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SSV Jahn: Grüße nach Hamburg

Die Regensburger blicken beim Neujahrsempfang optimistisch nach vorn – und erinnern sich an ein ganz besonderes Spiel.
Von Jürgen Scharf

Jahn-Vorstandsvorsitzender Hans Rothammer hielt beim Neujahrsempfang am Dienstagabend eine Rede. Foto: Brüssel
Jahn-Vorstandsvorsitzender Hans Rothammer hielt beim Neujahrsempfang am Dienstagabend eine Rede. Foto: Brüssel

Regensburg.Für Jann George und Sebastian Freis ist im neuen Jahr wirklich etwas ganz neu: sie sind frischgebackene Ehemänner. Die beiden Profis des SSV Jahn Regensburg haben während der Winterpause standesamtlich geheiratet. George seine Freundin Amelie, Freis seine Anna. Beruflich ist für sie seit vergangener Woche jedoch wieder alles beim alten: Hart trainieren, um mit dem SSV Jahn erfolgreich zu sein. Kurze Abwechslung brachte da der Neujahrsempfang des Klubs.

Eine lange Schlange hatte sich an der Continental-Arena am Dienstagabend kurz vor Beginn vor dem Eingang für die Ehrengäste gebildet. 2015 hatte der Klub den Neujahrsempfang aus der Taufe gehoben, Jahr für Jahr kommen mehr Gäste – dieses Mal waren es über 600. Hans Rothammer, Vorstandsvorsitzender des Zweitligisten, wertete diese Zahl als „Signal für die wachsende Sympathie für den Jahn“.

„Sich einen Moment freuen“

Das große Interesse an dem Klub ist sicher auch an den sportlichen Erfolgen, die es in der jüngsten Vergangenheit gab, begründet. Rothammer fand, dass der Empfang ein Anlass sei, „kurz innezuhalten und sich einen Moment darüber zu freuen. Aber nur einen Moment“. Es sei schließlich noch lange nicht gesichert, „dass wir das, was wir in den vergangenen Jahren geschaffen haben, auf Dauer halten können“. Der Jahn sei wirtschaftlich zwar stark gewachsen und endlich auch schuldenfrei, die meisten Konkurrenten in der 2. Liga hätten aber immer noch einen großen Vorsprung. Rothammer appellierte an die Anwesenden, mitzuhelfen, dass diese Lücke geschlossen werden kann.

Jann George (links) und Sebastian Freis Foto: Brüssel
Jann George (links) und Sebastian Freis Foto: Brüssel

Die Ehrengäste drückten dafür kräftig die Daumen. Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands, wünschte dem Jahn vor allem eins: „Genug Punkte, um in der Liga zu bleiben.“ Dieter Daminger, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzreferent der Stadt Regensburg, erinnerte an die Zeit der Stadioneröffnung vor vier Jahren, als es dem Jahn sportlich nicht gut ging: „Damals gab es auch viel Häme.“ Mittlerweile sei der Jahn aber zu einem positiven Symbol für die Region, „nicht nur für Regensburg sondern für ganz Ostbayern“, geworden.

Die Nachbarn kommen vorbei

Für Dr. Udo Hebel, Rektor der Universität Regensburg, war es Ehrensache, beim Neujahrsempfang des Jahn zu erscheinen: „Schließlich sind wir Nachbarn.“ Er findet, dass es zwischen Profi-Fußball und Universität auch mehr Verbindung gibt, als vielleicht auf den ersten Blick zu vermuten wäre. So nötigt es ihm nach eigener Aussage großen Respekt ab, dass mehrere Spieler des Jahn parallel studieren: „Das zeigt den Weitblick, auch an die Zeit nach der Karriere zu denken.“

Vergleich mit Großaspach

  • Test:

    Am Donnerstag um 14 Uhr absolviert der SSV Jahn sein zweites Testspiel in der Vorbereitung auf die restliche Rückrunde. Der Gegner ist die SG Sonnenhof Großaspach, die Partie wird auf dem Kunstrasenplatz am Kaulbachweg ausgetragen.

  • Gegner:

    Die SG Sonnenhof Großaspach steht derzeit in der 3. Liga auf dem 17. Platz. Im dritten und letzten Testspiel trifft der SSV Jahn dann am kommenden Samstag auf die Würzburger Kickers. Der Spielort steht hier noch nicht fest.

Jahn-Geschäftsführer Christian Keller stellte den Gästen das Motto des Vereins fürs kommende Jahr vor: „Gemeinsam etablieren!“ Profifußball solle als Standortfaktor für die Region gesichert werden: „Die 2. Liga ist für uns immer noch ein Geschenk. Sie ist nicht selbstverständlich.“ Der Klub werde alles dafür tun, damit es möglichst keinen Rückschritt mehr gibt: „Wir möchten eine Dauerkarte für die 2. Bundesliga oder die Bundesliga lösen.“ Keller betonte, dass der Jahn auch bereits klare Lebenszeichen im Top-Fußball gesendet habe. Eines der großen Highlights vergangenes Jahr war der sensationelle 5:0-Sieg beim Hamburger SV. Ein Spiel, das dem Jahn viel Aufmerksamkeit beschert habe, wie Keller berichtete: „Glauben Sie mir, die Menschen in Hamburg wissen jetzt, wo Regensburg ist.“

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