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Fussball

SSV Jahn rettet einen Punkt

Nach zwei Schnitzern melden sich die Regensburger in Bochum in beeindruckender Manier zurück. Die Partie endet mit 3:3.
Von Felix Kronawitter

Die Regenburger um Marco Grüttner (links) lieferten sich einen heißen Fight mit den Bochumern (hier Anthony Losilla). Foto: Guido Kirchner/dpa
Die Regenburger um Marco Grüttner (links) lieferten sich einen heißen Fight mit den Bochumern (hier Anthony Losilla). Foto: Guido Kirchner/dpa

Bochum.Der SSV Jahn Regensburg bleibt weiter in der Erfolgsspur in der 2. Fußball-Bundesliga. Beim 3:3 (1:1)-Unentschieden in Bochum zeigte die Mannschaft von Achim Beierlorzer am Montagabend Comeback-Qualitäten und holte in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Rückstand noch auf.

12 621 Zuschauer sahen im Ruhrstadion eine temporeiche erste Halbzeit, in der Sargis Adamyan (11.) die Regensburger in Führung brachte. Bochums Robert Tesche (45.) gelang mit einem Sonntagsschuss aber vor der Pause noch der Ausgleich. Zwei Regensburger Schnitzer nutzten die Bochumer gnadenlos aus und drehten durch einen Doppelpack von Lukas Hinterseer (54./65.) das Spiel. Marc Lais (77.) brachte den Jahn per Strafstoß nochmal heran. Hamadi Al Ghaddioui traf kurz vor Schluss zum 3:3.

Jahntrainer Achim Beierlorzer sah eine kämpferische Leistung seiner Mannschaft. Foto: Guido Kirchner/dpa
Jahntrainer Achim Beierlorzer sah eine kämpferische Leistung seiner Mannschaft. Foto: Guido Kirchner/dpa

Beierlorzer sprach hernach von einem „Wahnsinns-Spiel“ und lobte die Moral seiner Schützlinge: „Das Faszinierende an meiner Mannschaft ist, dass sie nie aufgibt.“ Zum ersten Mal überhaupt betraten die Oberpfälzer die Zweitligabühne an einem Montagabend. Dieser Spieltermin ist nicht nur vielen Anhängern, sondern auch den Jahn-Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Die etwa 60 Jahn-Fans, die die rund 550 Kilometer weite Reise auf sich nahmen, gaben aber alles und feuerten ihre Mannschaft stimmgewaltig an.

Mit ihrer ersten Chance im Spiel glückte den Regensburgern gleich der Führungstreffer. Andreas Geipl zirkelte den Ball in den Bochumer Strafraum, Adamyan brauchte nur noch einzunicken (11.).

Jahn: Spieler in der Einzelkritik

Missglückter Klärungsversuch

Vor der Partie hatte Beierlorzer gefordert, dass seine Mannschaft aufpassen müsse, keine einfachen Fehler zu machen. Denn das sei in der vergangenen Saison beim 0:1 daheim gegen Bochum bestraft worden. Und beinahe wäre es am Montagabend schon früh ähnlich gekommen. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Marcel Correia tauchte plötzlich Chung Yong Lee vor Philipp Pentke auf, köpfte aber knapp drüber (19). Nur sieben Minuten später demonstrierten Marco Grüttner und Adamyan, dass sie prächtig harmonieren. Der Jahn-Kapitän bediente den armenischen Nationalspieler per Hacke. Dem zweiten Regensburger Treffer stand nur VfL-Keeper Manuel Riemann im Weg. Bochum erhöhte den Druck und schaffte es nun, die Regensburger immer weiter in die eigene Hälfte zu drücken. Jahn-Coach Beierlorzer dirigierte seine Schützlinge weiter nach vorne.

Vor der Pause kamen die Zuschauer so richtig auf ihre Kosten. Es ging rauf und runter. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit belohnten sich die Gastgeber für ihren couragierten Auftritt. Die Regensburger schafften es nicht, Tesche am Strafraum entscheidend zu stören. Der VfL-Sechser zog ab und traf sehenswert zum Ausgleich.

Kurioser Führungstreffer

Torschütze Hamadi Al Ghaddioui (links) feierte sein Tor zum 3:3-Endstand mit den Mannschaftskameraden. Foto: Guido Kirchner/dpa
Torschütze Hamadi Al Ghaddioui (links) feierte sein Tor zum 3:3-Endstand mit den Mannschaftskameraden. Foto: Guido Kirchner/dpa

In der 54. Minute wurde es kurios. Pentke wollte rund 35 Meter vor seinem Kasten einen Freistoß weit nach vorne schlagen, schoss aber stattdessen Lee an den Rücken. Der Ball sprang in den Lauf von Lukas Hinterseer, der den wohl leichtesten Treffer seiner Karriere markierte. Abseits? Schiedsrichter Martin Petersen gab den Treffer.

Dann leisteten sich die Regensburger den nächsten groben Schnitzer. Asger Sörensen spielte Lee den Ball in die Füße. Der Bochumer bediente Hinterseer – 3:1 (65.). Jetzt wurde es turbulent. Nach einem Handspiel im VfL-Strafraum zeigte Petersen auf den Punkt. Keeper Riemann parierte den von Jann George getretenen Strafstoß (70.). Lais machte es vom Elfmeterpunkt besser und brachte die Regensburger wieder heran (77.). Der eingewechselte Al Ghaddioui rettete dem Jahn kurz vor dem Schlusspfiff einen Punkt.

In unserem Liveticker können Sie das Spiel nochmals verfolgen:

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