der Aufsteiger selbst zeigte sich nach einer Viertelstunde ein erstes Mal in der Offensive. Alexander Meyer war bei einem Kopfball von Marc Heider aber zur Stelle.

Schneider trifft spektakulär

Richtig gefährlich waren aber nur die Regensburger. Nach einem Steilpass von Schneider lief Grüttner alleine auf das Osnabrücker Tor zu – schoss aber vorbei (32.). Schneider machte es besser! Mit einem spektakulären Fallrückzieher brachte der Neuzugang den Jahn in Führung. Einen überragenden Angriff über Lais, Stolze und Grüttner krönte der Jahn-Kapitän mit dem 2:0. Zuvor hatte Osnabrücks Joost van Aken einen Schuss von Grüttner gerade noch von der Linie gekratzt.

Zur zweiten Halbzeit kam Tim Knipping für Marcel Correia. In der 48. Minute waren die Regensburger gedanklich scheinbar noch in der Kabine. Alvarez erhielt Geleitschutz Richtung Regensburger Tor und ließ Meyer keine Chance. Schnell stellte der Jahn durch Okoroji, der vor Kühn die Ruhe bewahrte, den alten Abstand aber wieder her. Die 22 Akteure auf dem Platz kredenzten den Zuschauern nun allerfeinste Unterhaltung. Bashkim Ajdini prüfte Meyer, auf der Gegenseite traf Schneider nur den Pfosten. Den Anschlusstreffer verhinderte Meyer mit einer starken Parade gegen Moritz Heyer. Die Gastgeber machten es unnötig spannend. Heyer sagte danke und markierte das 2:3 (63.). Die Regensburger waren hinten nun völlig von der Rolle. Heyer war erneut zur Stelle und traf zum Ausgleich (71.). Osnabrück wollte nun noch mehr. Der Jahn verhinderte aber einen weiteren Gegentreffer.

Hier gibt es eine Analyse von MZ-Reporter Felix Kronawitter:

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

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