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Jahn

Stark und torgefährlich

Der vielseitige Mittelfeldspieler Martin Zurawsky glaubt an seine Chance im Team des Drittligisten.
Von Heinz Reichenwallner, MZ

Martin Zurawsky (links) ist immer bereit, alles zu geben – sowohl in der U23 als auch im Drittligateam des SSV Jahn. Foto: Nickl

REGENSBURG.Ob Martin Zurawsky auch am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim für den 18-Mann-Kader des SSV Jahn nominiert ist, steht noch nicht fest. Aber am vergangenen Sonntag beim 2:1 in Jena gehörte der 20-jährige Mittelfeldspieler des Regensburger Fußball-Drittligisten für ein paar Minuten auch zu den Gewinnern des Tages. Dass er zu seinem ersten Drittligaeinsatz kam, ist wegen des Saisondebüts von Jeremy Karikari und des Ligaeinstands von Sebastian Nachreiner zwar etwas untergegangen, doch letztlich war seine Einwechslung in einer hektischen Schlussphase ein Beweis dafür, dass Markus Weinzierl auf ihn zählt.

In der Tat. Denn wenn der Jahn-Trainer über Zurawsky spricht, dann hat er nur Gutes zu berichten. „Ein positiver Typ“, sagt Weinzierl. „Ein Spieler mit viel Potenzial und deshalb eine ernsthafte Alternative fürs Mittelfeld.“ Er könne der Mannschaft helfen, sei fest integriert und anerkannt. Der gebürtige Brandenburger ist aber auch ein junger Mann, der sich nicht nur im Training und Spiel voll reinhaut, sondern auch außerhalb des Platzes. Will sagen: Martin Zurawsky setzt nicht nur auf die Karte Fußball, sondern absolviert dazu noch eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker – quasi als zweites Standbein für die Zukunft.

Die Doppelbelastung mit Lehre und Profifußball mache ihm nichts aus, sagt der 1,86 Meter große Mittelfeldakteur, der als 17-Jähriger schon für den Kreisklassisten VfB Senftenberg in der Ersten spielte. Das Kicken lernte er bei Askania Schipkau in seiner Heimatgemeinde, die er vor drei Jahren verließ. „In Brandenburg gab es nicht viele Möglichkeiten, eine Ausbildung und Arbeit zu bekommen.“

In Regensburg klappte es damit, ebenso gut verlief für ihn das Probetraining beim Jahn. Als vielversprechendes Nachwuchstalent durfte er einst auch in Energie Cottbus vorspielen, hörte dann aber nichts mehr vom FC Energie. „Die hatten seinerzeit wohl andere Sorgen, nachdem sie da gerade aus der Bundesliga abgestiegen sind“, meint Zurawsky rückblickend.

Inzwischen spielt er bereits die dritte Saison beim SSV Jahn. In dessen U23 zählt er, der sich auf jeder Position im Mittelfeld wohlfühlt, konstant zu den stärksten Spielern und glänzt auch als erfolgreicher Torschütze. Auf Sicht will er sich auch in der Ersten beweisen. „Ich bin ehrgeizig und glaube an meine Chance.“ Ob er die auch am Samstag gegen Heidenheim wieder bekommt, wird der Trainer entscheiden. Martin Zurawsky ist jedenfalls bereit, alles zu geben.

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