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Fussball

SSV Jahn rettet einen Punkt in Hannover

Dem Regensburger Fußball-Zweitligisten gelingt ein schmeichelhaftes Unentschieden bei 96. Ein Joker des SSV Jahn sticht.
Von Heinz Gläser

Dem SSV Jahn gelingt ein schmeichelhaftes Unentschieden. Foto: Nickl
Dem SSV Jahn gelingt ein schmeichelhaftes Unentschieden. Foto: Nickl

Hannover.Mit viel Glück und ein wenig Geschick hat sich der SSV Jahn den ersten Auswärtspunkt der Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Beim favorisierten Bundesliga-Absteiger Hannover 96 kamen die Regensburger zu einem 1:1 (0:0)-Unentschieden. Hendrik Weydandt (66. Minute) hatte am Samstagnachmittag die Gastgeber vor 28 500 Zuschauern in der HDI-Arena in Führung gebracht.

Der eingewechselte Däne Andreas Albers traf für den SSV Jahn (79.). Kapitän Marco Grüttner vergab in der 41. Minute einen Foulelfmeter und verpasste damit die mögliche Regensburger Führung. In der Nachspielzeit traf Hannovers Felipe fast noch ins eigene Tor, als der Ball gegen den Pfosten prallte.

Für den SSV Jahn steht nun am 11. August das Pokalspiel beim 1. FC Saarbrücken auf dem Programm.

„Ein sehr interessantes und intensives Spiel. Es kann auch in eine andere Richtung gehen und unangenehm für uns werden. Wir standen richtig unter Druck. Aber wir haben wieder einmal Moral gezeigt und uns gewehrt“, bilanzierte Jahn-Coach Mersad Selimbegovic. 96-Trainer Mirko Slomka sagte: „Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Leider ist es nicht das richtige und passende Ergebnis für uns. Jahn Regensburg ist wirklich ein sehr unangenehmer Gegner.“

Die Bilder des Spiels:

Bilder vom Spiel Hannover 86 gegen den SSV Jahn

Identische Startformation beim SSV Jahn

Selimbegovic hatte keine Veranlassung gesehen, nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Bochum Veränderungen in seiner Startformation vorzunehmen. Er schickte die identische Elf aufs Feld, die gegen den VfL so überzeugt hatte. Neuzugang Nicolas Wähling fehlte noch im 20-Mann-Aufgebot. Marc Lais hatte erneut keine Berücksichtigung gefunden.

Hannover 96 stand nach der 1:2-Pleite in Stuttgart schon am zweiten Spieltag gehörig unter Druck. Trainer Mirko Slomka bot wie erwartet zwei Spitzen auf, Hendrik Weydandt und Marvin Duksch.

Weydandt hatte nach drei Minuten die erste Gelegenheit der Partie, doch Jahn-Keeper Alexander Meyer war hellwach und schneller am Ball. Die Gäste gerieten früh unter Druck. Ein Schuss von Duksch landete in Meyers fangbereiten Händen. Und als der Jahn einmal seine defensive Ordnung verließ und viel zu weit aufgerückt war, hatte Weydandt freie Bahn, verzog aber knapp. Auch die Gelben Karten gegen Marcel Correia und Sebastian Nachreiner waren ein Beleg dafür, dass sich die Regensburger in der Abwehr noch sortierten.

96 ging ebenfalls beherzt ans Werk. Edgar Prib sah Gelb, nachdem er Andi Geipl gefällt hatte. Der Jahn-Mittelfeldspieler musste lange behandelt werden.

Die Regensburger bekamen keinen Zugriff auf das Spiel und den sichtlich motivierten Gegner. Grüttners Doppelchance nach einem Freistoß blieb lange ihr einziges Lebenszeichen. Die sorgenvolle Miene von Selimbegovic spiegelte den Spielverlauf wider. In der 35. Minute verfehlte ein Schuss des äußerst agilen Florent Muslija knapp das Regensburger Tor.

Die Spieler des SSV Jahn in der Einzelkritik:

Der SSV Jahn in der Einzelkritik

Zieler hält Strafstoß

Dann griff der Videoassistent zugunsten der Regensburger ein. Am vergangenen Sonntag war ein Foulelfmeter für den Jahn zurückgenommen worden, diesmal entschied Referee Daniel Schlager nach Überprüfung der Szene auf Strafstoß. Zunächst war seine Pfeife bei einer Attacke von Felipe gegen Benedikt Saller stumm geblieben.

Grüttners flach geschossener Ball stellte jedoch Weltmeister Ron-Robert Zieler im Tor der Hannoveraner kaum vor Probleme. Dem Spielverlauf hätte die Führung der Gäste ohnehin nicht entsprochen. Der SSV Jahn rettete anschließend das 0:0 in die Kabine.

Duksch vergibt Großchance

Nach dem Wiederanpfiff touchierte der Ball nach einem eigentlich missglückten Hackentrick von Weydandt noch die Latte. Hannover drängte weiter auf die Führung.

Weydandt blieb ein steter Unruheherd. Bedrängt von Chima Okoroji, kullerte sein Ball in Richtung Torlinie, ehe ihn Meyer doch noch zu fassen bekam. Hannovers Anhang forderte in dieser Szene zaghaft Elfmeter. In der 59. Minute schob Duksch den Ball völlig freistehend und unbedrängt neben das Regensburger Tor – und raufte sich anschließend die Haare.

Wie lange würde der Jahn dem Druck noch standhalten? Selimbegovic nahm Jan-Marc Schneider vom Platz und brachte den Dänen Andreas Albers. Ausgerechnet der sonst so zuverlässige Correia leistete sich an der linken Seitenlinie einen fatalen Ballverlust. Hannover schaltete schnell. Sebastian Jung bediente Duksch, der in die Mitte flankte. Gegen Weydandts Kopfball aus kurzer Distanz war der starke Meyer machtlos.

Von einem Aufbäumen der Oberpfälzer konnte zunächst kaum die Rede sein. Selimbegovic stärkte mit der Hereinnahme von Jann George für Oliver Hein die Offensive. Dann schlug Albers zu. Sebastian Stolze hatte nach einer Balleroberung abgezogen, Zieler konnte den Ball nur ablenken und Albers war zur Stelle.

Das Remis ist für die Regensburger insgesamt äußerst schmeichelhaft.

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