MyMz
Anzeige

Fussball

SSV Jahn macht Traumwoche perfekt

Die Regensburger fahren in Duisburg den dritten Sieg in Serie ein. Grüttner ist der überragende Mann auf dem Platz.
Von Jürgen Scharf

Marco Grüttner (links) freut sich mit Sargis Adamyan über seinen Treffer zum 1:0 für den Jahn. Foto: dpa
Marco Grüttner (links) freut sich mit Sargis Adamyan über seinen Treffer zum 1:0 für den Jahn. Foto: dpa

Duisburg.Der SSV Jahn Regensburg ist nicht mehr zu stoppen. Am Samstag machten die Oberpfälzer mit dem 3:1 (2:1)-Sieg in Duisburg ihre Traumwoche perfekt: drei Spiele – drei Siege. Nach den Erfolgen gegen Hamburg und Heidenheim zeigten die Regensburger auch beim MSV ihre Klasse und gewannen vor 11096 Zuschauern vollauf verdient.

Die Stimmungslage bei den beiden Mannschaften hätte vor der Partie kaum unterschiedlicher sein können. Die Duisburger hatten in den bisherigen sieben Spielen noch keinen einzigen Sieg landen können und standen brutal unter Druck. Die Regensburger reisten nach zwei Siegen dagegen mit ganz viel Rückenwind an.

Es ging gleich munter los. Beide Teams gaben Gas, beide drängten aufs Tor des Gegners. Die erste Riesenchance hatten die Duisburger. Jahn-Keeper Philipp Pentke konnte den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Stanislav Iljutcenko aber parieren. Im direkten Gegenzug kam der Jahn zu seiner großen Chance – und nutzte sie. Marco Grüttner lief mit dem Ball in den Strafraum und versenkte ihn absolut sicher zum 1:0 für die Gäste (11. Minute).

Stimmen zum Spiel

  • Jann George:

    „Wir haben gleich am Anfang gemerkt, dass heute auf jeden Fall was drin ist. Dann musst du einfach die Tore machen und das ist uns gelungen, das war die letzten Spiele auch so ähnlich. Auch unsere Verteidiger haben das heute gut gemacht, deswegen hatte ich dann auch wenig Sorge, dass heute noch was anbrennt.

  • Zum Elfmeter:

    „Grundsätzlich ist es so: Wer sich gut fühlt, soll schießen. Andy Geipl wurde ja gefoult, da stand für mich außer Frage, dass er schießt. Ich habe mich gut gefühlt und stehe dann auch bereit.“

  • Marco Grüttner (zur aktuellen Erfolgsserie):

    „Das ist ja da Schöne im Fußball, dass es so schnell gehen kann. Respekt an die Mannschaft, was sie in diesen sechs Tagen abgeliefert haben. Dass es neun Punkte werden, damit haben wir selbst nicht gerechnet, das ist einfach sensationell.“

  • Jahn-Geschäftsführer Christian Keller (zur Erfolgsserie):

    „Es war auch die Wochen davor rein aus der Leistungsperspektive betrachtet im Großen und Ganzen nicht schlechter, wir haben uns halt da nicht belohnt. In dieser Woche haben wir das Momentum jetzt einfach auf unsere Seite gezogen und uns belohnt. Neun Punkte in einer Woche sind für den SSV Jahn Regensburg natürlich sensationell, wenn man zudem bedenkt, dass wir dabei noch zwei Auswärtsspiele hatten.“

  • Jahn-Trainer Achim Beierlorzer:

    „Wir sind sehr glücklich, in dieser Woche neun Punkte geholt zu haben. Das hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausgedacht.“

Zwei ganz schnelle Tore

Und weil Toreschießen so Spaß macht, setzte der Jahn zwei Minuten später gleich noch einen drauf. Jann George war der Ausgangspunkt einer traumhaften Kombination, bei der der Ball über Marco Grüttner zu Sebastian Stolze kam, der zum 2:0 für die Regensburger abstaubte.

Die Duisburger Fans skandierten „Kämpfen und siegen“ – ein frommer Appell an ihr Team, das nach nicht einmal einer Viertelstunde bereits arg ins Hintertreffen geraten war. Der MSV gab sich aber in der Tat nicht auf. In der 20. Minute trat Kevin Wolze einen tollen Freistoß, den sich wieder Pentke schnappte. Vier Minuten später war der Torhüter dann aber machtlos. Joseph-Claude Gyau knallte den Ball zum Anschlusstreffer der Duisburger direkt unter die Latte.

Eine Einzelkritik der Regensburger Spieler gibt es hier:

Der Jahn in Duisburg - die Einzelkritik

Danach blieb es bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Alexander Sather ein wunderbares Fußballspiel, in dem beide Mannschaften alles gaben. Die Duisburger hatten dabei etwas mehr Chancen als die Regensburger, die hatten sich die knappe Führung durch ihre Kaltschnäuzigkeit aber allemal verdient.

Correia muss raus

In der Pause musste Jahn-Coach Achim Beierlorzer wechseln.Der total erschöpfte Marcel Correia ging hinaus, für ihn rückte Jonas Föhrenbach ins Abwehrzentrum. Dessen Platz auf der linken Seite nahm der eingewechselte Alexander Nandzik ein. Das Spiel wurde nun etwas ruhiger. Die Duisburger kämpften allerdings weiter verbissen gegen das nächste sieglose Spiel an, die Regensburger hielten mit aller Kraft dagegen.

Etwa ab der Mitte der zweiten Halbzeit wurden duie Angriffe der Duisburger aber immer seltener. Der Jahn übernahm nun mehr und mehr die Kontrolle. Eine Viertelstunde vor Schluss war es dann wieder einmal der überragende Grüttner, der einen Angriff einfädelte. Er spielte zu Andy Geipl, der im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jann George sicher zum 3:1 für die Regensburger – und dabei blieb es bis zum Schluss.

Den Liveticker zur Partie können Sie hier nachlesen:

Weitere Sportnachrichten gibt es hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht